Brancheninfo aktuell 18-09/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

Brand bei Schönmackers / Wertstoffhof geschlossen / bvse- 70 Jahre pro Mittelstand

 

Auf dem Betriebsgelände der Schönmackers Umweltdienste GmbH & Co. KG in Kempen (Niederrhein, NRW)  ist nach Feuerwehrangaben am Dienstag eine 50 mal 20 Meter große Box mit Altpapier in Brand geraten. Mehr als 150 Feuerwehrleute waren mehrere Stunden im Einsatz.

Durch Funkenflug kam es zu Kleinbränden in der benachbarten Box mit Baumischabfällen, die aber schnell abgelöscht waren, wie der -Pressesprecher der Stadt Kempen und der Feuerwehr Christoph Dellmans mitteilt.- Es entstand eine massive Rauchentwicklung. Über die Katstrophen-Schutz NINA wurde vorsorglich eine Warnmeldung ausgegeben. Die Westfälische Zeitung berichtet von einem teils „beißenden Gestank“. Für die Bevölkerung habe aber zu keinem Zeitpunkt eine gesundheitliche Gefahr bestanden, heißt es von offizieller Seite .

Mitarbeiter des Unternehmens Schönmackers hatten gegen 17.40 Uhr die Feuerwehr alarmiert.  Im Einsatz war die die komplette Wehr Kempens (Löschzüge Kempen, St. Hubert, Tönisberg, Schmalbroich, Löschgruppe Unterweiden), eine Löschtruppe aus Willich mit einem zusätzlichen Löschfahrzeug, und eine Löschtruppe aus Süchteln mit einer zusätzlichen Drehleiter.

Brandursache und Schadenshöhe sind nach Angaben von Christoph Dellmans noch nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Wie die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) mitteilt, bleibt der Wertstoffhof in Hannover List, Mengendamm, am Dienstag, 24. September, geschlossen.

Hintergrund sind Arbeiten von enercity am Stromnetz. Am Mittwoch, 25. September, hat der Hof wieder regulär ab 9 Uhr geöffnet.

HH/rd

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“Niemand vertritt die Interessen des Mittelstandes, wenn es der Mittelstand nicht selbst übernimmt. Das ist die Lehre unserer 70-jährigen Verbandsgeschichte und das ist auch die Erfolgsgeschichte des bvse”, erklärte Präsident Bernhard Reiling vor den 230 Teilnehmern der jüngsten bvse-Jahrestagung, die ganz im Zeichen des Jubiläums des bvse-Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung stand.

Reiling erinnerte daran, dass durch die Fusion des Bundesverband Papierrohstoffe mit dem Fachverband Glasrecycling der Verband zum Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung wurde. Er betonte, dass die Mitgliedsunternehmen mit ihren Mitarbeitern ihren Beitrag für die Demokratie, die soziale Marktwirtschaft und für die Umwelt leisten.

Dazu gehöre auch, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Deshalb unterstütze der bvse das Engagement von UNO-Botschafter Dirk Steffens mit seiner Stiftung für Artenvielfalt oder auch das Projekt “Ein Lächeln für Togo”, in dem es darum gehe, schrittweise ein funktionierendes Abfallsammelsystem zu etablieren.

Zum Thema Kunststoffe bemängelte Präsident Reiling, dass die Diskussion oftmals auf Verbote von einigen Einweg-Artikeln verengt werde.  “Für unsere Branche muss jedoch klar sein, dass es keinen Export von Kunststoffabfällen in Staaten geben kann, die nicht über die notwendigen Aufbereitungsanlagen verfügen. Das bedeutet für Deutschland und Europa, dass wir neue Recyclingkapazitäten aufbauen und die Modernisierung der vorhandenen Anlagen in Angriff nehmen müssen”, erläuterte der bvse-Präsident und führte weiter aus: “Für diese Investitionen müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Das bedeutet Vorfahrt für das Recycling, genehmigungsrechtlicher Flankenschutz und eine mittelstandsgerechte Investitionsförderung.”

In Richtung Zentrale Stelle Verpackungsregister begrüßte Bernhard Reiling ausdrücklich die Veröffentlichung von Mindeststandards für Verkaufsverpackungen. Er machte aber auch deutlich, dass der bvse für weitere Verbesserungen eintreten werde: “Es ist für uns nicht wirklich nachvollziehbar, warum die Restentleerbarkeit der Verpackungen nicht aufgenommen wurde.” Dadurch würden Sortierung und auch der Recyclingprozess deutlich erschwert.

Auch zur Novellierung des Elektro-Gesetzes nahm der bvse-Präsident Stellung. Er machte darauf aufmerksam, dass absehbar die vorgeschriebene Elektro-Altgeräte Sammelmenge von 65 Prozent in diesem Jahr nicht erreicht werde. “Wir fordern daher, dass auch die zertifizierten Erstbehandlungsanlagen neben den kommunalen Wertstoffhöfen als Annahmestellen zugelassen werden”, so Reiling. Enttäuscht zeigte er sich, dass die Kommunen diesem Vorschlag ablehnend gegenüberstehen.

Der bvse-Präsident kritisierte ebenfalls, dass im vorliegenden Entwurf für eine Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, den Kommunen ein neues Klagerecht gegen gewerbliche Sammlungen eingeräumt wird. Dies werde gewerbliche Wertstoffsammlungen erschweren und könne bestehende Sammelstrukturen gefährden, führte der bvse-Präsident aus.

JL/rd

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