Brancheninfo aktuell 01-09/2021

Brancheninfo aktuell 01-09/2021

150 150 Klaus Henning Glitza

Neuer Geocache macht Hinterlassenschaften von Vierbeinern zum Thema

 

„Vorsicht Sch…. Schon reingetreten….“ So lautet ein alter Witz. Weniger witzig ist die Realität, die dahintersteht. „Hundehaufen“ lassen nicht selten Spaziergänge oder Fitnesstouren zu einer Strafexpedition in „Minenfelder“ werden. Dagegen machen deutschlandweit Stadtreinigungen Front. Unter ihnen ist auch die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha).

Ein Hindernislauf gefällig? Dafür bedarf es nicht unbedingt eines  Sportplatzes oder Stadions. Man kann ihn ungewollt auch vor der eigenen Haustür haben. Die Hindernisse bestehen in diesem Fall aus den Hinterlassenschaften der Vierbeiner auf Gehwegen, in Parks oder sogar auf Spielplätzen. Rund 16.000 Hunde gibt es in der niedersächsischen Landeshauptstadt- und längst nicht immer werden deren „Häufchen“ ordnungsgemäß entsorgt.

Dieses wenig appetitliche Thema greift ein neuer Geocache im hannoverschen Stadtbezirk Döhren-Wülfel auf. Ein Geocache ist im Prinzip das, was früher die Schnitzeljagd war, nur eben neuzeitlicher, mit GPS-Unterstützung, Auf spielerische Weise wird eine ernste Botschaft transportiert: „Hundekot gehört in den Beutel und nicht auf die Straße“, so bringt es Mathias Quast, Leiter der aha-Stadtreinigung, auf den Punkt.

Der neue Geocache im Stadtbezirk Döhren-Wülfel befindet sich in einem Spender für Hundekotbeutel. Foto: aha

An den Entsorgungsmöglichkeiten liegt es kaum, dass nicht ein jeder diese Anstandsregel beherzigt. „Alleine die Stadtreinigung stellt über 5.000 Abfallbehälter zur Entsorgung der Beutel bereit“, nennt Mathias Quast beeindruckende Zahlen.  Für den Fall, dass trotzdem kein Beutelspender in der Nähe ist, sollte  bei jedem Spaziergang mit dem Hund immer eine Tüte zum Aufsammeln dabei sein. rät der Leiter der Stadtreinigung. Ein Beutel. der auch gut für den Geldbeutel ist, denn wer die Hinterlassenschaften seines Hundes nicht korrekt entsorgt, muss mit einer Geldbuße von 50 bis 100 Euro rechnen.

Der neue Geocache mit dem passenden Namen „Hundsgemein“ ähnelt einem Beutelspender. Statt Beuteln gibt es aber auf der Grünfläche an der Ecke Bothmerstraße/ Frankenfeldstraße ein spannendes Rätsel zu lösen. „Die Spieler müssen den Ring mit dem Schlüssel aus der Halterung befreien. Dann kann die Box auf der Rückseite geöffnet werden“, erläutert Cache-Erfinder Daniel Pflieger von der Geheimpunkt GmbH.

Für Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner ist der Geocache eine gute Nachricht. Mit der richtigen Entsorgung könne „jede Hundehalterin und jeder Hundehalter einen Beitrag zur Stadtsauberkeit leisten“, betont sie. „Ich begrüße diese kreative Aktion der Stadtreinigung sehr“, freut sie sich, dass das Thema Hundekot einmal mehr wieder in den Fokus gerückt wird. .

Und so funktioniert Geocaching:

Die Verstecke, Geocaches oder kurz Caches, genannt, werden anhand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können dann mithilfe eines GPS-Empfängers oder eines Smartphones gefunden werden. Nach Registrierung auf geocaching.com kann man sofort loslegen. Nicht-Cacher können sich auf hannover-sauber.de über die neue Geocache-Reihe informieren und auch ohne Online-Registrierung starten und auf Entdeckungstour gehen. “Hannover sauber!“ verbindet Umweltbildung und GPS-Schatzsuche. Das erfolgreiche Absolvieren der Aufgaben des Geocaches wird mit einem Stempel dokumentiert.

UK/rd

 

 

Hinterlasse eine Antwort