Brancheninfo aktuell 18-10/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

Grausiger Fund in Berlin, Brandereignisse und Unfälle

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung (BSR) sind allerhand gewohnt. Aber ein in einer großen Blutlache liegender Leichnams toppte dann doch so ziemlich alles, was sie bisher erlebt hatten. 

Der grausige Fund wurde am vergangenen Freitag gegen 6.20 Uhr auf dem Alexanderplatz am Fuße des Berliner Fernsehturms gemacht. Das Tötungsdelikt lag vermutlich 20 Minuten  zurück. Ein dringend Tatverdächtiger, Flüchtling wie sein Opfer,  ist von Zielfahndern aufgespürt und festgenommen werden.

khg

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Aus unbekannter Ursache ist am Freitagnachmittag gegen 16  Uhr ein  Müllberg in der Recyclinghalle eines Entsorgungsunternehmen in Bardowick (Landkreis Lüneburg, Niedersachsen)  in Brand geraten.

Vorsorglich wurde der nicht sichtbar brennende Teil des Müllberges in der betroffenen Halle mit Löschwasser benetzt, Foto: Sven Lehmann, Presseteam FF SG Bardowick

Sechs Feuerwehren waren bei der Brandbekämpfung auf dem Gelände der GfA Lüneburg-  gemeinsame kommunale Anstalt des öffentlichen Rechts (gkAöR)  gefordert. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Der Müll wird mit einem Radlader nach draußen geschafft, Foto: Sven Lehmann, Presseteam FF SG Bardowick.

Zu einem längeren Einsatz kam es aber nicht, da Mitarbeiter des Unternehmens zügig reagierten und  den qualmenden Müll mit einem  Radlader nach draußen schafften. Die rund 70  Wehrleute löschten das Feuer dort mit 2 C – Rohren unter Atemschutz ab. Weiter wurde der nicht brennende Berg in der Halle sicherheitshalber mit Wasser benetzt. Ein größerer Schaden konnte durch alle Beteiligten verhindert werden. Die Einsatzkräfte rückten nach etwas über einer Stunde wieder ab. Vor Ort waren Wehrleute aus Bardowick, Barum, Horburg, St.Dionys, Wittorf und Handorf.  –  Die Polizei ermittelt zur Brandursache, Ergebnisse liegen noch nicht vor.

nic/khg

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Wer ein Abfallsammelfahrzeug überholt, sollte immer auch nach hinten gucken.

Diese Erfahrung musste eine 30-jährige Mercedesfahrerin am vergangenen Mittwoch in Leutkirch (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg) machen. Die Frau hielt nach Angaben des Polizeipräsidiums Ravensburg  zunächst hinter dem stehenden Lkw an, um sich zu vergewissern, dass kein Gegenverkehr kommt. Als sie dann  zum Überholen ansetzte, merkte sie zu spät, dass ein hinter ihr fahrender 60-jähriger Rollerfahrer bereits am Überholen war. Bei der seitlichen Kollision entstand ein Schaden in Höhe von etwa 6.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

nic

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Brandgeruch, aber keine erkennbare Ursache. Diese Situation gab es am Donnerstag vergangener Woche auf einem großen Schrottplatz in Aubing (Stadtteil von München) , Rupert-Bodner-Straße 25.

Sicherheitshalber informierten Mitarbeiter deshalb gegen 21.50 Uhr  die Feuerwehr. Gut so, denn es hatte ein  Schrotthaufen von zirka 100 Quadratmetern Feuer gefangen. Bis zum Eintreffen der  Berufsfeuerwehr München und der Freiwilligen Feuerwehr war der Brand bereits so weit fortgeschritten, dass sofort mit den Löscharbeiten begonnen und weitere Kräfte nachgefordert wurden. Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, da das Feuer auch mit drei C-Rohren nur oberflächlich gelöscht werden konnte. Mit einem Radlader und einem Bagger musste der Haufen durch die Feuerwehr abgetragen werden. Mit der Wärmebildkamera wurden immer wieder tieferliegende Glutnester lokalisiert, die letztendlich vollständig abgelöscht werden konnten.

Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand. Zum Zeitpunkt des Brandes bestand keinerlei Gefahr für Mensch und Umwelt, wird mitgeteilt. Zur Brandursache liegen keine Informationen vor.

EM

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Wie jetzt bekannt wurde, ist am Montagvergangener Woche in Moisburg ein Abfallsammelfahrzeug  auf einem schmalen Feldweg auf weichen Untergrund weggerutscht und  in eine gefährliche Schieflage geraten.

Der Lkw drohte die Böschung hinab in das Flüsschen Este zu stürzen. Eine ungewöhnliche Technische Hilfeleistung für  die Feuerwehren aus Moisbirg und Hollenstedt.

Der schwere Lkw in gefährlicher Schieflage. Foto: Freiwillige Feuerwehr Moisburg

Die Besatzung des rund 20 Tonnen schweren Fahrzeugs  hatte in der Straße „Auf dem Damm“ Bio- und Grünabfälle gesammelt.  Wegen der  dort vorherrschenden engen Bebauungssituation und der begrenzten Wendemöglichkeiten fuhren die Männer  einen schmalen Feldweg parallel zur Este entlang. Ziel war es, am Ende wenden, um die enge Straße anschließend vorwärts wieder verlassen zu können. An einer Engstelle geschah es dann, dass der Lkw wegrutschte.

Das nun in Schräglage befindliche Müllfahrzeug lag auf einer der drei hinteren Achsen auf. Schnell war klar, dass eine Bergung des Fahrzeuges nur mit großen Baumaschinen zu bewerkstelligen sein konnte.

„Neben der Sicherung und der Vorbereitung zur Bergung des Fahrzeuges, wurden zusätzlich Ölsperren in der Este positioniert. Zwar war der Dieseltank des Müllfahrzeuges bei dem Vorfall unbeschadet geblieben, sollte es aber im Verlauf der Bergung zu einer Beschädigung kommen, galt es einen möglichen Umweltschaden zu verhindern“, heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr Moisburg.

Nach Absprache mit einem inzwischen hinzugekommenen Verantwortlichen der Betreiberfirma sowie den Vertretern von Ordnungsamt und Unterer Wasserbehörde, wurden zwei Bergeunternehmen aus Hamburg und Sittensen sowie schweres Gerät aus dem Nachbarort zur Einsatzstelle beordert und die Bergung des Müllfahrzeuges eingeleitet. Neben einem Traktor wurden ein Bagger, ein Abschlepp-LKW des Bergeunternehmens und ein großes Räum- und Bergefahrzeug eingesetzt.

In aufwändiger Millimeterarbeit konnte das Fahrzeug schließlich aus der Schieflage befreit und sicher auf den Feldweg gezogen werden. Nach rund fünf Stunden endete der Einsatz. „Ein Dank geht an alle eingesetzten Kräfte für die ausgezeichnete und unkomplizierte Zusammenarbeit“, so Feuerwehrpressewart Felix Meyer.

FFW-M/rd

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