Brancheninfo aktuell 14-10/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

Hoher Nachfrage nach Altholz steht eine knappe Versorgung gegenüber

 

Nachdem die Branche zum Ende des letzten Lockdowns sogar leicht erhöhte Abfallmengen verzeichnete, habe sich  die Lage am Altholzmarkt nun wieder gedreht. Dies konstatierte der im Rahmen der bvse-Jahrestagung am 1. Oktober wiedergewählte Vorsitzende des bvse-Fachverbandes Ersatzbrennstoffe, Altholz und biogene Abfälle Wolfgang Fritsch.

„Aktuell registrieren wir, dass es an Material für die Aufbereitungsanlagen fehlt“, erklärte Fritsch weiter Einer hohen Nachfrage in der stofflichen und auch in der energetischen Verwertung stehe eine knappe Versorgung mit Altholz gegenüber.  Besonders knapp ist die Versorgungslage im Süden. Hier berichten Unternehmen dem bvse, dass weiterhin lediglich grob vorzerkleinertes Altholz ins nahe liegende Ausland exportiert wird und somit für eine hiesige Verwertung fehlt.

Eine unerwartet zu beobachtende Tendenz könnte laut bvse den Kampf ums knappe Altholz zusätzlich verschärfen. Entgegen aller Erwartungen gebe es Meldungen, dass zurzeit wieder neue Heizkraftwerke in Planung sind, obwohl weiterhin Unsicherheit darüber besteht, ob die EU-Kommission einer Verlängerung der EEG-Förderung final zustimmt.

Auch die aktuellen Entwicklungen auf dem Frischholzmarkt könnte sich nach bvse-Einschätzung indirekt auf die Branche auswirken: „Der anhaltend eklatante Rohstoffmangel, der die Baukonjunktur seit einiger Zeit ausbremst, könnte dazu führen, dass im nächsten halben Jahr auch aus diesem Sektor weniger Holz in die Aufbereitungsanlagen fließt“, macht Fritsch deutlich.

Das waldreiche Deutschland sei zum weltweiten Einkaufsparadies geworden und die Exportquote enorm angestiegen. Der heimische Markt habe das Nachsehen. „Zusätzlich belastend zur derzeitigen Situation droht eine Verteuerung der Energie mit entsprechenden Auswirkungen auf die Aufbereitungskosten der Branche“, betont Fritsch.

Bv/rd

 

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