Brancheninfo aktuell 05-11/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

 

Fussballsport mit ökologischem Vorbildcharakter / Noch nicht alles in der Tonne in Bremen / Messerstecherei bei der Sperrmüllentsorgung

 

Um auf den nachhaltigen Umgang mit Wertstoffen aufmerksam zu machen. bestand die Bandenwerbung in der PreZero Arena aus plakativen Abfall-Motiven. Foto: Simon Hofmannn TSGvSCP

Sport hat Vorbildcharakter- und das nicht zuletzt auch im ökologischen Sinne. Statt ihre Stadien zu „Produktionsstätten“ von Tonnen an Plastikmüll werden zu lassen, setzten immer mehr Fußballvereine auf Nachhaltigkeit. Dazu gehört auch die TSG Hoffenheim. Zusammen mit seinem Sponsor PreZero hat der Erstligist  unter dem Motto „Neues Denken für ein sauberes Spiel“  das Heimspiel gegen den SC Paderborn  ganz in das  Zeichen von Umwelt und Recycling gestellt.

Bereits vor der Partie hatten die die TSG und PreZero auf ihren Social-MediaKanälen die Fans in einem Video-Post dazu aufgerufen, eine Spendenaktion zu unterstützen. Für jedes „Gefällt mir“ spendete PreZero ein Upgrade zum neuen „Klima-Ticket“ und rundete in der Halbzeit die Anzahl auf. Mit dem Erwerb eines „Klima-Tickets“ wird das Kooperationsprojekt der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation „myclimate Deutschland“ „Kleinbauern in Uganda forsten Wälder auf“ unterstützt, .

„Uns freut es besonders, dass für jeden Stadionbesucher über dessen Klima-Ticket ein Baum gepflanzt wird. So haben alle -PreZero, die TSG sowie die Fans-  aktiv zum Umweltschutz beigetragen und einen weiteren wichtigen Beitrag im Sinne unserer Strategie ‚TSG ist Bewegung`‘ geleistet“, sagt Dr. Peter Görlich, Geschäftsführer der TSG Hoffenheim. Mit dem Erwerb eines „Klima-Tickets“ wird das Kooperationsprojekt der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation „myclimate Deutschland“ „Kleinbauern in Uganda forsten Wälder auf“ unterstützt.

Auch die Einlaufkinder betraten am Spieltag mit selbst gestalteten Plakaten zum Thema Umwelt und Recycling das Feld, um die Zuschauer im Stadion darauf aufmerksam zu machen. „Nachhaltigkeit ist in unserer DNA und wir als PreZero verstehen uns als Innovationstreiber der Branche. Das Thema benötigt einfach mehr Aufmerksamkeit. Ziel war es, gemeinsam mit der TSG Hoffenheim ein Ausrufezeichen in Sachen Nachhaltigkeit zu setzen und Fans zu animieren, mitzumachen“, , erklärt Thomas Kyriakis, Vorstand Schwarz Zentrale Dienste KG.

Verzicht auf teure Werbepräsenzen. .Gesellschaftliche Verantwortung spiele nach seinen Worten  in der Bundesliga eine immer wichtigere Rolle. Nicht nur der sportliche Erfolg auf dem Platz zähle, sondern auch die Vorbildfunktion aller Beteiligten. Die hohe mediale Aufmerksamkeit und die Emotionalität des Fußballs hälfen, die Begeisterung für den Sport auf das Thema Nachhaltigkeit zu übertragen.

PreZero verzichtete für diese Aktion nach Eigenangaben deshalb auch auf die klassischen Werbepräsenzen. In der ersten Halbzeit wurden alle TV-relevanten Flächen mit Abfallmotiven versehen, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu gewinnen – eben für ein sauberes Spiel. „Es freut mich sehr, zu sehen, dass Sponsoren wie PreZero ihre teuren Sponsoringrechte, wie  zum Beispiel die TV-relevanten LED-Banden, für ein solch wichtiges Thema einsetzen und ihre klassische Logo-Präsenz dafür zur Verfügung stellen“, macht Nenad Miljkovic, Geschäftsführer von  Rapid Peaks, der verantwortlichen Sponsoringagentur von PreZero, deutlich.

Als offizieller Nachhaltigkeitspartner der TSG Hoffenheim kommt PreZero nach Eigenangaben  „seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach und möchte die Fans in eine nachhaltige Zukunft führen“.  Zentrale Botschaft sei dabei,  jedes Abfallprodukt in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen. So werden nach PreZero-Angaben  zum Beispiel aus den zirka zwei Tonnen Grünschnitt, der jeden Monat bei der Rasenpflege im Stadion anfällt, bis zu 1,7 Tonnen Graspapier hergestellt. Daraus werden im Anschluss nachhaltige Autogrammkarten für die TSG Hoffenheim produziert.

Das Credo „Null Ressourcenverschwendung in der gesamten Wertschöpfung“ verknüpft die -ebenso wie Lidl und Kaufland- zur Schwarz-Gruppe gehörende Unternehmensgruppenach Eigenangaben mit der  „Idee eines smarten Kreislaufs, in dem alle Aspekte als Teil eines großen Ganzen betrachtet werden – angefangen vom vollständig verwertbaren Produkt, über Handel und Entsorgung bis hin zum nachhaltigen Recycling“.

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Beim Auftakt der Sauberkeits-Kampagne_ Insa Nanninga, Vorstand DBS, mit dem Glutton Stadtsauger.. Rechts im Bild: Ulrich Mäurer und Dr. Maike Schaefer. Foto: Tristan Vankann

„Noch ist nicht alles im Eimer- ALL IN FÜR BREMEN“. Unter diesem Motto hat die Bremer Stadtreinigung (DBR) gemeinsame mit den Senatoren für Umwelt und Inneres eine großangelegte -Kampagne gegen Müll im öffentlichen Raum gestartet.

„Die Bremerinnen und Bremer wollen gerne in einer sauberen und umweltgerechten Stadt leben“, ging die Bremer Umweltsenatorin, Dr. Maike Schaefer, während der Auftaktveranstaltung auf dem Bahnhofsvorplatz auf den Hintergrund der Kampagne ein.. Leider werde aber  viel zu viel Müll oftmals achtlos weggeworfen. „Wir wollen im Interesse der Stadt und unser aller dafür das Bewusstsein schärfen. Eine saubere Stadt ist eine lebenswerte Stadt.“, machte die Senatorin deutlich. Auch Innensenator Ulrich Mäurer, der ebenso wie Dr. Schaefer, die Schirmherrschaft über die neue Kampagne übernommen hat, sprach deutliche Worte: der  auf den Straßen und Plätzen Bremens unserer Stadt, achtlos weggeworfene Müll sei nicht nur optisch ein Ärgernis für alle, sondern auch gefährlich. „Deshalb müssen wir jetzt handeln“, so Mäurer.

Auch der Vorstand der Bremer Stadtreinigung, Insa Nanninga, nannte das Kind beim Namen. Was in den Mülltonnen der Ein- und Mehrfamilienhäuser lande sowie in den 3.600 Abfallkörben der Stadt, das könne durch Die Bremer Stadtreinigung umweltgerecht entsorgt werden.

Aber den Kampf gegen Müll auf der Straße könnten die Bremerinnen und Bremer nur gemeinsam gewinnen. Wir reden hier über ganz konkrete Problemfelder: Kaugummis, Hundekot, sogenannter ‚wilder Müll‘, Einweg-Becher, Plastikverpackungen und insbesondere Zigarettenkippen – vermeintlich alles Kleinigkeiten, die aber eine gefährliche Auswirkung auf unsere Umwelt haben und sich auch negativ auf das Bremer Stadtbild auswirken!“, rief sie aus.

Insbesondere Kunststoffe und die vielfach enthaltenen Giftstoffe würden eine echte Gefahr für die Umwelt und die Gesundheit bedeuten. „Was Bremen braucht, ist ein neues Bewusstsein für Müll. Der erste Schritt zum Abfalleimer, ist auch der erste Schritt das Problem zu verbessern – nach dem Motto Handlung statt Gleichgültigkeit“, die Chefin der Bremer Stadtreinigung..

Für die Sauberkeits-Kampagne  bauen die Initiatoren auf zahlreiche Unterstützern auf Schirmherren, Sponsoren und Partner, die das angestrebte Ziel durch ihr Engagement fördern, sowie eine Vielzahl an Multiplikatoren wie Kindergärten und Schulen, die diese wichtige Botschaft bereits an die junge Zielgruppe bringen.

In den nächsten Wochen und Monaten werden die Bremerinnen und Bremer der aufmerksamkeitsstarken Kampagne nach DBR-Angaben an vielen Orten begegnen: In der Öffentlichkeit in Form von Plakaten und Flyern sowie Citylight-Postern und Bodentatoos, im Internet in Form von regelmäßigen Social-Media-Aktivitäten und Blogartikeln, die vorzugsweise ein jüngeres Publikum ansprechen. Alle Maßnahmen sollen für das Thema sensibilisieren und zu einem veränderten Verhalten aufrufen. „Nur wenn alle an einem Strang ziehen, erreichen wir das Ziel – dann ist alles im Eimer, all in für Bremen!“, so die DBR.

Wer sich weiter informieren, die Kampagne unterstützen oder einfach nur mitmachen möchte, findet auf www.allinfuerbremen.de alles Wissenswerte, bis hin zu Tipps & Tricks für einen verantwortungsbewussten Umgang mit verschiedenen typischen Müllsorten.

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Abfallentsorgung kann auch für Privatpersonen mit Risiken verbunden sein. So geschehen in Eckernförde (Kreis Rendsburg- Eckernförde, Schleswig-Holstein), Stettiner Straße 11. Als ein 37-jähriger Familienvater am 29. Oktober gegen 18.30 Uhr seinen Sperrmüll an die Straße stellen wollte, traf er auf einen Mann, der in den bereits vorhandenen Haufen wild herumwühlte.

Beim Ansprechen kam es zum Streit, in dessen Verlauf der „Müllsammler“, eine etwa 50 bis 60 Jahre alt, etwa 1,80 m groß und stämmige Person, mit einem Messer auf den 37-jährigens einstach und ihn dabei schwer, aber glücklicherweise nicht lebensgefährlich verletzte. Danach floh er mit einem Fahrrad.

Nachdem die Polizei wegen des Tatverdachts der versuchten Tötung mit einem Phantombild nach dem bislang Unbekannten fahndete, meldete sich der offensichtlich unter Druck geratene Messerstecher  gestern bei der Polizei. Was er aussagte, dazu macht die örtliche Polizei aus taktischen Gründen keine Aussagen. Die Ermittlungen dauern an.

khg

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