Brancheninfo aktuell 08-04/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

Widerstand geht weiter: BU Walsdorf ruft gegen ReFood-Ansiedlungspläne zu einer erneuten Kundgebung auf

 

Der Widerstand gegen Ansiedlungspläne von ReFood in Walsdorf (Landkreis Bamberg) geht weiter. Nachdem eine rund zweieinhalbständige Online-Bürgerkonferenz der Gemeinde eher ernüchternd verlief, ruft die Bürger- und Umweltinitiative (BU) Walsdorf-Hetzentännig  „Hier leb´ ich noch gerne!“ zu einer erneuten Kundgebung auf.

„Es gab viele Fragen, leider jedoch nur wenige Antworten“, bedauert die Sprecherin der BU, Birgit Wolfrum-Reichel. das nach ihren Worten eher magere Ergebnis der Online-Konferenz- . Örtliche Beobachter bezeichneten die virtuelle Veranstaltung als „PR-lastige Selbstdarstellung“ des Lebensmittelrecyclers ReFood, gegen dessen Ansiedlung in Walsdorf die  BU aufbegehrt.

Um nach Eigenangaben“ mehr Transparenz und Bürgernähe in Bezug auf die geplante Ansiedlung der Entsorgungsfirma ReFood zu erzielen“, lädt die Initiative deshalb für Sonntag, 11. April,  wiederum zu einer Kundgebung im Ortsteil Hetzentännig ein.  Von der erneuten Kundgebung unter dem Motto “Jetzt reden wir!“ verspricht sich die Bürger- und Umweltinitiative „in erster Linie , dass die Bürger zu Wort kommen“. Dies im Unterschied zu der Online-Bürgerkonferenz, wo nach BU-Angaben  neben Bürgermeister Mario Wolff sowie der 2. Bürgermeister  Stefan Huttner  vor allem der Firma ReFood mit „ausführlichen und langatmigen Beiträgen“ das Rederecht eingeräumt wurde. Nachdem es im Amtsblatt hieß, dass  keine Redebeiträge der Bürger zugelassen sein, wurden auf Intervention der BU die Vertreter der Bürgerinitiative, Katja Besold und Stefan Soraci,schließlich  zugeschaltet. Dies aber unter der  Bitte, dabei möglichst schnell auf den Punkt zu kommen, um nicht etwa – wie bei öffentlichen Bürgerversammlungen auch – die Redemöglichkeit im Interesse aller Beteiligten beenden zu müssen.

Daran hat sich die BU nach eigenen Angaben gehalten. Zum Bedauern nahezu aller Zuhörer fielen nach Mitteilung der Initiative aber auch die Antworten denkbar knapp und offenbar unbefriedigend aus.

Die BU hat umfangreiche Fragekataloges an Walsdorfs 1. Bürgermeister Mario Wolff sowie an Landrat  Johann Kalb verschickt. Der Landrat hat das BI-Schreiben in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Zweckverbands Tierkörperbeseitigung Nord (TBN) erhalten, da ReFood auch an den Synergiemöglichkeiten mit der TBN interessiert ist. Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass sich der zur Rethmann-Gruppe gehörende  Lebensmittel- und Speiseresteentsorger  an der TBN mit den üblichen 49 Prozent beteiligen will und  der Landkreis deshalb Eigeninteressen an der Ansiedlung hat.

WR/rd

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