Brancheninfo aktuell 18-04/2019

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Wasserstofffahrzeug für Herne / Karlsruhe: Langfinger  erwischt

 

Schadstofffrei und das mit einem Treibstoff, der aus Abfällen gewonnen wird. Ein nach diesem Prinzip arbeitendes, mit Wasserstoff betriebenes Fahrzeug will die Entsorgung Herne AöR anschaffen.

  „Das ist ein Pilotprojekt, mit dem wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen“, zitiert die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) den Betriebschef der nordrhein-westfälischen Kommunalunternehmens, Horst Tschöke.

Entsorgung Herne arbeitet bei diesem Projekt mit einem norddeutschen Fahrzeugbau-Spezialisten zusammen. Weitere Partner sind laut WAZ die Kommunalen Servivebetriebe Recklinghausen, die ebenfalls einen wasserstoffbetriebenen Lkw anschaffen wollten, und die  Abfall-Entsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet, der in dem gesamten Modell eine zentrale Rolle zukommt.

Insbesondere bei Schwerlastern und Bussen stelle Wasserstoff eine umweltschonende Alternative dar, so Tschöke gegenüber der WAZ.  Elektromobilität stoße hier aufgrund der erforderlichen Batteriegrößen an ihre Grenzen.

Mit einem einzigen wasserstoffbetriebenen Müllfahrzeug lassen sich nach Angaben des Firmenchefs im Jahr 10.000 Liter Diesel sparen. „Denn diese Spritmenge fällt bei einem der rund 15 Schwerlaster an, die für die Entsorgung im Einsatz sind“. Mit der umweltfreundlichen Variante lasse sich der Ausstoß von Kohlendioxid um rund 30.000 Kilogramm reduzieren.

Die Vorteile für die Umwelt bringen allerdings nach Tschökes Aussagen auch Belastungen für die Kasse mit sich: Ein Wasserstoff-Transporter ist mit etwa 600.000 Euro drei Mal so teuer wie ein konventionelles Fahrzeug.

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Dass es sich bei Elektroschrott um Wertstoffe handelt, haben am vergangenen Mittwochabend, ausgerechnet zwei Langfinger bewiesen.

Polizeibeamte konnten die 22 und 27 Jahre alten Männer auf frischer Tat auf einem Wertstoffhof der Stadt Karlsruhe an der Nordbeckenstraße vorläufig festnehmen. Bei Eintreffen der Ordnungshüter befanden sich die Diebe noch in einem Container.

Im Polizeibericht heißt es dazu: „Beide führten in ihren Taschen verschiedenen Wertstoffe und Elektroschrott, mit sich. Auch das entsprechende Werkzeug und weitere, noch leere Taschen, stellten die Polizeibeamten fest. Im Nahbereich, außerhalb des Geländes, parkte ein Kleintransporter mit serbischem Kennzeichen, der voll beladen mit Elektroschrott, Baumaschinen, gebrauchten Laptops und weiteren Gegenständen war. Allem Anschein nach, ist dieses Fahrzeug den beiden ebenfalls serbischen Dieben zuzuordnen. Die Ladung wurde sichergestellt. Die Männer bezahlten eine Sicherheitsleitung und wurden im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt. Ob es sich bei der sichergestellten Ladung um Diebesgut handelt, muss noch ermittelt werden.“

khg

 

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