Brancheninfo aktuell 05-03/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

Aktuelles DGAW-Positionspapier zu teerhaltigem Straßenaufbruch

 

Zur Problematik des teerhaltigen Straßenaufbruchs hat die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) ein Positionspapier vorgelegt.

Hintergrund ist, dass teerhaltiger Straßenaufbruch seit 2002 aufgrund des hohen Gehalts an Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) europaweit  als gefährlicher Abfall gilt und als besonders überwachungsbedürftig eingestuft ist. Das Bundesverkehrsministerium hat 2018 in einem Rundschreiben den Einbau von teerhaltigem Straßenaufbruch im Kaltmischverfahren und den Einbau als hydraulisch gebundene Tragschicht (HGT) in Bundesfernstraßen untersagt. Stattdessen sollen thermische Verfahren zur Behandlung dieses Abfalls mit dem Ziel der Verwertung der mineralischen Bestandteile bevorzugt werden. Anlagen zur thermischen Behandlung stehen in Deutschland jedoch nicht zur Verfügung. Aktuell gibt es nur zwei Anlagen zur Behandlung von teerhaltigem Straßenaufbruch in den Niederlanden.

Aus Sicht der DGAW sorgt in Deutschland die Diskussion um den Umgang mit teer- und pechhaltigem Straßenaufbruch seit Jahren für Kontroversen. Eine nachhaltige Lösung auch im Rahmen der Abfallhierarchie fehle jedoch weiterhin.

Das  Positionspapier, in dem die aktuelle Situation ausführlich dargestellt und mögliche Lösungswege aufgezeigt werden, kann über die  DGAW-Seite kostenlos heruntergeladen werden, siehe Link.

IsH/rd

 Link:

Positionspapier:

https://www.dgaw.de/fileadmin/Presse_und_Stellungnahmen/2021_03_02_-DGAW_Positionspapier_Teerhaltiger_Strassenaufbruch_final1.pdf

 

 

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