Brancheninfo aktuell 18-06/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

EPR steht im Landbell-Fokus / Reclays Zusammenarbeit mit der Unternehmensgruppe L’Oréal

 

Die weltweite Verbreitung der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) steht im Mittelpunkt des aktuellen Geschäftsberichts der Landbell Group, der Ende Mai veröffentlicht  wurde.

„Die Welt, in der wir und unsere Kunden arbeiten, ist auch im vergangenen Jahr nicht stehen geblieben“, leitet Jan Patrick Schulz, CEO der Landbell Group, den Bericht ein. Immer mehr Länder vertrauten „auf das Instrument der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR), um ihre Abfall- und Ressourcenprobleme in den Griff zu bekommen“. Die Folge: „Immer mehr Unternehmen müssen die entsprechenden Gesetze und Verordnungen umsetzen.“

Im  Geschäftsbericht  wird aufgezeigt, dass  die zur Landbell Group gehörenden Herstellerverantwortungsorganisationen in Europa und im Nahen Osten im vergangenen Jahr über 760.000 Tonnen Altbatterien, Elektroaltgeräte und Verpackungsabfälle behandelt haben.  Ebenso wird dargelegt, dass die Umwelt- und Chemikalienberatung der Landbell Group  nunmehr weitere Länder abdeckt und auch das globale Rücknahmeteam  weiter gewachsen ist. Nicht zuletzt dadurch habe  die Landbell Group  ihren Kundenstamm auf mehr als 32.000 Unternehmen in 55 Ländern vergrößern können.

Auch online hat sich laut Geschäftsbericht  einiges getan: So sei unter anderem der EASy-Shop für Verpackungen grundlegend überarbeitet worden und  der Regulatory Tracking Service auf über 130 Länder ausgeweitet worden. Zudem wurde die digitale Plattform One2One eingeführt, mit der Online-Händler ihrer Rücknahmeverpflichtung von Elektroaltgeräten nachkommen können.

Link:

Jahresbericht (in englischer Sprache)

https://landbell-group.com/wp-content/uploads/2021/05/LB_Annual_Performance_Report_2020.pdf

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Einfache Handhabung,  ansprechendes Design und Schutz des Produktes. das war für Verpackungen schon immer wichtig. Im Zeichen eines höheren Umwelt- und Klimaschutzbewusstseins kommt eine im Grunde unverzichtbare Komponente hinzu:  die Recyclingfähigkeit der Verpackungen.

Zu den Unternehmensgruppen, die diese wichtige Eigenschaft im Blick haben, gehört  L’Oréal mit seinen Marken wie Garnier.  Um Verpackungen bestmöglich zu optimieren und die internen Prozesse in diesem Bereich zu vereinheitlichen,  zählt  der bekannte Kosmetikspezialist auf die Unterstützung der  Reclay Group, wie das Kölner Unternehmen selbst mitteilt.

Nach Eigenangaben unterstützt die Reclay Group die Nachhaltigkeitsbemühungen des französischen  Kosmetikunternehmen bei der Bemessung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen.  Darüber hinaus wurden Workshops  organsiert und ein Informations-Video für Konsumenten und Garnier-Fans produziert.

„Im YouTube-Format „Garnier Green Talk“ geht Moderatorin und Schauspielerin Janin Ullmann auf Spurensuche und informiert Garnier-Kunden und Interessierte über Themen wie Verpackung, Produktion oder auch das Recycling“, teilt Reclay mit.  In der neuesten Folge wird eine LVP-Sortieranlage vorgestellt, „um Konsumenten nicht nur die Sortierung im Detail zu erklären, sondern auch die Garnier-Verpackungen auf ihrem Weg durch die Anlage zu begleiten“. So sollen die Kunden „nicht nur informiert, sondern auch zur Mithilfe animiert werden sowie ein Gefühl dafür erhalten, was nach dem Wurf in den gelben Sack mit dem Verpackungsmüll passiert“.

Auch bei der Webseite SCHÖN TRENNEN, die im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie „L’Oréal For The Future“ entwickelt wurde, stand Reclay nach eigenen Angaben dem Kosmetikspezialisten beratend und mit Hilfestellungen zur Seite. „Das Ergebnis ist eine motivierende Seite für Endverbraucher, welche die Mülltrennung im Bereich der Kosmetikverpackungen anschaulich, kurz und zielführend erklärt und so langfristig dazu animiert, zunehmend auf die richtige Mülltrennung zu achten. Ziel ist es, mit der Initiative nicht nur die Recyclingquote deutlich zu erhöhen, sondern auch die Fehlwurfquote bei falscher Mülltrennung zu reduzieren“, so Reclay.

Mareike Bell, General Manager bei Garnier Deutschland, ist hochzufrieden mit der schon lange währenden Partnerschaft  mit der Reclay Group. Sie freue sich besonders, „auch im Bereich Recycling mit der Reclay Group einen echten Experten an der Seite zu haben“, erklärt sie. „ Nur mit starken Partnern lasse sich „langfristig unser Programm umsetzen“.- Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm Green Beauty werde „Verantwortung entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette“ übernommen. „Wir setzen auf soziales Engagement, umweltfreundlichere Formeln, recyceltes Material, mehr erneuerbare Energien und sind stetig im Einsatz gegen Plastikverschmutzung“, so die Topmanagerin.

„Wir sind sehr stolz darauf, Marken wie Garnier, auch als Teil der L’Oréal-Gruppe als Weltmarktführer im Kosmetikbereich, mit unserem Know-how unterstützen zu dürfen“, so das positive Feedback von Sabrina Goebel, Leitung des Consulting-Teams der Reclay Group. „Mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten, das Nachhaltigkeit in all ihren ökologischen und sozialen Dimensionen denkt und umsetzt, ist für uns eine Freude“.

Die Reclay Group, eine mittelständische, inhabergeführte Unternehmensgruppe  mit mehr als 170 Mitarbeitern, ist weltweit an zwölf Standorten im Bereich Recycling und Wertstoffmanagement aktiv. Inhaber der 2002 gegründeten Unternehmensgruppe ist Raffael A. Fruscio.

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Zusammenstellung/redaktionelle Bearbeitung: nic/khg

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