Brancheninfo aktuell 01-01/2019

Brancheninfo aktuell 01-01/2019

Brancheninfo aktuell 01-01/2019 150 150 Klaus Henning Glitza

Illegal entsorgte Autos / Einige Beispiele für die alljährliche Bewährungsprobe Silvestermüll

 

Möbelstücke. Elektrogeräte und andere ausgediente Gegenstände am Straßenrand und in der Natur- das gehört heute (leider!) zum Alltagsbild. Aber es geht auch größer. Wie das Beispiel Region Hannover belegt.

Dort -wie in anderen Kommunen auch- werden in zunehmender Anzahl komplette Fahrzeuge illegal entsorgt. Nach Berichten der Neuen Presse und die Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sind im Jahr 2018 (Stand Ende November) 7914 illegal am Straßenrand in der Region stehende Fahrzeuge gemeldet worden. Gegenüber 2015 (5829 Schrottautos) ist das ein Anstieg um mehr als 34 Prozent in vier Jahren.

Auch mit anderen illegal entsorgten Gütern hat der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) aha gut zu tun. Nach Angaben des kommunalen Entsorgungsunternehmens werden jedes Jahr 1100 Tonnen wilden Mülls abgefahren– im Schnitt also mehr als 22 Tonnen pro Woche. Aha beobachtet dabei eine deutliche Zunahme von Altreifen und Elektrogeräten. Bezahlen muss die Allgemeinheit. Laut Neue Presse „muss die Landeshauptstadt derzeit etwa 1,2 Millionen Euro im Jahr aufbringen, die Umlandkommunen zusammen etwa 1,5 Millionen Euro“. Klarer Fall: Die Gebührenzahler müssen es letzten Endes finanzieren.

khg

***

In zahlreichen Städten und Gemeinden wurde gestern die „Aktion Silvestermüllberäumung“ gestartet. Flaschen, Scherben, abgebrannte Knaller und Feuerwerkskörper- all dies bleibt zurück, wenn die große Knallerei zu Ende gegangen ist.

Während die Neujahrsfeiernde schlafen, regen sich überall fleißige Hände. um die Überreste von Silvester und Neujahr zu beseitigen.  EM berichtet in den folgenden Kurzbeiträgen über einige der großen Säuberungsaktionen. Sie stehen stellvertretend für die „Aktionen Silvestermüllberäumung“ in ganz Deutschland, die jedes Jahr erneut eine Bewährungsprobe für die Entsorgungsunternehmen darstellen.

khg

***

Drei Tonnen Silvestermüll kehrten die Mitarbeiter der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft (HWS) am gestrigen Neujahrstag allein in besonders sensiblen Teilen der Innenstadt zusammen.

Im Laufe der Woche wird die Silvestermüllberäumung in den anderen Teilen der Stadt fortgesetzt. Am Ende werden es nach HWS-Angaben ähnlich wie in den Vorjahren wieder 15 bis 20 Tonnen Hinterlassenschaften der Silvesternacht sein, die entsorgt wurden.

Wie das größte kommunale Unternehmen Sachsen-Anhalts (2.865 Mitarbeiter und Auszubildenden) mitteilt, wird der Aufwand für die HWS-Mitarbeiter seit Jahren größer, da die Anzahl und Größe der Raketenbatterien zugenommen hat. Diese passten nicht durch den Saugschacht der Kehrmaschine und müssen händisch aufgesammelt werden müssen.

 ir/rd

***

Bereits ab 9 Uhr sind am gestrigen Neujahrstag  Mitarbeiterinnen und Mitarbeite des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) mit Laubblasgeräten und Besen durch die Innenstadt und die Lister Meile gezogen.

Mit Unterstützung von sieben Kehrmaschinen haben sie allerlei Böllerreste, Verpackungsmüll und kaputte Flaschen entsorgt. Jedes Jahr kommen beim Neujahrsputz in Hannovers Innenstadt etwa 50 Kubikmeter Müll zusammen. Thomas Schwarz, aha-Geschäftsführer, war auch in diesem Jahr mit dabei und berichtet: „Die aha-Kolleginnen und Kollegen leisten auch an Neujahr eine tolle und vor allem wichtige Arbeit. Bis zur Mittagszeit sind die zentralen Punkte der Innenstadt wieder sauber.“

 Die aha-Mannschaft wurde auch in diesem Jahr wieder tatkräftig vom muslimischen Verein „Majlis Khuddam-ul-Ahmadiyya Deutschland“ unterstützt. Seit über 20 Jahren fegen dessen Mitglieder an Neujahr Seite an Seite mit den aha-Beschäftigten. Sie sehen ihren freiwilligen Einsatz als Bürgerengagement für die Stadt, in der sie leben.

hh/rd

***

Während sich die meisten Bürgerinnen und Bürger an Neujahr von den Feierlichkeiten der Silvesternacht erholten, waren 40 Städtereinigerinnen und Städtereiniger der Abfallwirtschaft Mannheim bereits im Einsatz, um in der Innenstadt zu reinigen.

 Bereits um 6 Uhr arbeiteten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtreinigung vom Paradeplatz aus in Richtung Wasserturm und Alter Meßplatz vor. Erfahrungsgemäß sind es immer die freien Plätze in der Innenstadt, die durch Silvesterböller am stärksten verschmutzt sind. Wie in den Vorjahren gestaltete sich die Arbeit als sehr zeitaufwendig, da alles von Hand aufgesammelt werden musste. Generell können große Gegenstände die Sauganlage der Kehrmaschine verstopfen, deswegen kommen dort die fünf Kehrmaschinen erst nach der Grobreinigung zum Einsatz.

Wie jedes Jahr bekamen die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter morgens Unterstützung von rund 55 Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat. Die Stadtreinigung war an Neujahr bis circa 11 Uhr in der Innenstadt beschäftigt und beseitigte rund vier Tonnen Abfall. Bis jedoch im gesamten Mannheimer Stadtgebiet sämtliche Überreste der Silvesternacht entfernt sind, müssen sich die Bürgerinnen und Bürger ein wenig gedulden. „Meist sind wir bis mindestens Ende Januar damit beschäftigt, in jedem Stadtteil die Silvesterüberbleibsel in den letzten versteckten Ecken zu entfernen“, so Werner Knon, Abteilungsleiter Stadtreinigung und Winterdienst.

Der Eigenbetrieb ist deshalb auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen: „Wenn jeder seinen Gehweg nach Silvester kehrt und die Straße von grobem Unrat befreit, ist uns und Mannheimschon viel geholfen“, so Dr. Stefan Klockow, Eigenbetriebsleiter Abfallwirtschaft Mannheim.

rd

***

Bis zu 75 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtreinigung Hamburg (SRH) waren am Neujahrstag seit 2.30 Uhr mit rund zehn Kehrmaschinen und 15 Klein-Lkw im Silvestermüll-Einsatz.

Es wird damit gerechnet, dass -wie im Vorjahr- bis zu 15 Tonnen an Glasscherben, Kartonagen und Böllermüll anfallen. Die Stadtreinigung hat an die Hamburger den Appell gerichtet.  Flaschen und abgebrannte Feuerwerks-Batterien zu entfernen, da sie besonders auf Fahrbahnen zu ernsthaften Gefahren führen können.

rd

Hinterlasse eine Antwort