Brancheninfo aktuell 27-02/2022

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150 150 Klaus Henning Glitza

Streit um Glasbehälter: Jetzt scheint sich die Einigung abzuzeichnen

 

“Blue Box” (Glasbox) oder weitaus teure Tonne.- bei diesem Streitthema zwischen dem Landkreis Ludwigsburg, den Entsorgern  PreZero und Kurz sowie den dualen Systemen scheint sich eine Einigung abzuzeichnen.

Laut einer aktuellen Mitteilung  sieht der Landkreis Ludwigsburg die  Verhandlungen zum Thema Glasbehälter auf einem guten Weg.  Danach seien , nachdem der Landkreis und die Entsorger Kurz und PreZero Zustimmung signalisiert haben, „nun auch die Dualen Systeme auf Kompromisskurs“. Wie berichtet, steht der Vorschlag im Raum. die Kosten für einen Behältertausch  (Altglastonne statt Glasbox) zwischen AVL, Entsorgern und den dualen Systemen zu dritteln. Der Aufsichtsrat der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises (AVL) hatte jüngst Zustimmung zu dieser Kompromisslinie  signalisiert.  Jetzt haben auch die  elf deutschen Dualen Systeme generelles grünes Licht gegeben, ohne sich im Detail auf die Konditionen festzulegen. „Auf Fachebene werden nun die Bedingungen aller drei Beteiligten für einen Kompromiss ausgelotet“, bevor die Vereinbarung dann vertraglich fixiert werden kann, teilt der Landkreis mit.

Landrat Djetmar Allgaier macht Mut. „Die Verhandlungen mit den Entsorgern und den Dualen Systemen sind von einem spürbaren Willen zum Kompromiss geprägt“, beschreibt  er den derzeitigen Stand.   Er sei deshalb  sich zuversichtlich, „dass es gelingen wird, den Menschen im Landkreis den Tausch der Glasbox in eine Glastonne ermöglichen zu können“.  Die  Chancen ständen gut, dass die Einigung auch vertraglich umgesetzt werden kann . Ziel aller Beteiligten sei es, „dass die Menschen im Landkreis ab April den Austausch ihrer Glas-Sammelbehälter beantragen können“.

 „Es würde den Bürgerinnen und Bürgern nichts nützen, wenn wir es – statt zu verhandeln – auf einen Rechtsstreit mit den Dualen Systemen anlegen würden“, betont Verwaltungschef Allgaier. Denn bis zu einer gerichtlichen Entscheidung könnten Jahre vergehen. Der Landrat wirbt daher erneut für den Kompromiss: „Mit dieser Einigung schaffen wir eine bürgernahe, verbraucherfreundliche Lösung.“

LK-L/rd

 

 

 

 

 

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