Brancheninfo aktuell 18-08/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

ARC-Award für Interseroh / bvse: Bauschuttmengen kaum zu bewältigen- sind Recyclate die Lösung?

 

Der Umweltdienstleister Interseroh hat für sein Nachhaltigkeitsmagazin 2018 einen „Annual Report Competition“ (ARC) Award gewonnen. Das zur ALBA-Group gehörende Unternehmen erhielt einen Gold Award in der Kategorie Specialized A.R (spezialisierte Finanzpublikationen wie CSR-Berichte und andere) Americas & Europe. Die internationale Jury aus 200 Fachleuten der Bereiche Investor Relations, Design und Fotografie sowie Text würdigte damit Inhalt und Aufmachung des Nachhaltigkeitsmagazins.

Als Partner bei der Gestaltung hatte die Agentur HGB die Bewerbung für Interseroh eingereicht. Interseroh erhält die Auszeichnung nicht zum ersten Mal: Schon 2017 konnte sich der Kölner Umweltdienstleister drei der begehrten Awards sichern.

„Eine transparente Berichterstattung über die Leistungen und Chancen im Bereich Nachhaltigkeit ist uns bei Interseroh besonders wichtig“, sagt Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer der INTERSEROH Dienstleistung GmbH. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass unser Nachhaltigkeitsmagazin zum wiederholten Mal von der internationalen Jury gewürdigt wurde. Wir werden auch weiterhin in dieser Form über unsere sozialen und ökologischen Leistungen berichten.“

Das Nachhaltigkeitsmagazin von Interseroh erscheint jährlich und stellt eine Erweiterung des klassischen Nachhaltigkeitsberichts dar, der alle zwei Jahre veröffentlicht wird. Im Fokus des journalistisch aufbereiteten Magazins stehen die positiven Effekte der unter dem Leitbild „zero waste solutions“ stehenden Dienstleistungen von Interseroh. Dies sind vor allem innovative Lösungen, mit denen der Umweltdienstleister der Verschwendung von Produkten und Materialien entgegenwirkt. Darüber hinaus zahlen die Dienstleistungen des Unternehmens auf eine aktive CO2-Reduzierung ein und sind zunehmend digital getrieben. Das aktuelle Nachhaltigkeitsmagazin sowie der vollständige Nachhaltigkeitsbericht 2018 sind abrufbar unter www.interseroh.de/nachhaltigkeit.

Die „Annual Report Competition (ARC)“-Awards werden seit 1987 jährlich vom unabhängigen Veranstalter MerComm, Inc./The International Academy of Arts & Sciences, N.Y. verliehen. Die Awards zeichnen Geschäftsberichte aus, die maßgeschneiderte Gestaltungskonzepte sowie passende Bild- und Textwelten vorweisen. Der Wettbewerb ist mit einer ehrenamtlichen, unabhängigen Jury aus 200 Fachleuten die größte internationale Ausschreibung für Geschäftsberichte. Innerhalb der einzelnen Branchen und Kategorien erfolgt die Auszeichnung jeweils in „Gold“, „Silber“, „Bronze“ und „Honors“. Aus den Gold Awards werden branchenübergreifend die „Grand Awards“ prämiert. Die Preisverleihung findet am 17. Oktober 2019 in Seoul statt.

JA/rd

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Im Bauschuttbereich gibt es ebenso wie im Bodenbereich nach Angaben des bvse-Fachverbandes Mineralik – Recycling und Verwertung seit 2018 einen sehr deutlichen Mengenanstieg. Der Fachverband bezieht sich dabei auf Feststellungen seiner Mitgliedsunternehmen.

Ursächlich sind nach  Einschätzung des bvse die großen Investitionen in die deutsche Infrastruktur (Neubau, Umbau, Instandhaltungsmaßnahmen im Straßenbau, Kanal- und Leitungsbau), da diese immer mit entsprechenden Rückbau- und Erdbaumaßnahmen verbunden sind.

Laut bvse hat sich bereits 2018  und verstärkt auch in 2019 aufgrund der sehr guten Baukonjunktur die Entsorgungsproblematik weiter verschärft. Die erheblichen Engpässe an Verfüll- und Deponiekapazitäten seien inzwischen bundesweit zu beobachten. Dies führe unter anderem dazu, dass teilweise weite Transportwege in Kauf genommen werden müssen, um die anfallenden Bau- und Abbruchabfälle überhaupt entsorgen zu können.

Den Recyclingunternehmen würden zwar immer größere Bauschuttmengen angeboten, doch die Kapazitäten sind ausgelastet. Nach Einschätzung des bvse-Fachverband Mineralik – Recycling und Verwertung wird dies die kritische Entwicklung noch weiter verschärfen. “Die Mitgliedsunternehmen rechnen damit, dass die von ihnen erfassten Bauschuttmengen noch weiter zunehmen werden, da beispielsweise die zunehmende Verknappung bebaubarer Grundstücke zu einem gesteigerten “Bauen im Bestand” und damit zu einem erhöhten Anfall von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen führt”, berichtet bvse-Geschäftsführer Stefan Schmidmeyer.

Aber nicht nur der drohende Entsorgungsnotstand beschäftigt die Baubranche. Auch die insgesamt verringerte Verfügbarkeit von Abbauflächen für natürliche Rohstoffe führt mittlerweile zu Engpässen und vor allem spürbaren Kostensteigerungen bei der Versorgung mit Primärrohstoffen.

Das werde unweigerlich zu signifikant steigenden Baukosten führen, wenn hier nicht deutlich umgesteuert wird, ist sich der bvse sicher. Während nämlich die Inputmengen bei den Recyclinganlagen steigen, verharre die Nachfrage nach Recyclingbaustoffen auf niedrigem Niveau. Teilweise berichten die Recyclingunternehmen davon, dass die Nachfrage sogar zurückgeht.

„Wir können diese Probleme nur lösen, wenn deutlich mehr Recyclingbaustoffe nachgefragt werden. Erst dann können und werden die Unternehmen auch die Recyclingkapazitäten erhöhen. Wir können nicht auf Halde produzieren, dafür fehlen die nötigen Lagerkapazitäten und das lässt sich betriebswirtschaftlich auch nicht durchhalten“, erklärt Stefan Schmidmeyer die angespannte Situation.

Nur durch eine verstärkte Nachfrage nach Recyclingbaustoffen könne den bereits bestehenden Entsorgungsengpässen wirksam begegnet. Außerdem könne mit dem Einsatz von qualitätsgesicherten Recyclingbaustoffen auch Nachhaltigkeitsaspekten und insbesondere dem Klimaschutz, die auch gesellschaftlich eine immer größere Rolle spielen, besser Rechnung getragen werden.

Es bleibe zu hoffen, so der bvse, dass nun zeitnah die geeigneten rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Ersatzbaustoffen (Mantelverordnung) geschaffen werden. Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung baut jedenfalls gemeinsam mit dem Deutschen Abbruchverband (DA) inzwischen ein bundesweit agierendes Qualitätssicherungssystem auf. Die Qualitätssicherung Sekundärbaustoffe GmbH (Quba) wird schon im Herbst die ersten Zertifikate vergeben.

JL/rd

 

 

 

 

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