Brancheninfo aktuell 13-12/2020

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Brancheninfo aktuell 13-12/2020 150 150 Klaus Henning Glitza

 

REMONDIS-Tochter TSR kauft sich bei Rhein Main Rohstoffe (RMR) ein

 

Das REMONDIS-Tochterunternehmen TSR Recycling GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Lünen kauft sich bei der Frankfurter Rhein Main Rohstoffe GmbH (RMR) ein.

Wie aus  einer Mitteilung hervorgeht, wird TSR künftig mit der üblichen „Minderheitsbeteilung“ von 49 Prozent in das Unternehmen einsteigen. Im Gegenzug sollen fünf bisherige TSR-Standorte, vermutlich in den Räumen Raum Siegen, Haiger, Dillenburg sowie in Koblenz am RMR übergehen. Derzeit hat RMR insgesamt  fünf Standorte, drei eigene  und zwei , die von Tochtergesellschaften geführt werden.  Der unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung stehende  faktische  Zusammenschluss der Unternehmen soll im 1. Quartal des nächsten Jahres realisiert werden.

RMR bringt zwei Tochter- beziehungsweise Beteiligungsunternehmen ein. Es handelt sich um die die hessischen Firmen  RHH Rohstoffhandel Haiger GmbH mit Sitz in Haigar (90 Prozent) und die Schrott-Hartmann GmbH mit Sitz in Bischofsheim (100 Prozent).

Derzeitige Gesellschafter der RMR  sind die RMR Beteiligungs GmbH, Heidelberg, und die BOWA Beteiligungs GmbH, Berlin mit jeweils 45 Prozent. Minderheitsanteile halten mit 7,5 und 2,5 Prozent  Yvonne Ott und  Dirk Israel-Becker, Berlin und Schöneck. Hinter der RMR Beteiligungs GmbH steht formal der Heidelberger Rechtsanwalt  Karl Benedikt Biesinger. Gesellschafter der BOWA Beteiligungs GmbH sind mit jeweils 50 Prozent der RMR-Gründungsgeschäftsführer Bernd Ott und Hans-Joachim Wagner. Die BOWA hält auch 50 Prozent der Anteile an der Knettenbrech & Wagner Metallhandel GmbH. Rödelsee (Landkreis Kitzingen, Unterfranken).

Die RMR wurde Anfang August 2014 im Frankfurter Westhafen gegründet. Das erste Geschäftsjahr gab wenig Anlass zur Hoffnung. Es  kam es zu einem wirtschaftlichen Desaster, das  das Unternehmen an seine Grenzen brachte, Dies habe es erschwert,  „ruhig zu bleiben und die richtigen Entscheidungen zu treffen“, blickt Gründungsgeschäftsführer Bernd Ott auf die Frühzeit von RMR  zurück. „ Die Strategie zur klaren Kundenorientierung und dem weiteren Ausbau der Aktivitäten war intern nicht unumstritten, da durch weitere Investitionen auch das Kostenniveau deutlich angehoben wurde. Wir haben aber immer daran geglaubt, dass unser händlerisches Potential und unsere Kundenorientierung der Schlüssel sind für ein nachhaltiges Wachstum und partnerschaftliche Beziehungen mit Lieferanten und Kunden“, so sein Statement auf der Unternehmens-Webseite. „Aller Anfang ist schwer, auch das mussten wir schmerzhaft lernen“, fügt er hinzu.

Bereits im zweiten Geschäftsjahr änderte sich die Situation deutlich. „Die Hartnäckigkeit in unserer Marktbearbeitung hat sich ausgezahlt und der wirtschaftliche Erfolg ist eingetreten. Als neuer Marktteilnehmer konnten wir mit einem sehr guten Leistungsangebot und gleichzeitig zumindest wettbewerbsfähigen Preisen das Wachstum forcieren, bilanziert Moritz Jung, Geschäftsführer RMR.

Heute steht das Unternehmen wirtschaftlich gut da und ist im internationalen Rating mit der Bestnote A bewertet. 2018 wurde  ein Umsatz von  über 130 Millionen Euro erzielt. Die Rhein Main Rohstoffe GmbH gehört zu den Wachstumschampions 2020 und wird im TOP-500-Ranking von Focus Business geführt.

khg

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