Brancheninfo aktuell 20-03/2020

Brancheninfo aktuell 20-03/2020

150 150 Klaus Henning Glitza

Bürocontainer in Brand / Recyclinghöfe von AWR und aha geschlossen / Existenzbedrohung für Stahlrecycler

 

Zwei Bürocontainer des Rendsburger Recyclinghofs der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde GmbH (AWR)  sind am vergangenen Freitag  gegen 20.50 Uhr in Flammen aufgegangen.

Als die Feuerwehr anrückte, standen die Container bereits in Vollbrand, so dass vermutlich wenig zu retten war. Jedoch konnte das Übergreifen des Feuers auf weitere Einrichtungen verhindert werden. Über die Brandursache und den Sachschaden liegen derzeit noch keine Informationen vor. Die Kriminalpolizei Neumünster hat -wie in solchen Fällen üblich- den Brandort beschlagnahmt, um die Ursachenermittlung vorzunehmen.

khg

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Zur Verminderung des Ausbreitungsrisikos der Corona Pandemie schließt die Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) vom heutigen Dienstag an die Recyclinghöfe in Nortorf und Osterrönfeld.

Der Recyclinghof in Rendsburg ist wegen eines Brandes am Freitagabend schon vorher geschlossen worden, siehe gesonderte Meldung.

Zurzeit noch geöffnet sind die WAR-Recyclinghöfe  Borgstedt (Borgstedtfelde 15), Bordesholm (Neuer Haidkrug 10) und Eckernförde (Goldammerweg 14)

Ebenfalls wird ab heute wird die AWR KaufBar an der Hollerstraße 81 in Büdelsdorf vorläufig geschlossen. Alle AWR-Flohmärkte und weiteren Veranstaltungen auf der ehemaligen Deponie in Alt Duvenstedt (Geländebegehungen etc.) sind bis auf weiteres abgesagt.

Die Abholung der Müllgefäße auf den Grundstücken sowie die Abfuhr von Sperrmüll und Grüngut finden wie gewohnt statt.

„Diese Informationen tragen den aktuellen Gegebenheiten Rechnung. Je nach Verlauf der Pandemie können wir nicht ausschließen, mit weitergehenden Maßnahmen reagieren zu müssen“, teilt Janina Clausen von  der AWR mit.

JC/rd

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Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) schließt bis auf weiteres die Wertstoffhöfe in der gesamten Region Hannover.

“Damit reagieren wir vorsorglich und übernehmen Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Kundinnen und Kunden“, teilt die aha-Unternehmenskommunikation mit. Die Deponien Hannover, Burgdorf und Wunstorf nehmen aber weiterhin Material gewerblicher Anlieferer an.

HH/rd

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Die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) hat das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium gebeten, sich bei den für den Ländervollzug zuständigen Behörden um eine unbürokratische, temporäre Ausnahmeregelung zur Erhöhung der Lagerkapazitäten einzusetzen, damit Annahmestopps vermieden werden können und der Recyclingkreislauf nicht unterbrochen wird.

In den Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und an die Bundesumweltministerin weisen BDSV- Präsident Andreas Schwenter und BDSV- Hauptgeschäftsführer Thomas Junker darauf hin, dass aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus aktuell weite Teile der von der BDSV vertretenen exportorientierten Stahlrecycling-Unternehmen erheblichen wirtschaftlichen und genehmigungsrechtlichen Problemen ausgesetzt seien. So sei beispielsweise der Handel mit Italien, mit über 1,7 Millionen Tonnen pro Jahr einem der wichtigsten Abnehmer von Stahlschrott, durch die Corona-Krise beinahe zum Erliegen gekommen. Folglich reichten die genehmigten Lagerkapazitäten nicht mehr aus, um die Mengen zwischenzulagern.

Darüber hinaus führt die BDSV Führungsspitze aus, dass die Umsatzeinbußen durch die Beeinträchtigung des Handels zu Liquiditätsengpässen führten, die für viele Unternehmen schnell existenzbedrohend werden können. In diesem Zusammenhang begrüßt die BDSV die bereits beschlossenen Regelungen zum Kurzarbeitergeld, weist jedoch darauf hin, dass weitere befristete unbürokratische wirtschaftliche Hilfen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs nach Einzelfallprüfung für notwendig erachtet werden.

Me/rd

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