Brancheninfo aktuell 29-03/2020

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150 150 Klaus Henning Glitza

BDE: Getrenntsammlung auch in der Krise /9. Internationaler Altpapiertag des bvse  ist gestrichen worden

 

Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgung-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. setzt sich dafür ein, das System der Getrenntsammlung von Wertstoffen in jedem Fall auch in der Corona-Krise ohne Einschränkung aufrechtzuerhalten.

Eine Blitzumfrage des Verbandes unter den Mitgliedsunternehmen in Deutschland hat ergeben, dass die Erfassung getrennt gesammelter Wertstoffe derzeit flächendeckend ohne Beeinträchtigung erfolgt und auch weiterhin geleistet werden kann.  Der Verband verweist darauf, dass die Papier- und Glasindustrie zur Aufrechterhaltung ihrer Produktion von der Rohstoffzufuhr aus der Wertstoffsammlung abhängig ist, und die Getrenntsammlung deshalb weiter gesichert werden muss.

„Die Unternehmen der Kreislaufwirtschaft sind aktuell mehr denn je Rohstofflieferanten und sichern so Arbeitsplätze in der produzierenden Industrie,“ erklärte BDE-Präsident Peter Kurth am gestrigen Freitag in Berlin.

Kurth betonte, dass die Getrenntsammlung von Wertstoffen funktionieren müsse, damit Produktionsketten gehalten werden könnten. Altglas und Altpapier seien bei den Herstellern wichtige Rohstoffe.

Kurth: „Gerade bei Glas und Papier sind die Einsatzquoten der gesammelten Wertstoffe so hoch, dass ohne eine permanente Belieferung mit Recyclingrohstoffen die Produktion neuer Waren zum Erliegen käme. Die aktuelle Situation stellt einmal mehr die Notwendigkeit dar, das Bestehen von Produktionsketten sicherzustellen. Mit der permanenten Sammlung von Wertstoffen, die der produzierenden Industrie als Recyclingrohstoffe zugeführt werden, leistet die deutsche Kreislaufwirtschaft ihren Beitrag, dass die Produktionskette nicht reißt; salopp gesagt, stellen wir mit der Papiersammlung auch die Produktion des derzeit so begehrten Klopapiers sicher.“

BSch/rd

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Der 9. Internationale bvse-Alttextiltag ist für dieses Jahr gestrichen worden. Dazu hat sich „wegen „der noch völlig unvorhersehbaren Entwicklungen und Reiseeinschränkungen“ i der bvse-Fachvorstand Textilrecycling bewogen gesehen.

„Auch wenn uns die Absage schmerzt, sehen wir die absolute Notwendigkeit und Verpflichtung zum Schutz unserer Mitglieder, Geschäftspartner und Angestellten, unseren Beitrag dazu zu leisten, eine rasante Ausbreitung des Virus nach Kräften zu vermeiden“, begründete der Fachverbandsvorsitzende Martin Wittmann die Absage des Branchenevents, das vom 26. bis 27. Mai in Amsterdam terminiert war.

Die Überlegung, die Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt noch in diesem Jahr zu verschieben, gleiche einem Blick in die Glaskugel und mache keinen Sinn, daher werde die Veranstaltung auf Mai 2021 verschoben. Der genaue Termin werde zu gegebener Zeit rechtzeitig bekannt gegeben, so der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung.

ZI/rd

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