Brancheninfo aktuell 01-12/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

Hamburg: Tolle Bilanz der Sammlung / Illegale Massenentsorgung / Feuer in Eickhorst- Biomasse brannte

 

Unterstützten die Spielzeugsammlung (von links): (v.l.n.r.) für Foto „Spielzeugsammlung-Gruppe“: SRH-Geschäftsführer Holger Lange, Ralf Jogereit (Leiter der DEKRA Akademie Hamburg), Rolf Weber vom Verein WEISSER RING und Moderator Steffen Hallaschka. Foto: SRH

Tolle Bilanz der diesjährigen Spielzeugsammlung von Stadtreinigung Hamburg, WEISSER RING und Hamburger Toys Company: Seit Beginn der Sammlung für bedürftige Kinder und Kinder aus Flüchtlingsfamilien am 21. Oktober spendeten die Hamburgerinnen und Hamburger rund 650 Kubikmeter gebrauchtes Spielzeug.

Das sind knapp zehn 40-Fuß-Hochseecontainer voll bis oben mit Spielzeug! Ein Rekordergebnis. Durchschnittlich kommen bei der jährlich wiederkehrenden Sammlung rund viereinhalb Container zusammen.

Gesammelt wurde bis zum 30. November auf allen zwölf Recyclinghöfen und in zwei Filialen des Gebrauchtwaren-Kaufhauses STILBRUCH. Arbeitslose Hamburgerinnen und Hamburger arbeiten das Spielzeug bei der Hamburger Toys Company, einem Projekt mit sozialem Charakter,  wieder auf und verteilen es meist noch vor Weihnachten kostenlos an bedürftige Familien.

„Was für ein tolles Ergebnis!“, kommentierte  Moderator Steffen Hallaschka, der die diesjährige Sammlung unterstützt hatte. „Ich freue mich mit den Kindern, die zu Weihnachten schöne Spielsachen bekommen. Und ich bin sicher, auch die Kinder, die sich von ausgedientem Spielzeug trennen konnten, werden diese Freude teilen“, sagte er. „So geben uns die Jüngsten ein gutes Beispiel, wie soziales Miteinander funktioniert.“

Auch SRH-Geschäftsführer Holger Lange freute sich, „dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Recyclinghöfen so viele Kundinnen und Kunden zum Spenden animieren konnten“. Viele hätten ja erst auf dem Recyclinghof erfahren, dass es die Sammlung gibt und haben dann spontan gespendet.“

„Wenn beispielsweise Kinder mit ihren Müttern in Frauenhäusern wohnen oder wenn Familien nach der Flucht vor Krieg und Zerstörung hier angekommen sind, dann können wir helfen, diesen unschuldigen kleinen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, sagte Rolf Weber vom Verein WEISSER RING, der gleichfalls die Sammlung unterstützte.

Auch Ralf Jogereit, Leiter der DEKRA Akademie Hamburg, die die Hamburger Toys Company betreibt, gab seiner Freude Ausdruck. “Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jetzt mit der Aufarbeitung des gesammelten Spielzeugs monatelang beschäftigt. Und sie sorgen mit der Reinigung und Reparatur des Spielzeugs dafür, das jährlich viele tausend Hamburger Kinder in den Genuss des Spielzeugs kommen.“

Die Hamburger Toys Company  (Hamburg-Harburg, Am Werder 1, Telefon: 32 50 37 95 0) nimmt gerne weiterhin Spielzeugspenden entgegen.

AM/rd

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Mönchengladbach-Wanlo: Ein Anblick wie auf einer Müllhalde. Foto: mags

Täglich sind sie im Einsatz gegen Zeitgenossen, die Umwelt und Natur als große Müllkippe betrachten: die Mülldetektive der Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe AöR (mags). Sie haben schon Unmengen an illegal entsorgten Abfällen gesehen- und dennoch gibt es immer wieder neuen Grund zum Staunen.

Der jüngste Fall: Am Rande der Hochstraße im Stadtteil Wanlo wurden 21 Säcke vorgefunden, von denen fast alle mit Wasserzählern gefüllt waren. Außerdem waren Hausmüll, Lebensmittelreste und ein Autoreifen in die Botanik geworfen worden. All dies hätte legal und größtenteils kostenlos entsorgt werden können, aber das war den Müllsündern offenbar zu „einfach“.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden siediesen Schritt bitter bereuen. Denn die mags-Fahnder (Motto: “Aus Mönchengladbach die sauberste Stadt Deutschlands machen“)  verstehen ihr Handwerk .“Wir haben bereits erste Ermittlungsansätze, die uns die Wasserzähler selbst liefern. Über die Hersteller können wir viel über die Geräte herauskriegen. Zum Beispiel, wo sie verbaut waren“, erklärt Jörg Willms, Teamleiter der Mülldetektive. Ein Ermittlungsverfahren ist nach seinen Angaben bereits eingeleitet.

Dem Täter droht eine erhebliche Geldbuße. Zum einen, weil es verboten ist, Müll wild zu entsorgen. Zum anderen müssen Elektroaltgeräte laut Elektrogesetz (ElektroG) einer ordentlichen Verwertung zugeführt werden. „Elektroaltgeräte aller Größen aus Privathaushalten können ganzjährig kostenfrei an unseren Wertstoffhöfen abgegeben werden“, weist mags-Pressereferentin Yvonne Tillmanns auf den legalen Entsorgungsweg hin.

Wasserzähler en masse: Blick in einen der illegal entsorgten Müllsäcke, Foto: mags

Die Mülldetektive von Mönchengladbach sind eine erfolgreiche Truppe. Im vergangenen Jahr wurden über 2.500 Prüfmaßnahmen und Observationen durchgeführt. Das Ergebnis: Fast 700 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet. Ein Rückgang ist auch für das laufende Jahr nicht zu erwarten. Im ersten Halbjahr 2019  hatten die mags-Mülldetektive 1700 Einsätze .

Wenn die mags-Ermittler zu einem neuen Fall gerufen werden, wissen sie nie, was sie erwartet. „Immer wieder sind wir erstaunt, was die Leute so wegschmeißen“, sagt Teamleiter Jörg Willms.

Erstaunt sind nicht selten aber auch die Verursacher, wenn ihnen die mags-Fahnder auf die Schliche kommen und ein Bußfeldbescheid in den Briefkasten flattert. Mönchengladbach ist ein schlechtes Pflaster für Müllsünder- und das ist gut so.

IvT/khg/rd

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Zu einem Brand von 30 Kubikmetern Biomasse ist es am Sonntagabend gegen 20.15 Uhr auf dem Gelände des  Abfallentsorgungsunternehmen Budde in Hille- Eickhorst  (NRW) gekommen.

Wie die Polizei Minden-Lübbecke auf EM-Anfrage mitteilte, ist dabei weder Personen- noch Gebäudeschaden entstanden. Nach Feuerwehrangaben hatte ein Haufen Hackschnitzel, der in Gebäudenähe aufgeschüttet war, Feuer gefangen. Die mit mehreren Löschgruppen anrückenden Feuerwehren aus  Hille, Eickhorst, Nordhemmern und Unterlübbe mussten wegen der starken Rauchentwicklung unter schwerem Atemschutz vorgehen. Zur Brandursache liegen noch eine Information vor.

bem

 

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