Brancheninfo aktuell 17-07/2020

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Brancheninfo aktuell 17-07/2020 150 150 Klaus Henning Glitza

Hausmüll geriet in Brand / IHK-Ausschuss teilt Intentionen hinter dem Green Deal der EU

 

Aus bislang noch ungeklärter Ursache ist am gestrigen Donnerstag gegen 19 Uhr in der Halle des Entsorgungs- und Brennstoffhandelsunternehmens Stern GmbH in Fischerdorf (Landkreis Deggendorf, Niederbayern) gelagerter Hausmüll in Brand geraten.

Der Sachschaden wird auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag geschätzt. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Polizeipräsidiums Niederbayern kam es bei dem Brand zu einer massiven Rauchentwicklung. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Anwohner sei jedoch nicht zu befürchten gewesen.

Durch den professionellen Einsatz der Wehren Fischerdorf, Natternberg, Deggendorf, Mietraching und Deggenau konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes verhindert und der Brand zeitnah gelöscht werden.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an. Die Sachbearbeitung liegt bei der Polizeiinspektion Deggendorf.

POL/khg

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„Die Unternehmen in der Region sind wichtige Partner, um die Energiewende zum Erfolg zu führen und den Klimaschutz weiter zu entwickeln“. Dies betonte der Geschäftsführer der Interseroh Dienstleistungs GmbH, Markus Müller-Drexel, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Gemeinschaftsausschusses für Umweltschutz der Industrie- und Handelskammern Bonn/Rhein-Sieg und Köln. „Unsere Unternehmen sind Pioniere bei diesen Bemühungen und als solche möchten wir der Politik helfen in Lösungen zu denken“, sagte er.

Nach Mitteilung der IHK Bonn/Rhein-Sieg hat der Gemeinschaftsausschuss in seiner  jüngsten Sitzung intensiv über die Auswirkungen des Green Deals der Europäischen Union (EU) auf viele Unternehmen in der Region diskutiert. Als Masterplan der neuen EU-Kommission solle er dazu beitragen, dass die EU bis zum Jahr 2050 treibhausgasneutral wird, die Schadstoffemissionen auf nahezu null reduziert werden und die Kreislaufwirtschaft gefördert wird. Viele der Initiativen der Kommission fielen ins kommende Jahr, weshalb Unternehmen sich mittelfristig auf eine Welle an Neuregelungen gefasst machen müssten. Es gebe aber auch schon viele regionale Unternehmen, die bereits heute an Lösungen für Klima- und Umweltprobleme arbeiteten.

Klar sei aber auch: Wird das EU-CO2-Minderungsziel für 2030 erhöht, müssten auch die nationalen Reduktionsziele und damit die deutschen Klimaschutzbemühungen nochmals angehoben werden. Für viele Unternehmen sei das angesichts der Corona-Folgen eine Herausforderung.

Dennoch teilt der Gemeinschaftsausschuss für Umweltschutz der beiden IHKs die grundsätzliche Intention hinter dem Green Deal. Die Stärkung der Kreislaufwirtschaft sei beispielsweise ein sehr wichtiger Pfeiler des Green Deals und werde durch den Ausschuss ebenfalls als Chance für die Wirtschaft in der Region bewertet – mit positiven Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Damit aus dem Green Deal jedoch auch ein Good Deal für Unternehmen wird, ist Augenmaß bei der CO2-Zielverschärfung notwendig.

Die Politik müsse den Weg für Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen frei machen, beispielsweise die Hürden bei der Eigenversorgung der Unternehmen weiter abbauen. Darüber hinaus appelliert der Ausschuss, effiziente Instrumente wie den Emissionshandel einzusetzen, anstatt durch komplexe Einzelregelungen die Ideen und den technischen Fortschritt aus der Wirtschaft abzuwürgen. Ganz wichtig für die Unternehmen vor Ort sei es, trotz der hohen Klimaschutzziele auch „Carbon Leakage“ weiterhin zu verhindern. Denn dem Klimaschutz dient es nicht, wenn durch steigende Produktionskosten in Europa effiziente Industrieanlagen schließen, um dann in Drittländern durch Anlagen mit höherem Kohlendioxidausstoß ersetzt zu werden.

Die IHK Bonn/Rhein-Sieg bietet nach Eigenangaben unterschiedliche Angebote für Unternehmen an, die sich engagieren oder informieren möchten. Das CSR-Kompetenzzentrum der IHK Bonn/Rhein-Sieg deckt als Netzwerk und Austauschplattform auch das Handlungsfeld Umwelt ab. Veranstaltungen wie die „CSR-Freitagswerkstatt“ förderten den offenen Dialog zwischen Unternehmen und weiteren Anspruchsgruppen. Zum Querschnittsthema Ressourceneffizienz hat die IHK mit Partnerorganisationen im vergangenen Jahr die Veranstaltungsreihe „Ressourcen schonen – Kosten senken“ ins Leben gerufen. Die IHK Köln lädt darüber hinaus alle Unternehmen ein, an einem neugegründeten Netzwerk zur zirkulären Wertschöpfung mitzuarbeiten. Interessierte sind aufgerufen, sich an die IHK Köln zu wenden.

IH/rd

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