Brancheninfo 19-11/2018

Brancheninfo 19-11/2018

150 150 Klaus Henning Glitza

 

Brand/ Aldi und DSD/  Neuer Hof/ Zwei Mio. für neue Fahrzeuge / Gesetz mit Folgen / Kindertag / Informationsoffensive

 

Wie jetzt bekannt wurde, ist gegen 2.25 Uhr am vergangenen Sonnabend auf dem Betriebsgelände der Firma Lober in Neunburg vorm Wald (Landkreis Schwandorf, Oberpfalz) ein circa 100 Kubikmeter umfassender Müllhaufen in Flammen aufgegangen. Wie das wochenblatt berichtet, konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunburg vorm Wald zügig unter Kontrolle gebracht werden. Es werde derzeit von selbstentzündeten Batterien im Metallschrott als Brandursache ausgegangen. Nach erster Einschätzung sei kein Sachschaden entstanden.

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Der nach EM-Informationen zwischen der ALDI-Unternehmensgruppe und dem Dualen System Deutschland (DSD) vereinbarte Lizensierungsvertrag wird von beiden Vertragspartnern nach wie vor nicht kommentiert. DSD-Pressesprecher Norbert Völl antwortet auf schriftliche Anfrage: „Ich bitte um Verständnis, dass wir uns zu Kundenbeziehungen grundsätzlich nicht äußern können.“ Verena Lissek von der Unternehmenskommunikation der ALDI Einkauf GmbH & Co. oHG teilt mit: „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu der Thematik nicht äußern“.

khg

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Alle Wertstoffe – alle Branchen. Unter diesem Motto hat Witttmann Recycling in Ergolding (Landkreis Landshut, Niederbayern) einen neuen Gewerbewertstoffhof eröffnet.
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Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal (AWG) hat für neun neue Müllfahrzeuge knapp zwei Millionen Euro in die Hand genommen. Die Fahrzeuge verfügen über Rückfahr- und Abbiegeassistenten zur Überwachung des rückwärtigen Raums und des berüchtigten toten Winkels. Vor drei Jahren war beim Rückwärtsfahren ein Mann, der mit einer Schneefräse arbeitete, tödlich verletzt worden. Die AWG ist sicher: Ein solcher moderner Rückfahrassistent hätte diesen Unfall verhindert werden können, berichtet der WDR.

bem

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Das neue Elektro- und Elektronikgesetz (ElektroG) hat Auswirkungen auf die Wertstoffhöfe der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha). Weil statt in sechs verschiedenen Containern die Altgeräte nun in zehn Gruppen entsorgt werden müssen, reicht der Platz auf einigen Wertstoffhöfen nicht mehr aus.

Deshalb werden Elektrogroßgeräte nur noch auf ausgewählten Höfen angenommen. Kühlschränke, Waschmaschinen, Herde, Elektrowerkzeuge, Möbel und Möbelteile mit nicht ausbaubarer Elektrik können ab 1. Dezember nur noch auf den Deponien Lahe, Burgdorf und Kolenfeld und den Wertstoffhöfen Schörlingstraße (Hannover-Linden), Bissendorf und Sehnde entsorgt werden. Die Möglichkeit der Abholung der Großgeräte durch aha gegen eine Gebühr bleibt erhalten.

Auf sämtlichen 21 Wertstoffhöfen können dagegen weiterhin Elektro-Kleingeräte (alle äußeren Geräte-Abmessungen kleiner als 50 Zentimeter), Fernseher, Monitore (jeder Größe) sowie Kleidung und Schuhe mit Elektronik kostenlos abgegeben werden.

Das Gesetz trat bereits am 15. August 2018 in Kraft, für öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger wie aha gilt es ab dem 1. Dezember 2018. Zu den Neuerungen zählt, dass ab. 1.Dezember werden auch Möbel wie elektrisch verstellbare Schreibtische, Textilien mit eingebauter Elektronik oder Schränke mit Beleuchtung als Elektroaltgeräte behandelt werden müssen.

nic

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Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung organisiert der Abfallwirtschaftbetrieb München (AWM) zum ersten Mal einen Kindertag mit. Bei dieser Veranstaltung in Halle 2 (Gebrauchtswarenkaufhaus der Stadt München, Peter-Anders-Straße 15, München-Pasing) verkauft der AWM gut erhaltene, noch funktionstüchtige und kuriose Gegenstände, die an den Münchner Wertstoffhöfen oder direkt in der Halle 2 abgegeben wurden, aber viel zu schade zum Wegwerfen sind. Auf alle Artikel rund ums Kind werden 50 Prozent Rabatt gewährt, Gute Nachricht: Zirka 500 Artikel stehen zum Verkauf!

Außerdem wird ein Unterhaltungsprogramm für Kinder (Auftritt der Münchner KlinikClowns, Maltische, Müll-Quiz) geboten. Eine (natürlich gebrauchte!) Popcornmaschine, die ebenfalls an einem Wertstoffhof abgegeben wurde, wird die Naschkatzen versorgen.

Eröffnet wird der Kindertag am morgigen Mittwoch, 21. November, um 11 Uhr durch Edwin Grodeke in Vertretung von Kristina Frank, Kommunalreferentin und Erste Werkleiterin des AWM. „Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“, ist die Devise der AWM. Gerade Kinderartikel seien oft nur für einen kurzen Zeitraum in Gebrauch, aber viel zu schade zum Wegwerfen.“

Einen Teil des Erlöses aus den Tageseinnahmen spendet der AWM den Klinik Clowns.

bem

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Die jüngst gegründete Initiative „geTon“ will nach Eigenangaben die Akzeptanz für das Recyclingsystem in Deutschland bei Wirtschaft und beim Verbraucher weiter steigern.

„Eine Informationsoffensive für die Gelbe Tonne soll die Kreislaufwirtschaft in Deutschland noch effizienter machen und den Rezyklatmarkt für Kunststoffe in Schwung bringen“, heißt es in einer Mitteilung der Initiative. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die drei dualen Systembetreiber BellandVision, DSD, Interseroh, die beiden Entsorger Alba und Remondis sowie der Verpackungshersteller Alpla und der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble Deutschland.

Zentrales Ziel der Initiative ist die Akzeptanz in Wirtschaft und Gesellschaft für Recycling und Kunststoffrezyklate. Zwar liefere die Recyclingwirtschaft inzwischen hochwertiges, der Neuware gleichwertiges Rezyklat. Doch angesichts der niedrigen Rohölpreise sei es für die kunststoffverarbeitende Industrie und insbesondere für die Verpackungshersteller – nicht attraktiv genug. Dabei führe Kunststoffrecycling nicht nur zu einem Rückgang des Erdölverbrauchs, sondern sei durch die CO2-Reduktion auch ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel.
Katharina Marquardt, bei Procter & Gamble für die Nachhaltigkeitskommunikation zuständig ist, erklärt, worum es ihrem Unternehmen konkret geht: „Neben dem Verzicht auf Verpackungen führen auch intelligente Sammelsysteme, eine technisch anspruchsvolle Aufbereitung und die Rückführung in den Kreislauf zu einem schonenden Umgang mit den Ressourcen und der Umwelt. Hier sind wir unserer Umwelt bessere Ergebnisse schuldig. Gemeinsam könnten Politik, Verbände und Unternehmen deutlich mehr erreichen als nur das Verbot bestimmter Einwegprodukte.“

„Wir erwarten von allen Beteiligten, solche Zusammenhänge zu erkennen und vorbehaltlos zusammenzuarbeiten, um den Markt für Rezyklate in Schwung zu bringen“, so das Statement von DSD-CEO Michael Wiener. Das würde auch das „Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in die Gelbe Tonne stärken, weil eine funktionierende Kreislaufwirtschaft für alle einen großen Schritt in Richtung Zukunft darstellt”.
rd

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