Brancheninfo aktuell 16-11/2018

Brancheninfo aktuell 16-11/2018

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Altöl im gelben Säcken / Kreativität in Leipzig/ Leuchtturmprojekt in Hannover/ Köln: Mehr Dreck- höhere Kosten / Die Stadtwerke-Allianz 

So  genannte Fehlwürfe in gelbe Säcke sind betrüblicherweise keine Seltenheit. Bei einem Fall in Bad Salzdetfurth (Landkreis Hildesheim) kann von einem Fehlwurf aber nicht die Rede sein. Vielmehr handelte es sich um eine bewussten UmweltstraftatWie die Polizei Hildesheim mitteilt, wurde am vergangenen Dienstag Altöl in zwei gelben Säcken Uhr von einer Fußgängerbrücke in den Fluss Lamme geworfen. Ein Sack war dabei in den anderen eingepackt.  Glück im Unglück: Durch ihr Gewicht blieben die unverschlossenen Säcke an der Einwurfstelle Stelle im Flussbett liegen. Die von einem  Bürger informierte Feuerwehr barg den Sack aus dem Fluss,   bevor größere Mengen des Altöls entweichen konnten, heißt es in der Polizeimeldung.
khg

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Kreativ wiederverwerten statt phantasielos entsorgen. Unter diesem Motto steht ein Kreativ-Workshop, zu dem der Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig und die Verbraucherzentrale Sachsen einladen. Im Beratungszentrum der Verbraucherzentrale, Katharinenstraße 17, können am 20. November von 15 bis 18 Uhr aus Restmaterialien Accessoires und Schmuckstücke gestaltet werden. Ziel der Organisatoren ist es.  im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung auf die Themen Abfallvermeidung, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit sensibilisieren.

„Im Alltag ausgediente Gegenstände wie zum Beispiel Fahrradschläuche, Kronkorken, Spielsteine oder Knöpfe sammeln sich schnell an“, führt dazu der Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig aus. „Statt diese zu entsorgen, können durch Experimentieren ganz persönliche und einzigartige Schmuckstücke entstehen.“

Die praktische Anleitung gibt es vor Ort von Kunzstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. Der Workshop ist für die Teilnehmer kostenlos.  Um vorherige Anmeldung unter 0341 2610450 wird gebeten.

bem

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Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz- das passt nicht zusammen?  Stimmt nicht, denn die künftige Büro- und Sozialgebäude der Straßenreinigung der Abfallwirtschaft Region Hannover beweist das genaue Gegenteil.  Das „Leuchtturmprojekt für den Klimaschutz in der Stadt Hannover“, so Finanz- und Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe, beim kürzlich gefeierten Richtfest, ist ein wahres Energiesparwunder.

Das energetische Vorzeigeprojekt im Passivhausstil, für das aha über 20 Millionen Euro in die Hand nimmt, benötigt im Vergleich zu Standardbürogebäuden bis zu 70 Prozent weniger Energie. Möglich wird das nach aha-Angaben durch eine thermisch stark gedämmte Gebäudehülle, dreifach verglaste Fenster, eine wärmebrückenarme Konstruktion und die hohe Luftdichtheit des Gebäudes. Sogar das Duschwasser wird zur Wärmerückgewinnung genutzt. Dadurch bleiben erhebliche Mengen des klimaschädlichen CO2 der Umwelt erspart.

Außerdem wird Geothermie (20 Erdwärmesonden, die 100 Meter in die Tiefe reichen) zur Energieautonomie der Betriebsstätte genutzt. Diese Technologie deckt 100 Prozent des Kälte- und 70 Prozent des Wärmebedarfs der Gebäude ab. Auf den Dächern des Sozialgebäudes und der Abstellhalle wird zudem eine Photovoltaik-Anlage mit 170 KW peak installiert. Damit sollen etwa 125 MWh/a Strom erzeugt werden. Mit dem selbst erzeugten Strom, etwa 125 MWh/a, werden an elf Ladesäulen Elektrokehrmaschinen und E-Autos geladen, Und auch die akkubetriebenen Laubpuster werden so versorgt. Überflüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Sogar an die umweltfreundliche Reinigung der Fahrzeugflotte hat aha gedacht: 3.000 Kubikmeter Regenwasser werden von den Dachflächen aufgefangen und stehen den zehn Hochdruckreinigern zur Fahrzeugreinigung zur Verfügung.

„Als kommunales Unternehmen ist sich aha seiner besonderen Verantwortung bewusst und achtet auf höchstmöglichen Umweltschutz“, sagt aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz. „Der Neubau der innenstadtnahen Betriebsstätte wird zu einer noch effektiveren Reinigung der City und der angrenzenden Stadtteile führen“, ergänzt Mathias Quast, Leiter der aha-Stadtreinigung. Gemeinsam mit der Kampagne „Hannover sauber!“ sei der Neubau ein weiteres Beispiel für die Verantwortung, die aha als moderner, kommunaler Dienstleister übernimmt.“

Das neue Gebäude auf dem Areal des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs wird nach etwa zwei Jahren Bauzeit fertig gestellt sein. 150 Kolleginnen und Kollegen bekommen „auf 13.525 Quadratmetern einen attraktiven und innenstadtnahen Arbeitsplatz“, teilt aha mit.

khg

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„Mehr Dreck auf den Straßen und Wegen“- das ist einer der Gründe für die Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren in der Domstadt Köln um durchschnittlich 3,46 Prozent. Offenbar achten Einwohner und Touristen trotz eindringlicher Appelle weniger auf die (Sauberkeit der Stadt.  Nach Mitteilung der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) steigen auch Müllgebühren um durchschnittlich 1,86 Prozent.

khg

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Eine Unternehmensallianz der drei schleswig-holsteinischen Stadtwerke Schleswig, Rendsburg und Eckernförde wirft ihre Schatten voraus. Wie die Schleswiger Nachrichten berichten, haben  sich die Mitglieder der Aufsichtsräte der drei kommunalen Unternehmen und die Spitzen der Kommunalpolitik bei einer gemeinsamen Klausurtagung darauf verständigt,  die laufenden Kooperationsgespräche im kommenden Jahr abschließen. Ziel der Allianz seien Synergieeffekte und Kosteneinsparungen. Die Gründung der Kooperationsgesellschaft soll bis zum 1. Januar 2020 erfolgen, so die Schleswiger Nachrichten.

bem

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