Brancheninfo 47-07/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

„Demonstration in Orange“: Wenn an der Kieler Förde 350 Abfalltonnen gegen massenhaften Party-Unrat protestieren

 

Können Abfalltonnen protestieren? Oh ja. sie können es, wie sich unlängst in Kiel zeigte. Auf der Reventlouwiese, einer begehrten Partyzone  an der wunderschönen Kieler Förde, stellte der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) unlängst 350 orangene Protest-Abfalltonnen auf.

Die Botschaften der stummen „Demonstranten“:  „Wenn ihr es nicht zu den Tonnen schafft, dann stellen wir die Tonnen zu euch”. Und : „Geht feiern, aber nehmt bitte eure Partysachen mit und wenn das schon nicht geht, dann packt sie jedenfalls in die Abfalltonnen.“

Demonstration in Orange: die Tonnen-Installation von Kiel. Foto: ABK

Die Tonnen-Installation, sie ist ein Mahnmal gegen die seit Wochen auftretenden  Berge von  achtlos weggeworfenen Verpackungen, Massen an Kronkorken und zerschepperten Glasflaschen sowie Zigarettenkippen. All dies landet auf der Wiese, auf den Wegen und im Wasser. Zum Schaden der Umwelt und der Mitmenschen.

Der ABK hat mit zusätzlich Schichten an den Wochenenden reagiert, um das Abfallaufkommen zu beseitigen. Zusätzliche Abfalltonnen, Abfallinseln und Riesen-Abfallcontainer wurden aufgestellt, sogenannte Smoker für Zigarettenstummel ebenfalls – was von den Partys übrigbleibt, landet trotzdem nicht in den vorgesehenen Behältnissen.

ABK-Werkleiter Christian Schmitt: “Wir haben die Aufgabe, Kiel sauber zu halten. Das machen wir gerne. Aber die Kieler*innen machen es uns gerade nicht leicht.“ Die Partygänger müssten nach seinen Worten ihr Verhalten ändern, “damit es auch morgen noch eine gute Aufenthaltsqualität in Grünanlagen wie Schrevenpark und Reventlouwiese gibt“.

AbKI/rd

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