Brancheninfo aktuell 15-06/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

Norwegens erste PET-Recyclinganlage für Pfandflaschen ging heute in Betrieb

 

Norway meets Germany: Norwegens erste PET-Recyclinganlage für Pfandflaschen mit einer Kapazität von bis zu 25.000 Tonnen pro Jahr wurde am heutigen Morgen eröffnet. Betrieben wird die neue Anlage in Fetsund, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Oslo, von der Veolia PET Deutschland GmbH.

Für das Unternehmen ist dies neben dem Betrieb von Anlagen in Rostock, Frauenfeld (Schweiz) und Norrköping (Schweden) die vierte Recyclinganlage, die lebensmitteltaugliche PET-Pellets herstellt. Fortan wird dort über 80 Prozent des gesamten Pfand-Einwegflaschenaufkommens des Landes stofflich verwertet.

Außenansicht der neuen PET-Recyclinganlage in Fetsund, nordöstlich von Oslo. Foto: Veolia Deutschland

Eröffnet wurde die Anlage durch Finanzministers Jan Tore Sanner. “Die Anlage zeigt, dass wir an der Spitze der Welt stehen, und ich freue mich auf weitere Schritte in Richtung Kreislaufwirtschaft”, lobte er, Im Mai 1999 war es ebenfalls Minister Sanner, der das norwegische Pfandsystem mit der ersten Rückgabe einer Getränkeverpackung am Automaten in Betrieb nahm. Heute werden 92 Prozent der verkauften 585 Millionen (2020) PET-Getränkeflaschen gesammelt. Bisher wurden jährlich etwa 22.000 Tonnen Pfandflaschen von Norwegen nach Deutschland, Schweden und in die Niederlande exportiert, um dort recycelt zu werden.

Der Veolia-Partner Infinitum, Betreiber des norwegischen Pfand-Einwegsystems, sortiert am Standort Fetsund die Flaschen vor. Durch den Bau der Anlage von März 2019 bis Mai 2021 am gleichen Standort wurden die Logistikwege drastisch verkürzt. Dies und der künftig gesteigerte Einsatz von Rezyklat bei der Herstellung neuer Flaschen trägt nach Veolia-Angaben zur Reduktion von klimaschädlichen Kohlendioxidemissionen bei und unterstützt die Kreislaufführung des Kunststoffes PET.

“Fetsund ist unsere vierte PET-Recyclinganlage dieser Art in Europa“, erläutert Matthias Harms, CEO von Veolia Deutschland, Das Unternehmen sei seit dem Jahr 2000 in diesem Bereich aktiv, um in den Anlagen in Schweden, Deutschland und in der Schweiz gemeinsam mit der Industrie und den zuständigen Behörden die Kunststoffkreisläufe zu schließen. „Daher sind wir zuversichtlich, dass mit der Unterstützung unseres Partners Infinitum und anderen Beteiligten die neue Recyclinganlage einen erfolgreichen PET-Materialkreislauf in Norwegen aufbauen wird”, so Harms. Veolia arbeite seit mehr als zehn Jahren mit Infinitum zusammen und die neue Recyclinganlage markiere den Start einer neuen Phase dieser Partnerschaft. “Wir sind stolz, Teil der gemeinsamen Initiative zum Ausbau der Kreislaufwirtschaft und damit zum konsequenten Ressourcenschutz zu sein”, betont der CEO.
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Die Pandemie-Beschränkungen hatten zu Verzögerungen bei der ursprünglich für Ende des letzten Jahres angekündigten Fertigstellung der Anlage geführt.

Bei der Veolia Gruppe sind in den Bereichen Wasser-, Abfall- und Energiemanagement weltweit 179 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Der konsolidierte Jahresumsatz von Veolia Environnement betrug 2020 26,01 Milliarden Euro. In Deutschland arbeiten bei Veolia und ihren Beteiligungsgesellschaften rund 10.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an etwa 250 Standorten.

VE/rd

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