Brancheninfo aktuell 17-11/2019

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Brancheninfo aktuell 17-11/2019 150 150 Klaus Henning Glitza

Wenn ein Berg umzieht / Tipps für frostige Zeiten / Girls Hacker School bei der BSR

 

 

Auf dem Gelände der Deponie Saarburg. Baubesprechung vor Beginn der Arbeiten. Foto: A,R.T.

Ein Berg zieht um.  Zum Schutz der Umwelt in der Region wird der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) im Dezember eines der größten Projekte zum Schutz der Umwelt in der Region starten.

Bis Anfang 2022 werden das gesamte Deponiematerial der ehemaligen Hausmülldeponie Saarburg sowie jeglicher verunreinigter Boden vollständig abgetragen und in einen hochmodernen Deponieabschnitt im Entsorgungs- und Verwertungszentrum (EVZ) Mertesdorf eingebaut.

Die Sanierung der Deponie von Grund auf ist unausweichlich geworden.  Im Rahmen seiner Sicherungspflichten hat der A.R.T. festgestellt, , dass die vor etwa 60 Jahren nach dem damaligen Stand der Technik gebaute Deponie Saarburg einen Schutz des Erdreichs vor Kontamination nicht mehr garantiert. Zudem seien die Rohre, die den unter der Deponie verlaufenden Klingenbach leiten, im Laufe der Jahre eingebrochen, teilt der Zweckverband mit. .

„Im Bereich der Deponienachsorge unterliegen wir strengen gesetzlichen Vorgaben. Es muss auch mehrere Jahrzehnte nach der Schließung einer Deponie noch sichergestellt werden, dass es nicht zu Umweltbeeinträchtigungen durch das eingelagerte Material kommt“,  erklärt dazu  Dr. Max Monzel, Verbandsdirektor des A.R.T. Regelmäßig würden daher im Rahmen des Monitorings bei den Altdeponien Bohrungen durchgeführt, um den Zustand der Deponie zu beurteilen, sowie permanent das Grundwasser im Umfeld analysiert. Modernste Technik stellt die kontinuierliche Überwachung jeder einzelnen Deponie sicher.

Doch wie soll man eine Bodenabdichtung sanieren, auf der 300.000 Kubikmeter Abfall lagern? Diese Menge entspricht in etwa dem Volumen von 300 Einfamilienhäusern oder einem Gewicht von 500.000 Tonnen. Die Arbeiten wären mit extrem hohen Kosten verbunden und je nach Beschädigungsgrad könnte keine vollständige Abdichtung erreicht werden. Der A.R.T. hat deshalb nach einer Lösung gesucht, die für alle Beteiligten eine nachhaltige Behebung des Problems verspricht.

„Zurück bleibt in Saarburg nach den umfangreichen Arbeiten das ursprüngliche Tal des Klingenbachs. Erst wenn durch die entsprechenden Fachfirmen keinerlei Rückstände mehr im Boden nachgewiesen werden können, ist der Rückbau abgeschossen. Das Gelände wird dann renaturiert und das Wasser des Klingenbachs dem Lohbach zugeführt“, erklärt Monzel.

Ab Dezember sollen die LKWs an fünf Tagen in der Woche von dem alten Deponiegelände nach Mertesdorf fahren. Pro Tag ist in dieser Zeit mit zirka 50 LKW Ladungen zu rechnen.

Mehr als 30.000 Deponien gibt es nach Angaben von A.R.T.-Sprecherin Kirsten Kielholtz in Rheinland-Pfalz. Davon werden nach ihren Worten heute im Verbandsgebiet des A.R.T. nur noch fünf als Deponien oder Erdaushublager aktiv befüllt. Alle anderen Deponien seien geschlossen und befänden sich in der Nachsorge, das heißt in kontinuierlicher Überwachung durch den A.R.T. Diese Deponienachsorge sei eine verantwortungsvolle und sehr kostenintensive Aufgabe des A.R.T. Denn für jede einzelne Deponie der mehr als 20 Altdeponien allein im ehemaligen Regierungsbezirk Trier sei der A.R.T. technisch und wirtschaftlich verantwortlich.

Allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern bietet der A.R.T. die Möglichkeit, sich am 27. November um 19 Uhr im Glashaus des Brauhauses in Mannebach über die Umlagerung zu Informieren. Die beteiligten Fachfirmen werden an diesem Abend die Hintergründe und den genauen Ablauf des Projekts vorstellen und stehen für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

KK/rd

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Auch in der kalten Jahreszeit gilt: Plastik-Müllbeutel ja- aber nur den Inhalt in die Biotonne schütten und den Kunststoffbeutel im Restmüll entsorgen. Foto. GEB

„Schenken Sie Ihrer Biotonne in der kalten Jahreszeit etwas mehr Beachtung– und helfen Sie so den Werkern, die den Müll bei jedem Wetter für Sie abholen“. Diese herzliche Bitte richtet Maja Heindorf von den Göttinger Entsorgungsbetrieben (GEB) an alle Biotonnennutzer .

Damit der Bioabfall trotz Frost nicht festfriert und die Tonnen gut geleert werden können, raten die   Entsorgungsbetriebe dazu, die Bioabfälle besonders intensiv abtropfen zu lassen, so dass sie weniger nass sind. Am besten werden sie in Zeitungspapier oder Papiertüten eingehüllt, bevor sie in die Biotonne gegeben werden. Grundsätzlich gilt: Je weniger Feuchtigkeit sich in der Biotonne ansammelt, desto geringer ist die Gefahr, dass der Bioabfall festfriert und die Tonne voll stehenbleiben muss.“

Gegen  Festfrieren helfe außerdem, den Tonnenboden mit geknülltem Papier oder zerrissenem Karton auszulegen. „Friert der Inhalt doch mal fest, kann er vorsichtig mit Stock oder Spaten wieder gelockert werden“, so Maja Heindorf von den GEB. Sofern die Möglichkeit besteht, sollten die Biotonnen an geschützte Orte, beispielsweise vor die Hausmauer, in die Garage, in den Carport etc., gezogen werden. „Sorgen Sie außerdem dafür, dass der Weg zum Behälterstandplatz und der Platz selbst eis- und schneefrei gehalten werden. Aufgrund der engen Tourenplanung ist ein erneutes Anfahren von Grundstücken mit festgefrorenen Bioabfällen in den Tonnen oder nicht zugänglichen Standplätzen nicht möglich.“

MH/rd

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Karikative und soziale Berufe für Mädchen, „harte“ technische Disziplinen für Jungen- mit diesem noch recht verbreiteten Rollenverständnis will die Berliner Stadtreinigung (BSR) aufräumen.

Mithilfe eines zweitägigen Workshops für Mädchen von 11 bis 18 Jahren sollen in Kooperation mit der Hacker School Mädchen und junge Frauen  am kommenden Wochenende, 16. und 17. November, für Technik begeistert  und ihr Interesse an den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ) geweckt werden.  Das Besondere: Auch die Mütter sind nach Motto „Bring your daughter“ mit eingeladen. Denn Vorbehalte und Barrieren herrschen oft auch in den Köpfen der Mütter,

Wie wichtig der BSR dieses Thema ist, wird durch die hochrangige Besetzung der Veranstaltung deutlich.  Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, und Stephanie Otto, BSR-Vorstandsvorsitzende, werden die GIRLS Hacker School eröffnen und außerdem den Teilnehmerinnen bei den ersten Programmier-Schritten über die Schulter schauen. Auch Julia Freudenberg, Geschäftsführerin der Hacker School, und Margit Stefaniack, IT-Leiterin der BSR, werden vor Ort sein.

First Lady Elke Büdenbender findet es „ganz wichtig, Mädchen im Prozess der Digitalisierung mitzunehmen“ Die „Idee der Girls Hacker School, Mädchen und obendrein noch ihre Mütter für Informatik zu begeistern: sei „ganz großartig und unbedingt unterstützenswert!“

Die Herausforderung, Mädchen und junge Frauen für IT zu begeistern, ist nicht neu, wird aber erst seit Kurzem aktiver angegangen – nicht zuletzt durch die Erkenntnis, dass seitens der Wirtschaft ein großer Bedarf an Fachkräften insgesamt, aber insbesondere an Frauen in der IT besteht Die BSR befasst sich seit langem mit der Frage, wie man Einfluss darauf nehmen kann, dass sich Mädchen und Frauen für technische und insbesondere für IT-Berufe interessieren. Dafür engagiert sich das Unternehmen bereits in verschiedensten Formen, z.B. durch den GirlsDay, Praktikumsangebote im Rahmen von “Enter Technik” bis zur Unterstützung von “Jugend hackt”.

Die Hacker School ist ein gemeinnütziger Verein aus Hamburg. Hier teilen IT-Spezialisten (Inspirer) in ihrer Freizeit ihre Leidenschaft für die Informationstechnik und das Programmieren mit Kindern und Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren.

Weitere Informationen zur Girls Hacker School:

https://www.bsr.de/girls-hacker-school-in-berlin-gemeinsam-madchen-starken-und-mit-26928.php

TH/rd

 

 

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