Brancheninfo aktuell 07-12/2019

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Brancheninfo aktuell 07-12/2019 150 150 Klaus Henning Glitza

Paten für mehr Sauberkeit / Veolia verkauft Standorte / Tödlicher Unfall

 

 

Müllpaten bei der ehrenamtlichen Arbeit für mehr Sauerkeit in Göttingen. Foto: GEB

Gemeinsames Engagement für mehr Sauberkeit in Göttingen. Das ist der beispielhafte  Grundgedanke, dem die freiwilligen Müllpaten der niedersächsischen Universitätsstadt folgen.

Die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) haben die freiwilligen Helfer und Helferinnen jüngst erstmalig zu einem runden Tisch bei Kaffee und Kuchen eingeladen.  Beim Erfahrungsaustausch bei  Kaffee und Kuchen wurde  deutlich, dass die Müllpaten das Engagement für  mehr Sauberkeit in Göttingen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ansehen, die nur gemeinsam angenommen werden kann – Hand in Hand mit den Dienstleistern der GEB angenommen werden kann  „Einer Meinung waren die anwesenden Müllpaten*innen, dass Sie sich noch größere tatkräftige Unterstützung aus der Göttinger Bevölkerung wünschten“, so  Maja Heindorf von den GEB, die das Treffen organisiert hatte.

Dirk Brandenburg, kaufmännischer Betriebsleiter der GEB, dankte den Anwesenden für ihren Mut und die Zeit, die Sie in ihr Ehrenamt steckten. Wurden doch alle anfangs von einigen Mitbürgern mitleidig beäugt, als sie herumliegenden Müll von anderen aufsammelten. Mittlerweile stoßet ihre Arbeit erfreulicherweise auf mehr Akzeptanz und Anerkennung. „Die gemeinsame Verantwortung für die Stadtsauberkeit und die gesteigerte Wertschätzung für den öffentlichen Raum scheinen in einen Mehrwert für alle zu münden“, unterstreicht Brandenburg die Wertschätzung ihrer Arbeit.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund für die Übernahme einer Müllpatenschaft. Es waren sich alle einig, dass Sie ihr Ehrenamt wann immer es ihnen passt, wahrnehmen können , ohne in ein verbindliches zeitliches Fenster gezwängt zu werden. Nach der Uhr seien alle in ihrem Arbeitsleben lange genug gelaufen, so Maja Heindorf.

Lust und Zeit, Müllpate im Göttinger Stadtgebiet zu werden? Die Patenschaft umfasst die Pflege eines ausgewählten Bereichs im öffentlichen Raum. Der Abfallpate entscheidet selbst, mit welchem Aufwand er den Bereich sauber halten und pflegen möchte. Mehr unter der  Servicenummer 400 5 400.

MH/rd

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Die Entsorgungs- und Recyclingbranche bleibt in Bewegung. Dafür sorgt auch Veolia. Während der französische  Konzern  jüngst in Dresden einen Standort der in NRW ansässigen Stratmann-Gruppe übernommen hat, werden jetzt andere Tochterunternehmen in der Region West zum Verkauf angeboten.  Nach EM-Informationen handelt es um eine Art von „Frontbegradigung“.

Im Zuge seiner künftigen Ausrichtung plane Veolia Deutschland im Geschäftsbereich Entsorgung eine Restrukturierung mit dem Ziel der geografischen Fokussierung und dem Ausbau seiner Kernkompetenzen, teilt dazu Pressesprecher  Andreas Jensvold mit. Veolia werde sich mit seinen Entsorgungsaktivitäten künftig auf die Regionen im Norden, Osten und Süden Deutschlands konzentrieren.

Der Sprecher: „Im Rahmen der Restrukturierung sollen auch einige Betriebe der Region West mit allen dazu gehörenden Assets verkauft werden. Das Interesse am Markt ist vorhanden. In der Gesamtschau ist ein kleinerer Teil der Betriebe betroffen, der größere Teil wird in der in der Veolia Umweltservice-Gruppe verbleiben. Veolia ist bestrebt, für alle betroffenen Mitarbeiter sozialverträgliche Lösungen zu finden“.
Die Kunststoff-Aktivitäten in Planig (bisher Morschheim) und Salzgitter verblieben als eigenständiges Kunststofffolien-Segment in der Veolia Umweltservice West GmbH. 

Dieser Restrukturierung diente bereits der Erwerb des Dresdner Stratmann-Standortes.  Mit dem Entsorgungsbetrieb in Dresden-Kaditz fügt sich die Neuerwerbung ideal in die bestehende Standortstruktur von Veolia ein und trägt zur strategischen Stärkung der Kernregion Ost bei“, betont Matthias Harms, CEO von Veolia Deutschland. Nach seinen Worten verfügt die Stratmann Entsorgung GmbH verfügt über eine umfangreich genehmigte Betriebsstätte mit einer Jahreskapazität von rund 40.000 Tonnen und aktuell 42 Mitarbeitern. „Mit der Integration in den Betrieb von Veolia können Abläufe in der Entsorgung besser vernetzt und organisiert sowie Synergien optimal genutzt werden. Davon profitieren in erster Linie alle gewerblichen, industriellen und kommunalen Kunden in und um Dresden. Der Zusammenschluss ermöglicht es außerdem, Wachstum mit bereits bestehender Infrastruktur voranzutreiben“, so der oberste Veolia-Chef.

Als Ressourcenspezialist könne Veolia künftig das Management weiterer Abfallströme anbieten und sie umweltgerecht behandeln und verwerten. „Dafür müssen keine weiteren Gewerbeflächen ausgewiesen werden und es entfallen aufwändige Genehmigungsverfahren. Wertvoller Raum im Stadtgebiet bleibt für eine andere Nutzung verfügbar“, erklärt Matthias Harms.

AJ/rd

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Tödlicher Unfall im Landkreis Eichstätt. Eine 37-jährige Pkw-Fahrerin prallte am Montag vergangener Woche im Landkreis Eichstätt (nördliches Oberbayern) mit ihrem Kleinwagen frontal gegen ein Müllfahrzeug, das auf der Gegenfahrbahn fuhr. 

Dabei wurde die Frau so schwer verletzt, dass sie  noch an der Unfallstelle verstarb. Der 48-jährige  Fahrer der Müllfahrzeugs erlitt einen schweren Schock und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Aus unbekannten Gründen war der Pkw in einer langgezogenen Rechtskurve mit der gesamten Fahrzeugbreite auf die Gegenfahrbahn geraten. „Die Frau wurde im Auto eingeklemmt und konnte von den Rettungskräften nur noch tot aus dem völlig deformierten Wagen geborgen werden“, meldet die Polizeiinspektion Beilngries.

khg

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