Brancheninfo aktuell 17-09/2019

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Brancheninfo aktuell 17-09/2019 150 150 Klaus Henning Glitza

Interserohs „Made for Recycling“/   Müllfahrzeug erfasst Radfahrer / E-Mobil-Offensive beim AWB Köln

 

 

Nahinfrarot im Einsatz. Foto: ALBA Group

Verpackungen schützen das Packgut, aber sie spielen auch eine bedeutsame Rolle beim Umwelt- und Klimaschutz. Denn Packmittel, die sich optimal recyceln lassen, müssen weder verbrannt noch auf andere Weise entsorgt werden. Manchmal genügen bereits kleine  Anpassungen, um die Recyclingfähigkeit zu verbessern. Eine wichtige Hilfestellung bietet dazu  die wissenschaftlich fundierte Analysemethodik „Made for Recycling“, die Verpackungs- und Recyclingspezialisten von Interseroh gemeinsam mit dem bifa Umweltinstitut erarbeitet haben. Vorgestellt wird der neue Service bei der europäischen Fachmesse für Verpackungen FachPack in Nürnberg.

Wie es in einer Interseroh-Pressemitteilung heißt, können Unternehmen dank „Made for Recycling“ in nur wenigen Wochen ihre Verpackungen gezielt verbessern und so den seit September 2019 geltenden Mindeststandard für die Recyclingfähigkeit nach dem Verpackungsgesetz vollständig erfüllen. „Unter realitätsnahen Bedingungen wird dazu zunächst in Labortests analysiert, wie sich Packmittel bei der Erfassung, Sortierung und Verwertung verhalten. Mittels Nahinfrarot-Scanner, der heute zur Standardausstattung von Sortieranlagen gehört, ermittelt Interseroh, ob eine Verpackung auch in unterschiedlichen Positionen auf dem Sortierband richtig erkannt wird“, teilt das zur ALBA-Group gehörende Unternehmen mit. Die Ergebnisse würden mithilfe eines standardisierten Punktesystems bewertet. Die wissenschaftliche Methodik sei durch Experten des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV geprüft und bestätigt worden.

„Passend zum diesjährigen Leitthema der FachPack ‚Umweltgerechtes Verpacken‘ präsentieren wir ein wirksames Werkzeug, um Produktschutz und Kreislaufführung – beides zentrale Aufgaben von Verpackungen – unter einen Hut zu bringen“, sagt Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH. „Wir wollen den Fachbesuchern auf der Messe zeigen, wie sich schon einfache Veränderungen deutlich positiv auf die Recyclingfähigkeit einer Verpackung auswirken.“

Der Interseroh-Messestand (Stand 126 in Halle 9) steht nach Unternehmensangaben ganz im Zeichen der neuen *Beratungsdienstleistung „Made for Recycling“. Neben vielfältigen Informationen rund um ein recyclinggerechtes Verpackungsdesign werden tägliche Expertenvorträgen geboten.

Das Programm:

  1. September, 14 Uhr: „Wie funktioniert die Sortierung von Verpackungen aus dem Gelben Sack? Do’s und Dont’s beim recyclingfreundlichen Verpackungsdesign“.
  2. September, 11 Uhr: „Verunreinigungen bei Kunststoffverpackungen aus Recyclingsicht“.
  3. September , 11 Uhr: „Wir klären auf! Die Recyclingfähigkeit von Papieren und Papierverbunden“.

Weitere Informationen ; https://www.interseroh.de/leistungen/beratung/verpackungsoptimierung/

SJ/rd

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Lebensgefährlich verletzt wurde ein 81-jähriger Radfahrer  in Waldkraiburg (Landkreis Mühldorf, Oberbayern), als er am Donnerstag vergangener Woche von einem abbiegenden  Müllfahrzeug erfasst wurde.

Das Unfallopfer wurde mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, wo er operiert werden musste, Über seinen derzeitigen Zustand liegen keine Informationen vor.

Laut Polizeiinspektion Waldkraiburg trug sich der Verkehrsunfall folgendermaßen zu. „Der Fahrer eines Müllwagens fuhr aus dem Parkplatz eines Discountermarktes nach links in die Aussiger Straße. Zur selben Zeit befuhr ein 81-jähriger Radfahrer entlang der Aussiger Straße in Richtung Von-der-Tann-Straße. Aus noch nicht geklärten Gründen erfasste das Müllfahrzeug mit der Frontseite den Radfahrer, der stürzte“.

Zur Klärung des Unfallhergangs wurde im Auftrag der Staatsanwaltschaft Traunstein ein Gutachter an die Unfallstelle beordert.

bem

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Präsentieren neue E-Fahrzeuge: Umweltdezernent Dr. Harald Rau (links) und AWB-Aufsichtsratsvorsitzender Harald Brust. Foto: AWB Köln

E-Mobil-Offensive bei den Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB) Köln. Um einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität zu leisten, sollen verstärkt elektrisch betriebene Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Bei einem kürzlichen Termin stellten Kölns Umweltdezernent Dr. Harald Rau und Gerhard Brust (Vorsitzender des AWB-Aufsichtsrates sowie Mitglied im Rat der Stadt Köln) folgende Neuheiten vor:

  • Die Gruppenleiter der Stadtreinigung werden sukzessive mit neuen elektrischen Pkw des Modells Renault Zoe ausgestattet.
  • Es werden E-Bikes als Lastenräder und sogenannte E-Streetscooter als leichte Transporter in Grünanlagen eingesetzt, um die Hundekottütenspender an den Papierkörben nachzufüllen oder nebenliegende Abfälle zu entsorgen.
  • Einsatz eines elektrischen Pkw des Typs Renault Kangoo ein, um Verschmutzungen und Beschädigungen an den öffentlichen Toiletten zu beseitigen oder die Toilettenanlagen zu warten.

Aber nicht nur innovative Fahrzeugprojekte stehen im Fokus, sondern auch Maßnahmen bei der Bestandsflotte. So konnte durch den Einbau einer elektrischen Antriebsachse ein konventionelles Kehrichtsammelfahrzeug elektrifiziert werden. Die AWB testet den E-Vario Transporter derzeit und plant bei Bedarf weitere Fahrzeuge umzurüsten.

Um die Fahrzeugflotte weiter modern und umweltfreundlich zu entwickeln, kooperiert die AWB mit Herstellern und beteiligt sich an Forschungsprojekten zu alternativen Antrieben bei Nutzfahrzeugen insbesondere bei der Abfallbeseitigung.

Die AWB sucht nach Eigenangaben  in den einzelnen Fahrzeuggruppen nach technisch robusten und effizienten Lösungen. Diese sollen die AWB dabei unterstützen, die Aufgaben bei Stadtreinigung und Müllabfuhr in einer wachsenden Stadt auch in Zukunft zu erfüllen.

AW/rd

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