Brancheninfo aktuell 07-02/2019

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Essen: Geht MVA wieder in Betrieb? / Oldenburg: Kampagne zeigt Wirkung

 

Die EVA GmbH & Co KG – ein Unternehmen von Harmuth Entsorgung und Lobbe Entsorgung West – beabsichtigt nach einem Bericht des Borbeck Kuriers, die 2014 vom Netz genommene Abfallverbrennungsanlage am Standort Am Stadthafen 33 in Essen-Bergeborbeck wieder in Betrieb zu nehmen.

„Bis 2014 wurden dort von Harmuth eigene Restabfälle, wie Holz, Papier, Kunststoff und Textilien, verheizt. Das damalige Jahreslimit von gedeckelten 27.000 Tonnen soll jetzt auf gut 50.000 hochgeschraubt werden, stündlich von knapp 4.000 Kilogramm auf circa 8.600. Zusätzlich ist geplant, unter anderem Abfälle aus der Altöl- und Ölabscheiderrückstandsaufbereitung sowie Klärschlämme anzunehmen und zu verbrennen“, berichtet das Medium. Die Fraktionen SPD und B90/Die Grünen in der Bezirksvertretung IV lehnen den Vorstoß strikt ab.

Zur Klärung, welche Planungen aktuell verfolgt werden, hat EM eine schriftliche Anfrage an die EVA GmbH & Co. KG gestellt.

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Die vom Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) der Stadt Oldenburg im Herbst gestartete Aufklärungskampagne „Kein Plastik in die Biotonne“ zeigt erste positive Wirkung.

Seitdem die Müllwerker des AWB gelbe Karten an die Biotonnen hängen, die nicht korrekt befüllt sind, hat sich der Störstoffanteil spürbar verringert. „Das ist eine gute Entwicklung, und wir sind positiv gestimmt, dass sich die Situation weiter verbessern wird“, sagt Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB.

Nach ersten Erkenntnissen fällt der Rückgang recht deutlich aus. Hatte eine Anfang 2018 durchgeführte Sortieranalyse noch ergeben, dass – auf das Volumen bezogen – rund 25 Prozent der in den Biotonnen entsorgten Inhalte dort nicht hineingehörten, wird der Störstoffanteil aktuell auf rund 15 bis 20 Prozent geschätzt. Ganz genau wird das eine erneute Sortieranalyse ermitteln. Diese Erfolgskontrolle ist für Ende Februar vorgesehen.

Die jetzt erfolgten Sichtungen der Biotonnen zeigen, dass insbesondere im Ein- und Zweifamilienhausbereich die Biotonnen in den weitaus meisten Fällen fast frei von Störstoffen sind. In Abfuhrbezirken mit verdichteter Wohnbebauung sei die Situation hingegen noch verbesserungsbedürftig, teilt die AWB mit. Das hänge insbesondere damit zusammen, dass die Abfallbehälter einer großen Gemeinschaft zugänglich sind und es daher eher zu Fehlbefüllungen kommt. „Wir sind in engem Informationsaustausch mit den Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen und bieten ihnen kostenlos umfangreiches und mehrsprachiges Informationsmaterial an, um ihre Mieterinnen und Mieter optimal aufzuklären“, so Betriebsleiter Schneider-Kühn weiter.

Insgesamt haben die Müllwerker des AWB seit Anfang Januar nach Sichtkontrollen 12.000 gelbe Karten verteilt. Pro Sammelgebiet sind es im Schnitt 140 Ermahnungen, die Verbesserungspotential aufzeigen und auf das unsachgemäße Befüllen von Biotonnen hinweisen. Hierbei wurden auch Behälter mit gelben Karten versehen, die zwar korrekt befüllt waren, aber unerwünschte kompostierbare Plastiktüten enthielten. In Bezug auf die Anzahl der entleerten Behälter wurden 82 Prozent nicht bemängelt.

Ab März werden die Biotonnen, die weiterhin Störstoffe enthalten, mit roten Karten versehen. Eine Leerung durch den AWB erfolgt in diesen Fällen nicht.

SO/rd

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