Brancheninfo 15-01/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

Gelbe Säcke in Kreis Warendorf: „Schluss mit lustig“ / Alsfeld: „Abfalltransport“ mit herben Folgen

 

Die offenbar nach wie vor anhaltenden massiven Probleme bei der LVP-Entsorgung im Kreis Warendorf (Münsterland, NRW) haben die Kreisverwaltung zu einer überaus deutlichen Pressemitteilung veranlasst.

„Auch, wenn sich die Karnevalssaison ihrem Höhepunkt nähert – im Kreishaus ist jetzt Schluss mit lustig“, lauten die bedeutungsschweren Worte, mit denen diese Erklärung beginnt. Landrat Dr. Olaf Gericke (Originalaussage: „So kann das nicht weitergehen“) stelle sich „auf die Seite der Bürgerinnen und Bürger, die Probleme bei der Abholung der gelben Säcke haben“, wird betont.

Wörtlich heißt es: „Das Entsorgungsunternehmen Töns Meier aus Porta Westfalica, das zur Schwarz-Gruppe gehört, ist seit Jahresanfang mit der Abholung der gelben Säcke beauftragt und die Beschwerden reißen nicht ab. (…)  Die Zeit nach Silvester war zwar nicht leicht, schließlich hat die Entsorgungsfirma Borchers vielerorts die gelben Säcke nicht mehr abgeholt. Aber jetzt steht Karneval vor der Tür und die Anfangsschwierigkeiten sind noch immer nicht überwunden.‘“

Kreis und Kommunen ständen im Austausch und würden sich notfalls im Rahmen der Ersatzvornahme um die Abholung der gelben Säcke kümmern, ist der Pressemitteilung weiter zu entnehmen. Dies sei ein Vorgehen, zu dem sich einige Städte und Gemeinden bereits gezwungen sahen. „Diese Leistungen würden dann der Firma Tönsmeier in Rechnung gestellt, wird Kreisumweltdezernent Carsten Rehers zitiert „Und: Wir sind wirklich stinkig“.

Thomas Grundmann, Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises, bietet der Presseeerklärung zufolge den betroffenen Kommunen Hilfe an.  „Bei Rückfragen zur Abholung der gelben Säcke stehen wir den Städten und Gemeinden natürlich gerne zur Seite“, heißt es.

Die Presseabteilung des Unternehmens Tönsmeier wurde um ein Statement gebeten. Telefonisch konnte die Presseabteilung heute aber nicht erreicht werden.

khg

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Ein Anhänger, der Abfall, unter anderem 20 Elektrogeräte geladen hatte, ist am 12. Februar in Hessen aus dem Verkehr gezogen worden.

Wie die Polizeistation Alsfeld (bei Bad Hersfeld) mitteilte, war die Ladung mangelhaft und geradezu abenteuerlich gesichert. Au0erdem kam bei Wiegung zutage, dass das Gespann deutlich überladen war. Darüber hinaus konnte der Fahrer (Inhaber einer Abfallentsorgungsfirma im Kreis Fulda) keine gültige Transportberechtigung für den Abfall vorlegen. Den Mann erwartet jetzt ein Verfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen in Verbindung mit Verstößen gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz und der Beförderungserlaubnisverordnung.

rd

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