Brancheninfo aktuell 09-07/2019

Brancheninfo aktuell 09-07/2019

150 150 Klaus Henning Glitza

Besuch nicht nachhaltig? / Großer Erfolg der Müllmelde-App / Ein Fahrzeug, das auch spült / Brand in Schönebeck- Halle stand in Flammen

Nach EM-Informationen soll der Besuch von REMONDIS-Topmanager Max-Arnold Köttgen und einem auf Wettbewerbsrecht spezialisierten Anwalt beim Präsidenten des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, bei den deutschen Wettbewerbswächtern keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben.

Wie aus informierten Kreisen verlautete, hätte das Duo den Chef der deutschen Wettbewerbsbehörde geradezu beschworen. Dabei hätten sich Köttgen und der Jurist indirekt über die starre Haltung der zuständigen Vierten Beschlussabteilung beschwert und darauf verwiesen, dass das Oberlandesgericht Düsseldorf die Sach- und Rechtslage sicherlich anders sehen werde.

Ob neue Zugeständnisse unterbereitet wurden, wurde nicht bekannt. Insider halten es aber für eher unwahrscheinlich, dass REMONDIS die Liste der freiwilligen Auflagen noch wesentlich erweitert hat. Die bisherigen Zugeständnisse werden offenbar unternehmensintern als Maximum des Machbaren angesehen.

Mit dem Kartellrecht Vertraute sehen die Marktmacht, die ein Doppelpack REMONDIS-DSD entfalten würde, als so massiv an, dass Zugeständnisse, selbst in erweiterter Form, „lediglich kosmetische Wirkung“ hätten.

khg

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Gruppenbild mit Dame: Am 28.Juni hatten Dr. Axel von der Ohe, Finanz- und Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt Hannover, Denise Hain, ÜSTRA-Vorstand Betrieb und Personal und Thomas Schwarz, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) sowie Mathias Quast, Leiter der Stadtreinigung, die Müllmelde-App im Neuen Rathaus (Hintergrund)  vorgestellt. Foto: aha

Ein großer Erfolg ist die erst kürzlich, am 28. Juni, vorgestellte Müllmelde-App der „Hannover sauber!“-Kampagne. Obwohl sie zunächst nur für Smartphones mit Android-Betriebssystem zu haben war, wurde sie bereits mehr als 500-mal heruntergeladen. Und sie wird eifrig genutzt: Im Schnitt gehen per App täglich bis zu 150 Meldungen ein- mit deutlich steigender Tendenz.

Mit der neuen App kann jeder, der ein Smartphone hat, schnell und leicht wilde Müllstellen melden: Einfach eine Kategorie wählen, Standort freigeben, Foto hochladen und abschicken. Wer wissen möchte, wie schnell ein wilder Müllhaufen abgeräumt werden kann, hinterlässt einfach seine E-Mail-Adresse und bekommt so zeitnah eine Rückmeldung.

Jetzt ist die App auch für iPhones im App Store zu haben. Der Download ist ganz einfach, wie der Zweckverband Region Hannover dazu mitteilt. „Einfach ‚Müllmelde App‘ in die Suchmaske des App Stores eingeben und schon kann die kostenlose App heruntergeladen werden.“

Auch auf der Kampagnenseite unter www.hannover-sauber.de gibt es einen Link zum Download.

„Hannover sauber!“, die gemeinsame Initiative der Landeshauptstadt Hannover und aha, hat zusammen mit starken Partnern das Ziel, die Sauberkeit und damit auch Lebensqualität in Hannover zu verbessern. Mehr Informationen gibt es unter:www.hannover-sauber.de

HH/rd

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Es leert die Container für Biogut nicht nur, es macht sie auch gründlich sauber: das neue Kombifahrzeug des Zweckverbandes. Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.).

Neu im Fuhrpark der A.R.T.: ein Entsorgungsfahrzeug, das auch spülen kann. Foto: A.R.T.

Das Spezialfahrzeug verfügt über eine Anlage zur Hochdruckreinigung der Container nach der Leerung. Die Sammelcontainer sind für Entsorgung der Biotüten mit Bioabfällen bestimmt.

„Auch wenn wir die Container für Biogut im Sommer wöchentlich leeren, ließen sich bei hohen Temperaturen Madenbildung und ein strenger Geruch bisher nur schwer vermeiden“, schildert Kirsten Kielholtz, Pressesprecherin des A.R.T., die bisherige Situation. Mit dem neuen Fahrzeug werde sich dies ab sofort deutlich verbessern.

Ökologisch bedeutsam: Das dabei ablaufende Wasser wird am Fahrzeug aufgefangen, so dass vor Ort keine Rückstände bleiben.

Damit künftig noch mehr Menschen das System Biotüte nutzen können, möchte der A.R.T. in weiteren Gemeinden Sammelcontainer aufstellen. „Hierfür benötigen wir die Genehmigung der zuständigen Gemeinde“, erklärt Kirsten Kielholtz. Sie bittet die Bürgerinnen und Bürger, die zuständigen Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher persönlich auf den Bedarf aufmerksam zu machen, so dass die benötigte Genehmigung schnellstmöglich erteilt werden kann.

Informationen zum System Biotüte: www.art-trier.de/biotuete

KK/rd

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In Schönebeck an der Elbe  (Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt) ist am Freitag in der Lagerhalle des dortigen Wertstoffhofs ein Großbrand ausgebrochen.  In dem nach einer Seite hin offenen, rund 1.000 Quadratmeter großen Gebäude des Kreiswirtschaftsbetriebes waren nach einer Meldung der Volksstimme Haus-, Sperr- und Papiermüll gelagert. In Spitzenzeiten kämpften  bis zu 140 Feuerwehrleute gegen die Flammen an. Verletzt wurde offenbar niemand. Die Brandursache ist bislang unbekannt.

Wir hatten wirklich Glück: Unser Betrieb hat Schiebebagger vor Ort und die Feuerwehr in ihren Reihen Kameraden, die die Befähigung haben, die Technik zu bedienen. Unter Vollschutz haben sie sich dann mit den Fahrzeugen in die Halle gewagt und haben nach und nach den Müll nach draußen geschoben. Dort konnte er abgelöscht werden“, zitiert die Volksstimme den Leiter des Kreiswirtschaftsbetriebes, Ralf Felgenträger.

Im Einsatz waren neben der Stadtwehr Schönebeck die Berufsfeuerwehr Magdeburg sowie die Freiwilligen Wehren aus Glinde, Pömmelte, Kleinmühlingen-Zens, Eggersdorf und Biere. Außerdem eilten Mitarbeiter des Kreiswirtschaftsbetriebes herbei, um zu helfen.

Zur Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor.

khg

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