Brancheninfo aktuell 17-03/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

Uranylacetat- Feuerwehr und Polizei alarmiert / Schredderanlage gerät in Brand / Standort wird geschlossen

Die Anlieferung einer kleineren Menge des schwach radioaktiven Uranylacetat hat am vergangenen Dienstag im Entsorgungs- und Verwertungszentrum (EVZ) des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier in Mertesdorf zu einem Einsatz von Polizei und Feuerwehr geführt.

Ein Anlieferer hatte am Vormittag Restchemikalien zur Entsorgung auf das Gelände des A.R.T. gebracht. Bei der standardmäßigen Eingangskontrolle stellten die Mitarbeiter fest, dass es sich bei den angelieferten Stoffen teilweise um Gefahrgut handelte. Daraufhin wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert, um eine potenzielle Gefährdung auszuschließen. Die Einsatzkräfte konnten eine akute Gefährdung durch die Chemikalie jedoch ausschließen, so dass der Betrieb des EVZ nicht wesentlich beeinträchtigt wurde. Nach einer Prüfung des Materials konnte das Gelände wieder freigegeben werden.

Nach Mitteilung von Pressesprecherin Kirsten Kielholtz ist das Entsorgungs- und Verwertungszentrum des A.R.T. in Mertesdorf die größte Annahmestelle für Abfälle aus privaten Haushalten in der Region. Auch Problemabfälle jeglicher Art werden hier in haushaltsüblichen Mengen angenommen und fachgerecht entsorgt. Hierzu gehören neben Farbresten, Lacken, Altöl, Batterien auch Chemikalien aller Art.

Die Entsorgung gefährlicher Abfälle aller Art aus gewerblichen Betrieben fällt nicht in die Zuständigkeit des A.R.T. Diese müssen durch entsprechende Fachfirmen entsorgt werden.

KK/rd

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Im Standort Gummersbach-Herreshagen  (Oberbergischer Kreis, NRW) von REMONDIS Rheinland ist es am gestrigen Mittwoch zu einem Brand gekommen.

Eine Schredderanlage hatte gegen 12 Uhr Feuer gefangen. Der Brand wurde aber von zwei Mitarbeitern noch vor Eintreffen der Feuerwehr mit Pulverlöschern bekämpft, so dass für die mit mehreren Einheiten anrückenden Wehrleute nur noch Nachlöscharbeiten zu erledigen waren.  Einer der beherzten Mitarbeiter wurde wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

khg

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Die Nehlsen GmbH & Co. KG wird ihren Standort in Ganderkesee-Bookholzberg (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen, nahe Bremen) zum Jahresende schließen.

Wie Geschäftsführer Frank Kuhna gegenüber der Nordwest-Zeitung (NWZ) erklärte, könne der im Gewerbegebiet „An der Bahn“ gelegene Standort ohne weitere Genehmigungen nicht wirtschaftlich betrieben werden. In der Vergangenheit sei etwa der Umschlag von Gewerbeabfällen und Baumischabfall abgelehnt oder mit hohen Auflagen versehen worden.  So blieben die Annahmemöglichkeiten vor allen auf Altholz beschränkt. Der in Bookholzberg beschäftigte Mitarbeiter wird ab 2020 in der Betriebsstätte Delmenhorst eingesetzt, wie Betriebsleiterin Christin de Groot auf EM-Anfrage ergänzend mitteilte. Die zusätzliche Arbeitskraft könne man in dem Standort, in den gerade erst rund zwei Millionen Euro investiert worden seien, sehr gut gebrauchen- Die Berufskraftfahrer seien ohnehin schon seit längerem von Delmenhorst aus eingesetzt worden.

Die Aufgabe des Standorts Bookholzberg ist nicht mit Auflagen verbunden, da keine gefährlichen Abfälle verarbeitet wurden.

rd/khg

 

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