Brancheninfo aktuell 18-02/2020

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Brancheninfo aktuell 18-02/2020 150 150 Klaus Henning Glitza

Stadtreinigung Hamburg (SRH) übernimmt Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm komplett

 

Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) wird alleinige Eigentümerin der Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm (MVR).

Wie das Unternehmen dazu mitteilt, sind am 20. Februar die Verträge zwischen der SRH und Vattenfall notariell beglaubigt worden. Der SRH-Konzern hält seit 2014 bereits 45 Prozent der Gesellschaftsanteile an der MVR und übernimmt jetzt die restlichen 55 Prozent der Anteile vom bisherigen Mehrheitseigentümer Vattenfall. Mit dem Kauf erwirbt die SRH einen weiteren Baustein zur langfristigen Gewährleistung der Entsorgungssicherheit der Freien und Hansestadt Hamburg.

“Wir sind gleichermaßen froh und stolz, dass wir die langen Verhandlungen mit Vattenfall endlich erfolgreich abgeschlossen haben“, so das Statement von  SRH-Geschäftsführer Prof. Dr. Rüdiger Siechau . Als Alleineigentümerin könne die SRH „die Entsorgung des Hamburger Siedlungsabfalls jetzt noch flexibler und unabhängiger gestalten“. Seit 1999 sei die MVR mit jährlich 320.000 t Abfall aus Hamburg und vier angrenzenden südlichen Landkreisen Niedersachsens beliefert und ausgelastet worden, erläutert Siechau.“

 

Auch Umweltsenator Jens Kerstan begrüßt den Kauf der MVR- und das in doppelter Hinsicht: „Mit dem Erwerb der MVR im Verbund mit der bereits im Jahre 2014 erworbenen Müllverwertung Borsigstraße (MVB) und dem geplanten Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) wird für die Hamburger Gebührenzahler auch künftig die thermische Verwertung ihrer Abfälle zu sehr wirtschaftlichen Kosten gewährleistet. Darüber hinaus wird bei der Verbrennung in allen drei Anlagen Wärme erzeugt, die wesentlich zur klimafreundlichen Fernwärmeversorgung der Haushalte und des Gewerbes in Hamburg beiträgt.“ Mit der MVR in komplett städtischer Hand können „wir gezielter und unabhängiger den Energiepark Hafen steuern und planen, der das alte Kohlekraftwerk in Wedel klimafreundlich ersetzen wird“, so der Senator.

Die Transaktion muss noch vom  und durch das Bundeskartellamt genehmigt werden, so dass Details des Vertrages noch nicht mitgeteilt werden können, teilt Pressesprecher Andree Möller mit.

AM/rd

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