Brancheninfo aktuell 13-05/2019

Brancheninfo aktuell 13-05/2019

150 150 Klaus Henning Glitza

“Privater” Müll / Kundenzentrum / Explosive Hinterlassenschaft / Die Blumen-Offensive von Leipzig

 

Müll in der Umwelt ist ein ständiges Ärgernis. Aber auch auf Privatgrundstücken können sich illegale Müllhaufen auftürmen. Gegen letztere wollen die Bremer Stadtreinigung (BSR) und der städtische Ordnungsdienst jetzt konsequent  vorgehen, wie buten un binnen (regionales Fernsehformat) meldet.

„Mal abgesehen davon, dass solche illegalen Müllablagerungen optisch ein Ärgernis für alle darstellen, gehen von ihnen üble Gerüche aus, ziehen sie Ungeziefer an und führen dazu, dass auch andere Personen ihren Müll liegen und fallen lassen, wo es ihnen gerade gefällt“, zitiert buten un binnen“ den bremischen Innensenator Ulrich Mäurer (SPD).

Ab sofort gelten klare Verfahrensabläufe: Wer sich durch aufgetürmte Abfälle gestört fühlt, kann dies bei der Stadtreinigung melden. Ordnungsdienst oder Stadtreinigung treten dann sofort in Aktion und suchen zunächst das Gespräch mit dem Müllsünder. Räumt dieser den Unrat weg, passiert nichts. Wird aber die Aufforderung zum Wegräumen ignoriert, rücken BSR oder Ordnungsamt nochmals an. Der Müll wird dann auf behördliche Anordnung entsorgt. Kostenpflichtig, wie sich versteht.

Anders sieht es aus, wenn Müll, der für Mensch, Tier und Umwelt gefährlich ist, auf Grundstücken gelagert wird. Solche Ablagerungen werden sofort entfernt und zudem  Strafverfahren gegen die Müllsünder eingeleitet „Jeder Einsatz werde dokumentiert und archiviert, so dass notorische Umweltsünder schnell erkannt werden könnten“, berichtet buten un binnen.

khg

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Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) eröffnet am Montag, 20. Mai, in der Innenstadt Hannovers ein neues Kundenzentrum. Im ersten Stock des ÜSTRA Kundenzentrums am Platz der Weltausstellung wird aha zusätzlich zum bereits bestehenden Serviceangebot umfassende Serviceleistungen und Informationen anbieten. Fünf Mitarbeiter werden rund um alle Fragen der Müllentsorgung beraten. Der Servicepoint wird voraussichtlich von Montag bis Freitag von 9.30 Uhr bis 20 Uhr sowie am Sonnabend von 9.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet sein.

bem

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Gut, dass es Schadstoffmobile gibt. Das dürfte sich auch ein 46-jähriger Mann aus Gifhorn (Niedersachsen) gedacht haben, der von seinem verstorbenen Vater, einem Werkstoffkundler, zirka 100 Kilogramm Chemikalien erbte.

Mangels eigener Verwendungsmöglichkeiten orderte er das Schadstoffmobil von REMONDIS. Es wurde auch fast alles mitgenommen, bis auf rund 200 Gramm Pikrin, das in trockener Form vorlag.  Pikrin ist reibungs- und stoßempfindlich und kann bei festeren Berührungen explodieren. Und das nicht nur im Knallkörper-Stil. Pikrin war in beiden Weltkriegen Inhalt von Granaten. Darum sagten die REMONDIS-Mitarbeiter aus triftigen Grund: Nein danke. Statt ihrer rückte das Landeskriminalamt Niedersachsen mit seiner erfahrenen Delaborierertruppe an. Innerhalb von Minuten verflüssigten die Experten aus Hannover das Pikrin und machten es dadurch unschädlich. Jetzt kann das Pikrin fachgerecht entsorgt werden. Ein Happy End, das auch anderes hätte verlaufen können.

nic

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Sommerblumen-Offensive in Leipzig. Seit dem vergangenen Dienstag werden schrittweise insgesamt 58.000 Pflanzen in 53 Arten und Sorten in speziell vorbereitete Beete der öffentlichen Grünanlagen gepflanzt. Zuständig dafür sind die Gärtner des Eigenbetriebs Stadtreinigung Leipzig, die auch auf diesem Wege für ein ansprechendes Stadtbild sorgen.

Neben Begonie, Tagetes und Pelargonie sind nach Angaben der Stadtreinigung auch Greiskraut und Leberbalsam in größeren Stückzahlen vertreten. Allein im Dahliengarten des Clara-Zetkin-Parks sollen insgesamt 21.750 Pflanzen in den Boden kommen. Und außerdem  907 Dahlienknollen in 30 Sorten, die traditionell zu den optischen Highlights der Anlage zählen. Die bunte Pracht soll bis weit in den Herbst hinein Passanten und Parkbesucher erfreuen. Weitere 6.685 Blumen werden durch die Mitarbeiter der Bauhöfe in Wiederitzsch/Lindenthal, Liebertwolkwitz/Holzhausen, Engelsdorf/Mölkau und Böhlitz-Ehrenberg in den Boden gebracht. In den städtischen Friedhöfen kommen zudem noch 5.025 Pflanzen in die Beete und Pflanzgefäße hinzu.

EB/rd

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