Brancheninfo aktuell 02-05/2020

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Brancheninfo aktuell 02-05/2020 150 150 Klaus Henning Glitza

 WELT: Private Entsorger zum Teil in ihrer Existenz bedroht

 

Gestiegene Hausmüllmengen, mehr Umsatz, mehr Gewinn? Für Deutschlands private Abfallwirtschaft geht dieser Dreisatz nicht auf. Wie DIE WELT aktuell unter Berufung auf eine aktuelle Mitgliederbefragung des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) berichtet, sind  vier von fünf Entsorgungsunternehmen auf staatliche Hilfe angewiesen. Spezialisierte Entsorger seien zum Teil in ihrer Existenz bedroht.

Der Hintergrund: Mehr Hausmüll, das käme vor allem den kommunalen Entsorgungsunternehmen zugute. Dagegen sei die vollständig privatwirtschaftlich organisierte Gewerbe- und Industriemüllentsorgung zu großen Teilen weggebrochen und in einigen Bereichen (beispielsweise produzierendes Gewerbe und Gastronomie) komplett zum Erliegen gekommen. Hinzu, so DIE WELT, kommen Forderungsausfälle und Absatzproblemen bei bestimmten Recyclingstoffen.

Aufgrund dieser kritischen Situation hätten „gut 70 Prozent der Betriebe ihre Investitionen verschoben oder komplett gestrichen“, zitiert DIE WELT aus den Ergebnissen der BDE-Erhebung.  Eine Vielzahl von Unternehmen habe geplante Neueinstellungen gestoppt oder erwäge sogar Entlassungen und Übergangslösungen wie Betriebsferien, Überstundenabbau „wenn das Geschäft nicht in absehbarer Zeit wieder anläuft“.

BDE-Präsident Peter Kurth fordert laut WELT „in Konjunkturprogramm, das seinen Schwerpunkt auf die nachhaltige ökologische Modernisierung legt.“ – An der Ende April durchgeführten Erhebung des BDE nahmen 500 Unternehmen teil.

DW/rd

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