Brancheninfo aktuell 09-01/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

Zirka 150 Liter Diesel ausgelaufen / Probleme durch Wintereinbruch / Das Ende einer berüchtigten  “Dreckecke”?

 

Erhebliche Folgen hatte die Havarie eines Müllfahrzeuges in Gifhorn (Niedersachsen).

Im Wendehammer der Helgoländer Straße wurde an der Steinumrandung einer Mittelinsel der Tank aufgeschrammt. Der Dieselkraftstoff lief dabei komplett aus. 50 Liter konnte die alarmierte Feuerwehr aufnehmen, doch geschätzte weitere 100 Liter waren augenscheinlich bereits in einen Regenwassereinlauf geflossen.

Die Wehrleute handelten schnell. Der Gefahrgutzug brachte eine Ölsperre in Form einer so genannten Blase ein, die in Höhe des Regenrückhaltebeckens den weiteren Abfluss des Dieselöls in den Allerkanal verhindern sollte.  Insgesamt waren 15 Kräfte mit fünf Fahrzeugen im Einsatz.  Auch Mitarbeiter des Landkreis- Umweltamtes und des Abwasser- und Straßenreinigungsbetriebs der Stadt Gifhorn waren vor Ort. Die Firma REMONDIS setzte als Halter des havarierten Müllfahrzeuges setzte ein Spezialfahrzeug ein, um den Kanal zwischen Ereignisort und der Abdichtung durch die „Blase“ zu reinigen.

khg

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Wegen des unerwartet starken Wintereinbruchs kommt es vielen Bereichen zu großen Problemen mit der Abfallentsorgung.

Ein Beispiel ist der Landkreis Mühldorf am Inn (Regierungsbezirk Oberbayern). Eine geregelte Müllabfuhr ist in diesem Bereich derzeit nicht möglich, wie die dortige kommunale Abfallwirtschaft mitteilte. Schwierigkeiten gibt es unter anderem in engen Straßen, da diese durch aufgeschobene Schneemassen noch mehr verschmälert werden. Auch abgelegene Höfe können zurzeit nicht bedient werden.

Die Abfallwirtschaft empfiehlt, die Müllbehälter am Straßenrand stehen zu lassen. Die Leerung werde so schnell wie möglich, in der Regel binnen fünf Werktagen, nachgeholt. Aufgrund der besonderen Situation führen die Müllwerker derzeit am Limit.

bem

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Aus dem andauernden Missbrauch eines mittlerweile als „Dreckecke“ berüchtigten Containerstandortes zieht die Stadt Arnstadt (Ilm-Kreis, Thüringen)  die Konsequenzen.

Eine gelbe Tonne, die bislang an der Krappgartenstraße neben einer Schule steht, wird entfernt und durch einen zusätzlichen Behälter für Papier oder Glas ersetzt

Nach Angaben von Marion Lüttich von der Stadtverwaltung Arnstadt waren an diesem Standort „fast täglich diverse Abfallaufkommen wie Sperrmüll, Elektroschrott, Lebensmittelreste, Hausmüll und sonstiges zu finden.“ Der Versuch, die bisher vorhandene Lücke zwischen Altkleidercontainer und Glascontainer durch Anbindung der Gelben Tonne auf gleicher Front zu schließen, habe „leider nicht den gewünschten Effekt“, gebracht.  Abfälle würden einfach weiterhin vor der Gelben Tonne abgelagert. Mitunter werde auch der Gehweg zugestellt, die Gelben Tonnen werden verschoben und die Flächen hinter den Glas- und Papiercontainern mit Abfall zugestellt.

Laut Thüringer Allgemeine haben die Behörden dafür kein Verständnis.  Gelbe Tonnen könnten die Hauseigentümer kostenlos bestellen, zitiert die Zeitung die Verwaltung.  „Und reichen diese – etwa nach Feiertagen – einmal nicht aus, könnten auch gelbe Säcke befüllt werden. Diese erhält man kostenlos beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Ilm-Kreises in der Schönbrunnstraße und an der Pforte des Landratsamtes. Zum Abfuhrtermin können sie mit vor die Tür gestellt werden, Gebühren fallen dafür nicht an.“

kehr unter Verwendung von Material der Thüringer Allgemeinen

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