Brancheninfo aktuell 24-03/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

Singapur: ALBA Group baut neues Sammelsystem für E-Schrott auf

 

 

Drei einfache Schritte zu mehr Nachhaltigkeit. So wird in Singapur für die STEP UP-App geworben. ALBA hat mit der Übernahme des Entsorgungsauftrags für den Stadtbezirk Jurong im vergangenen Jahr diese App etabliert. Foto; ALBA Group

Die ALBA Group hat nach Eigenangaben als erster Umweltdienstleister den offiziellen Auftrag zur Sammlung von Elektro- und Elektronikschrott in Singapur erhalten. Die National Environment Agency, das Umweltministerium des Stadtstaates, hat den Zuschlag nach einer weltweiten Ausschreibung erteilt.

Kern des Auftrags ist der Aufbau eines Sammelsystems bestehend aus Behältern, temporären Sammelstellen am Wochenende, Rücknahmesystem beim Handel und einem kostenpflichtigen Abholservice im gesamten Stadtgebiet Singapurs. Grundlage ist ein neues Gesetz, das erstmals in Singapur das Prinzip der Herstellerverantwortung für die Abfallsammlung und das Recycling etabliert. ALBA  sei damit das erste Unternehmen, das auf einer solchen Basis ein komplettes Dienstleistungsangebot für die 5,7-Millionen-Metropole entwerfen und realisieren soll, teilt die ALBA-Unternehmenskommunikation mit.

Das Material gehe dann an von ALBA Singapur ausgewählte auditierte Verwerter zur Zerlegung und Aufarbeitung, heißt es weiter. Zu dem Konzept gehöre auch eine verstärkte Information der Bevölkerung, um diese mit dem neuen System vertraut zu machen. Eingebunden wird dazu auch die STEP UP-App, die ALBA mit der Übernahme des Entsorgungsauftrags für den Stadtbezirk Jurong im vergangenen Jahr etabliert hat. Wer Elektroschrott sammelt, bekommt über die App Punkte gutgeschrieben, die in Einkaufsvorteile bei verschiedenen Geschäften umgewandelt werden.

„Wir fühlen uns geehrt, Singapur auf seinem Weg zum führenden Nachhaltigkeitsstaat zu unterstützen. Wir werden mit allen Partnern weiter daran arbeiten, Singapur seinem Ziel einer ‚Zero Waste Nation‘ noch ein Stück näher zu bringen“, sagt Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der ALBA Group. „Dazu verknüpfen wir unsere fortschrittliche Entsorgungs- und Recyclingtechnologie mit digitalen Angeboten.“

Für die Auswahl der optimalen Sammelplätze setzte ALBA Singapur nach eigenen Angaben  ein auf Künstliche Intelligenz gestütztes Geo-Informationssystem ein. Im Ergebnis hätten alle rund 80 Prozent der Einwohner Singapurs, die in einem Gebäude der staatlichen Wohnungsbaugenossenschaft leben  maximal 500 Meter zum nächsten Sammelplatz – ein beachtlicher Komfort. Dort werden laut ALBA Behälter stehen, in denen getrennt Elektroschrott, Batterien und Leuchten gesammelt werden. Finanziert werde die Sammlung aufgrund des neuen Gesetzes zur Herstellerverantwortung für Elektroschrott durch die Produzenten und Importeure, die eine feste Gebühr zahlen sowie einen Zuschlag für jedes recycelte Kilogramm. Bereits zum 1. Juli dieses Jahres soll das neue System seinen Betrieb aufnehmen.

Über ALBA in Singapur:

Seit April 2020 ist ALBA Group in Singapur verantwortlich für ein komplett neues Entsorgungssystem im Stadtbezirk Jurong mit rund 500 000 Einwohnern. Hierzu wurde das „Singapore Trash Evolution Program“ entwickelt, bei dem ALBA und sein regionaler Partner unter dem Motto „STEP UP Singapore“ Innovationen für mehr Nachhaltigkeit nutzen. Die Digitalisierung der Abfallentsorgung in Singapur gilt als eines der ambitioniertesten Umweltprojekte in Asien.

Über die ALBA Group:

Die ALBA Group (rund 8.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Jahresumsatz gut zwei Milliarden Euro) ist mit ihren beiden Marken ALBA und Interseroh in Deutschland und Europa aktiv und gehört zu den führenden Recycling- und Umweltdienstleistern.

HeK/SJ/rd

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