Brancheninfo aktuell 24-01/2020

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150 150 Klaus Henning Glitza

Brand in Möllenhagen / Gestern: Warnstreik bei KEV Vogtland

 

Brand  auf dem Betriebsgelände der REMONDIS Logistik GmbH in Möllenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) .

Am gestrigen Mittwoch hat gegen 16.30 Uhr eine Holzpressmaschine Feuer gefangen. Die drei anrückenden Feuerwehren aus Möllenhagen, Lehsten und Kraase konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe liegen keine Angaben vor. Die Polizeiinspektion Neubrandenburg  ermittelt.

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Die Gewerkschaft ver.di hat am gestrigen Mittwoch nach ergebnislosen Verhandlungen bei der Kreisentsorgungs GmbH Vogtland (KEV) einen Warnstreik ausgerufen.

Ab 11.55  Uhr legten 33 von 40 Gewerkschaftsmitgliedern für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Die Verwaltungsmitarbeiter hatten sich nicht beteiligt. Der Warnstreik fand nicht vor der KEV-Zentrale, sondern vor dem Landratsamt in Plauen statt.  Grund war nach Aussagen von ver.di-Verhandlungsführer Andreas Schubert, dass die  Gesellschaft eine 100-prozentige Tochter des Landkreises Vogtland ist und der Landrat Gespräche mit ihm rundweg abgelehnt habe.

Während es in einem Nachbarkreis zu konstruktiven Gesprächen und einer ebensolchen Lösung  mit dem dortigen , Landrat gekommen sei, habe der Spitzenbeamte des Vogtlandkreises nach verdi-Mitteilung verlauten lassen, er spreche nicht mit dem Verhandlungsführer. Die KEV unterliegt seit dem Beitritt zum Bundesverband der Deutschen Entsorgungs- Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V, (BDE) den dort geltenden tariflichen Regelungen.

„Wir verhandeln seit über einem Jahr mit wechselnden Geschäftsführungen des Unternehmens über eine Entgeltangleichung für die 90 Beschäftigten“, macht der Gewerkschaftssekretär im Bereich Ver- und Entsorgung deutlich. Jetzt sei „der Punkt gekommen, an dem wir uns nicht länger hinhalten lassen“ . Die Beschäftigten leisteten gute Arbeit und verdienten dafür eine entsprechende Entlohnung“. Es sei nicht länger hinnehmbar, dass die für die Mitgliedsunternehmen im BDE geltende Entlohnungstabelle nach Gutdünken angewendet wird. Wir fordern eine einheitliche Anwendung der BDE-Regelungen im Plauener Unternehmen. Übernahme der Tabelle, gekoppelt mit einer Entgelterhöhung ist das Ziel, für das wir unsere Aktivitäten forcieren werden“, so Schubert.

Für Ärger sorgt nach den Worten des Verhandlungsführers, dass neu eingestellte Mitarbeiter zum Teil höhere Entgelte bekämen als langjährig tätige Kollegen. Zumeist handele es sich dabei um Fahrer, die zu den tariflichen Entgelten nicht mehr zu bekommen seien. Gegenüber dem Stammpersonal sei das alles andere als fair und sorge für Verdruss.

Wie Andreas Schubert weiter mitteilt, habe es bis dato keine Reaktion des Landrates oder des KEV-Geschäftsführers gegeben. Bei der KEV-Geschäftsführung ist das nach EM-Informationen nachvollziehbar, denn beide Geschäftsführer verlassen zum Monatsende das Unternehmen. Die Positionen sind bereits neu ausgeschrieben.

Die ver.di wird nach eigenem Bekunden jedenfalls nicht lockerlassen. „Wir möchten, dass uns ein Ansprechpartner für weitere Verhandlungen genannt wird“, fordert Schubert. Und er lässt keinen Zweifel daran, dass die Warnstreiks weitergehen werden, so lange keine Lösung in Sicht ist. Das nächste Mal werde nicht nur für nicht nur Stunden, sondern „einen ganzen Tag lang die Arbeit niedergelegt“, kündigt er an.

Die Geschäftsführung der KEV war für Stellungnahmen nicht erreichbar. Die Pressestelle des Vogtlandkreises forderte eine schriftliche Fragestellung an, die bislang nicht beantwortet wurde. Bei Eingang eines Statements wird nachberichtet.

khg

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