Brancheninfo aktuell 24-01/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

66-jährige von Müllwagen überrollt / Tarifstreit bei REMONDIS Südwest beendet/ Stadtreinigung investiert 15,2 Millionen / Emden: Details zum Unfall

 

Tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang in Hamburg-Jenfeld. Beim Überqueren des Öjendorfer Damms ist am gestrigen Mittwochvormittag eine 66-jährige Frau von einem Müllfahrzeug überrollt worden.  Ein herbeigeeilter Notarzt konnte, nachdem er vergeblich Reanimationsmaßnahmen eingeleitet hatte, nur noch den Tod der älteren Dame feststellen.

Der Verkehrsunfall hatte sich in einem Bereich des Öjendorfer Damm ereignet, der weder durch eine Ampel noch einen Fußgängerüberweg gesichert war.  Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass es sich um einen Abbiegeunfall handelt. Der Müllwagen kam von einem Grundstück.  Zur Verkehrsunfallaufnahme wurde ein 3-D-Scanner des Landeskriminalamtes (LKA 38) eingesetzt. Der Verkehrsunfalldienst hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Ein Sachverständiger war zur Unfallrekonstruktion vor Ort erschienen.

Der 56-jährige Fahrer des REMONDIS-Fahrzeugs erlitt ebenso wie drei Unfallzeugen einen Schock. Alle vier Personen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden, wo sie notfallseelsorgerisch behandelt wurden.

khg unter Verwendung von Material der Polizei Hamburg und des NDR

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Einigung im Tarifstreit zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der REMONDIS GmbH Region Südwest mit Hauptsitz in Mannheim.

Die rund 2.500 Beschäftigten an den 24 Südwest-Standorten erhalten für das Jahr 2019 ein um 3.2 Prozent höheres Entgelt.  Für 2020 wurden ebenfalls mindestens 3,2 Prozent mehr ausgehandelt.  Noch deutlicher fielen die Erhöhungen bei den Einstiegsentgelten der Fahrer aus: sie betragen mindestens acht Prozent.  Auch die Auszubildenden können sich freuen: Monatlich 50 Euro plus für 2019 und weitere 50 Euro in 2020.

Der Tarifvertrag gilt vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2020. Die Verhandlungsführer Fabian Gödeke und Christian Hartard vom ver.di- Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland erklärten laut ver.di-Homepage: „Damit haben wir gezeigt, dass wir bei Deutschlands größten privaten Entsorger zukunftsfähige Tarifverträge abschließen können“.

khg

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Die Bremer Stadtreinigung und die Beteiligungsgesellschaften Abfalllogistik und Straßenreinigung Bremen haben nach eigenen Angaben 15,2 Millionen Euro in den Fuhrpark investiert.

Dies geht aus einer Mitteilung der Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) hervor. In Zukunft würden ausschließlich Euro-6-Fahrzeuge unterwegs sein. Für die Sicherheit sollen sie alle mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet werden.

bem

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Details zum Unfall in Emden (EM berichtete gestern) hat auf Anfrage der Abteilungsleiter Entsorgung, Torsten Holtz, mitgeteilt.

Demnach geschah der Unfall, als einem Müllwagen des Bau- und Entsorgungsbetriebes Emden /BBE) auf dem sehr schmalen Schotterweg ein anderes Fahrzeug entgegenkam. Der Fahrer versuchte auszuweichen, geriet dabei aber mit dem Wagen zu weit in Richtung Wassergraben. Beim Umkippen des Müllwagens hat einer der Beifahrer Schnittverletzungen und Prellungen erlitten und befindet sich derzeit im Krankenstand. Die beiden anderen Fahrzeuginsassen sind wohlauf und gehen bereits wieder ihrer Tätigkeit nach.

An dem Müllfahrzeug entstand aufgrund der schwierigen Bedingungen der Bergung weiterer Sachschaden. Wegen des nach Regenfällen aufgeweichten Untergrunds konnte das havarierte Müllfahrzeug nicht mit einem Kranwagen aus dem Graben gezogen werden, sondern musste von zwei Abschleppwagen geborgen werden. Es sehe nach einem Totalschaden aus, schätzt Holtz die Schadensbilanz ein. Jedoch soll auf jeden Fall die Trommel wiederverwendet werden.

khg

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