Brancheninfo aktuell 11-07/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

Bei ReFood trat Flüssigkeit aus / München: Elektroschrott brannte / Köln: Grill-Scouts im Einsatz

 

Beim Recyclingunternehmen ReFood in Marl-Frentrop (Kreis Recklinghausen, NRW) sind bei der turnusgemäßen Revision eines Fermenters rund 90 Kubikmeter Gärflüssigkeit, das entspricht 14 Lkw-Ladungen, ausgetreten und in den Rennbach gelangt.

Dieser Vorfall, der sich bereits am Freitagnachmittag zugetragen, wurde örtlichen Medien, darunter der Marler Zeitung, erst vor kurzem bekannt. Erst nachdem besorgte Anwohner wissen wollten, weshalb es einen Großeinsatz der Feuerwehr gegeben habe, wurden augenscheinlich die Hintergründe öffentlich erhellt.

Bei der ausgetretenen Flüssigkeit habe es sich um Dünger für die Landwirtschaft gehandelt, der bei der Gärung von Lebensmittelresten aus der Gastronomie entsteht, zitiert die Marler Zeitung Saria-Sprecher Marcel Derichs. Die beim Kreis Recklinghausen angesiedelte Untere Wasserbehörde hat inzwischen Entwarnung gegeben und den Rennbach als sauber erklärt. Trotzdem wurden in das Gewässer zwei Speeren eingebaut.

Die Flüssigkeit ist durch eine Art vergrößerte Wartungsklappe, das so genannte Mannloch, ausgetreten. Wie zu hören war, soll ein Schieber nicht funktioniert haben. Erst nach 15 bis 20 Minuten sei es gelungen, das Mannloch zu verschließen.

Nach einem Bericht der Marler Zeitung herrscht bei den Marler Ratsfraktionen von SPD, CDU und WIR Verunsicherung. Für die nächste Ratssitzung an diesem Donnerstag wurden deshalb Anfragen gestellt. „Ständig neue Probleme bei Saria“, zitiert die Marler Zeitung Fritz Dechert (WIR).

ReFood gehört zur SARIA-Gruppe und diese wiederum -ebenso wie REMONDIS- zum RETHMANN-Konzern.

khg

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Beim Brand in der Recyclinganlage der Alfa Recycling in München-Auburg (EM berichtete gestern) hat unsortierter Elektroschrott Feuer gefangen.

Für den mehrere Stadtgebiete betreffenden beißenden Geruch sei der hohe Gummianteil in den Waschmaschinen verantwortlich, erklärte Geschäftsführer Karl-David Schlehenkamp gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

nic/rd

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Auf Kölner Grünflächen gehören die Grill-Scouts der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) mittlerweile zum gewohnten Bild. Bei Temperaturen ab 20 Grad und überwiegend sonnigem Wetter beraten sie nach dem Motto „Einfach Sauber Chillen“ Parkbesucher „hilfsbereit und auf Augenhöhe zum Thema Picknick- und Grillabfälle und weisen auf die Entsorgungsangebote der AWB hin“, wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt.  Außerdem verteilen die Scouts nach Bedarf „After-Grill-Büggel“ für Picknickabfälle.

Mit der seit 2011 laufenden Aktion „Einfach Sauber Chillen“ wendet sich die AWB speziell an die jüngere Generation, die an sommerlichen Wochenenden primär in den Parks präsent ist. „Zielsetzung ist es noch stärker den Mitmachgedanken in den Vordergrund zu stellen, denn die Unterstützung der Besucher ist notwendig, um die Parks- und Grünanlagen sauber zu halten“, so AWB.

In folgenden Grünanlagen sind die Scouts an Samstagen, Sonn- und Feiertagen in der Regel von 14 bis 20 Uhr anzutreffen:

  • Aachener Weiher
  • Volksgarten
  • Vorgebirgspark
  • Rodenkirchener Riviera
  • Beethovenpark
  • Decksteiner Weiher
  • Olof-Palme-Park
  • Poller Wiesen
  • Zündorfer Groov

Weitere Informationen: www.grillscouts.awbkoeln.de.

nic

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