Brancheninfo aktuell 07-02/2020

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Brancheninfo aktuell 07-02/2020 150 150 Klaus Henning Glitza

Ende der PPP in Bremen /Aus Götzfried und Pitzer wurde K + G Süd / 2.500 Euro für strahlende Kinderaugen / Pro Klimaschutz: BSR rüstet Diesel nach

 

Ende einer öffentlich-privatwirtschaftlichen Kooperation. Wie der Weser-Kurier berichtet, hat sich der Verwaltungsrat der Bremer Stadtreinigung einstimmig für eine Rekommunalisierung dieses Unternehmens und die Kündigung des operativen Partners Nehlsen ab 2028 entschieden.

Dem Beschluss lag laut Weser-Kurier eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zugrunde. „Dem Vernehmen nach lautete deren Grundaussage: 2023 macht eine Kündigung an Nehlsen noch keinen Sinn, eine Rückkehr der Straßenreinigung in den öffentlichen Dienst im Jahr 2028 dagegen sehr wohl“ 2023 ist das Jahr, in dem von einem vertraglich verankerten Sonderkündigungsrecht hätte Gebrauch gemacht werden können.

Wie der Weser-Kurier weiter berichtet, stand die Standortfrage einer früheren Kündigung entgegen. Das Nehlsen gehörende  Grundstück an der Juiststraße, auf dem die Straßenreinigung residiert, kann erst 2027 oder 2028 in das Eigentum der Stadt übergehen. Der Weser-Kurier spricht von einem Kaufpreis von sechs Millionen Euro. Der Vertrag sei bereits unterschriftsreif ausgehandelt.

Der Verwaltungsrat der Bremer Stadtreinigung besteht aus Vertretern der in der Bürgerschaft vertretenen Parteien (CDU, SPD, Linke  und Grüne),  des Senats, der Gewerkschaft ver.di sowie zwei Belegschaftsangehörigen.  Verdi hat inzwischen die Rekommunalisierung begrüßt, weil sie für den Landeshaushalt „perspektivisch deutliche Entlastungen“ bedeutete  und „direkte Einflussmöglichkeiten auf eine ökologische Stadtsauberkeit“, sichere.

khg unter Verwendung von Material des Weser-Kuriers

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Das in Ulm ansässige Unternehmen Götzfried und Pitzer Entsorgung GmbH firmiert seit Januar 2020 unter dem Namen KNETTENBRECH + GURDULIC Süd GmbH.

Von der Umbenennung verspricht sich das rund 60 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen nach Eigenangaben einen deutlich breiteren Marktzugang durch das vielfältige Dienstleistungs-Angebot der breit aufgestellten und überregional aktiven KNETTENBRECH + GURDULIC (K + G)- Gruppe.

Die Götzfried und Pitzer Entsorgung GmbH ging aus den Unternehmen Manfred Pitzer GmbH (Ulm)  und Hermann  Götzfried Umweltdienste e.K. (Türkheim, Unterallgäu) hervor. Im Mai 2010 Jahren wurden die beiden Firmen, nachdem Gründer und Inhaber Hermann Pitzer seine Anteile verkauft hatte, zusammengeführt. Was blieb, waren die beiden Standorte in Ulm und Türkheim. Im August 2019 erwarb KNETTENBRECH + GURDULIC das Unternehmen vom Mannheimer Energiekonzern MVV, in dessen Hände es inzwischen war. .

„Mit den Standorten in Ulm und in Türkheim bauen wir unsere Flächendeckung strategisch weiter aus“, so das Statement des Geschäftsführers der K + G-Dachgesellschaft in Wiesbaden, Bertram Scholtes. Nach seinen Worten ergänze die KNETTENBRECH + GURDULIC Süd GmbH „ perfekt das Dienstleistungsangebot unserer Firmengruppe im Allgäu und in der Region Donau – Iller“.

Mit der Umbenennung geht auch eine personelle Veränderung einher.  Der K + N-Manager Pasqual Wack zieht als zweiter Mann r in die Chefetage der KNETTENBRECH + GURDULIC Süd GmbH ein. Er wird Geschäftsführer Holger Baumann zur Seite stehen. “.

Die 2001 gegründete KNETTENBRECH+GURDULIC (nach Eigenangaben 200 Millionen Jahresumsatz und rund 1.300 Mitarbeiter an 14 Standorten in sieben Bundesländern) zählt zu den größeren mittelständischen Unternehmen der Region Donau – Illerin Deutschland. Hauptsitz ist Wiesbaden.

K/rd/khg

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Daumen hoch aus gutem Grund: Bei der Übergabe der Spende. Foto: Buhck-Grppe

Es ist schon eine gutEs ist schon eine gute Tradition: Jedes Jahr fördert die in Wentorf  (Schleswig-Holstein, bei Hamburg) ansässige Buhck-Gruppe soziale Initiativen aus der Region mit einer größeren Spende zur Weihnachtszeit. Dieses Mal wurde die Kinderhilfsaktion Vier- und Marschlande mit einer Spende von 2.500 Euro unterstützt. Initiator Stefan Eggers und die “Stiftung Initiative Courage“  konnten über die Förderung für ihr Projekt freuen, das Kindern in der Region besondere Wünsche erfüllt.

„Es freut uns sehr, dass wir einen Beitrag zu dem großartigen Projekt von Herrn Eggers und der Stiftung Initiative Courage leisten können”, sagte Thomas Buhck, Geschäftsführender Gesellschafter der Buhck Gruppe, während der Übergabe.  „Als in der Region verwurzeltes Unternehmen ist es uns wichtig, hier ansässige soziale Organisationen und ehrenamtliche Initiativen zu unterstützen, um so etwas in der Region zurückzugeben. Neben unserer punktuellen Unterstützung in Form der Jahresspende fördert die Buhck-Stiftung regionale Projekte in den Bereichen Umweltbildung und Integration. Dieses Projekt von Herrn Eggers ist auch deswegen so schön, weil es ganz konkrete Wünsche der Kinder aufgreift und erfüllt“.

Der Hintergrund beleuchtet eine der Schattenseiten der Wohlstandsgesellschaft. „Deutlich mehr Kinder als man denken sollte leben mit ihrer Familie am unteren Existenzminimum – selbst bei uns in der Region in den Vier- und Marschlanden“, macht Ulla Remmersen von der Buhck-Unternehmenskommunikation deutlich. Nach ihren Worten haben sich deshalb Stefan Eggers und die Stiftung Initiative Courage zur Aufgabe gemacht , Kindern aus bedürftigen Familien sowie aus Kinderheimen oder anderen sozialpädagogischen Einrichtungen besondere Wünsche zu erfüllen. – das haben sich Stefan Eggers und die Stiftung Initiative Courage zur Aufgabe gemacht. Eggers selbst, der die Aktion 2015 ins Leben gerufen hat,  sagt: “Vor allem in der Weihnachtszeit möchten wir den Kindern natürlich eine Freude machen und sammeln ihre ganz konkreten Wünsche für Weihnachtsgeschenke, die wir dann versuchen, zu erfüllen. Aber auch über das ganze Jahr hinweg unterstützen wir, wo wir können – zum Beispiel. wenn Kinder eine Schultasche benötigen oder ein Laptop für die Hausaufgaben oder Ausbildungsplatzsuche benötigt wird,“

Besonders wichtig sei ihm dabei,  die tatsächlichen Weihnachtswünsche von bedürftigen Kindern zu erfüllen, macht Initiator Eggers deutlich. Daher würden keine anonymen Schuhkartongeschenke gepackt, sondern die Wunschzettel der Kinder gesammelt und versucht, diese zu erfüllen. Besonders berühre ihn dabei jedes Mal die Bescheidenheit der Wünsche:  „So nannte beispielsweise ein Junge einmal einen Schokoweihnachtsmann als ersten Punkt auf seinem Wunschzettel. Ein Schokoweihnachtsmann – das würde meinen Kindern, und wahrscheinlich den allermeisten anderen auch, nie in den Sinn kommen auf dem Wunschzettel aufzuschreiben und dann auch gleich noch an erster Stelle.”, sagte Eggers. Aber auch andere kleine und größere Träume können inzwischen erfüllt werden: In diesem Jahr freuten sich die Kinder über Puppen, Playmobil und Lego genauso wie über Anziehsachen, Sportartikel und Bücher-Gutscheine.

Mit der Spende der Buhck Gruppe konnte zu Weihnachten bereits vielen Geschenkwünschen nachgekommen werden- und es bleibe auch noch einiges übrig, „um die Kinder und die sozialpädagogischen Einrichtungen auch über das Jahr hinweg weiter bei konkreten Bedarfen zu unterstützen, sowie zum nächsten Weihnachtsfest eine noch größere Aktion durchzuführen“, freute sich Stefan Eggers.

Die Buhck Gruppe (rund 900 Mitarbeitern, Umsatz 2019 über 135 Millionen Euro) ist einer der größten Umweltdienstleister in Norddeutschland. Ihre 31 Unternehmen verteilen sich auf 16 Standorte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Bereits in vierter Generation wird das 1899 in Hamburg-Bergedorf gegründete Familienunternehmen  von den Brüdern Dr. Henner Buhck und Thomas Buhck geleitet.

UR/rd

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Einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leistet die Berliner Stadtreinigung (BSR)  Noch in der ersten Hälfte des Jahres werden nach Ankündigungen des kommunalen Unternehmens  73 Abfallsammelfahrzeuge mit Dieselmotor Euro 5 mit Systemen nachgerüstet. Dadurch , die die  Stickoxid-Emissionen um mehr als 90 Prozent reduzieren.

Nach BSR-internen Tests zur Wirksamkeit solcher Systeme wird jetzt eine  EU-weite Ausschreibung erfolgen, teilt Dr. Thomas Klöckner von der BSR mit . Nach seinen Angaben werde im zweiten Quartal der Einbau erfolgen und in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein. Das Bundesverkehrsministerium fördert diese Nachrüstung mit 80 Prozent der Kosten bis maximal 14.400  Euro netto pro Fahrzeug.

Es sei der BSR wichtig, „voran zu gehen und unseren Beitrag zu leisten, damit Berlin sauberer und leiser wird“, machte  Vorstandsvorsitzende Stephanie Otto  deutlich. „Wir brauchen bei unseren Nutzfahrzeugen vor allem technisch robuste, umweltfreundliche und effiziente Lösungen, um unsere Aufgaben für Stadtsauberkeit, Verkehrssicherheit und ökologische Abfallentsorgung in einer wachsenden Stadt zu erfüllen“, betonte  die Chefin der BSR.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH)  die bereits seit Jahren in vielen Projekten gemeinsam mit der BSR für mehr Klima- und Ressourcenschutz  arbeitet, hat diesen weiteren Beitrag für ein nachhaltiges Berlin gelobt.Die BSR als landeseigenes Unternehmen übernimmt erfreulich Verantwortung auch für die saubere Luft in Berlin“, hob er hervor.  Die DUH begrüße die Entscheidung der BSR, alle Abfallsammelfahrzeuge ohne wirksame Abgasreinigungstechnik kurzfristig nachzurüsten. Andere Städte müssten diesem Beispiel folgen.

Mit mehr als1.700 Fahrzeugen prägt der BSR-Fuhrpark das Berliner Straßenbild. Außen orange, innen „grün“- das ist die Devise.  Nachhaltigkeit ist laut Dr. Klöckner  im Fuhrpark der BSR Programm. Seit vielen Jahren leiste das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität. So habe die BSR Mitte der 1990er Jahre zu den ersten Unternehmen gehört, die erdgasbetriebene Abfallsammelfahrzeuge getestet haben, bevor diese im Jahr 2002 in größerem Umfang eingesetzt wurden. Heute verfüge die Hälfte der 330 BSR-Müllwagen über Gasmotoren, so Klöckner. Der Kraftstoff dafür komme seit 2013 aus der eigenen Biogasanlage. Das dort gewonnene Biogas entspreche 2,5 Millionen Litern Diesel pro Jahr. Insgesamt spart die BSR durch die Aufbereitung des Bioabfalls jährlich mehr als 9.000 Tonnen CO2 ein.

Thomas Klöckner: „Schon in diesem Jahr werden zudem 75 Prozent der PKW und Kleintransporter elektrisch betrieben sein. Der aktuelle durchschnittliche CO2-Flottenwert für BSR-PKW liegt bei weniger als 70 Gramm CO2 pro Kilometer. Die Vorgabe des Berliner Senats von 120 Gramm CO2 pro Kilometer wird also bei weitem erfüllt.“

Auch den Einsatz von elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen, wie einer vollelektrischen Kleinkehrmaschine, teste und forciere die BSR, kooperiere dabei mit Herstellern und beteilige sich an Forschungsprojekten.

TK/rd

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