Brancheninfo 13-01/2019

Brancheninfo 13-01/2019

Brancheninfo 13-01/2019 150 150 Klaus Henning Glitza

Schülerin bei Unfall mit Müllfahrzeug getötet /Interseroh unter Finalisten / Mülldetektive sind auf heißer Spur

 

Tödlich verletzt wurde eine elfjährige Realschülerin, die am gestrigen Freitagmorgen in Lehrte von einem Müllfahrzeug angefahren wurde.

Der Fahrer des Wagens floh, ohne sich um das schwerverletzte Kind zu kümmern. Die Fünftklässlerin wurde in Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht, wo sie Stunden später ihren Verletzungen erlag.  Der Vorfall ereignete sich gegen 7.10 Uhr an der Kreuzung Ostring/Mielestraße in Lehrte.

Nach Erkenntnissen der Polizeidirektion Hannover wollte die Schülerin auf einer Fußgängerfurt den Ostring bei für sie geltendem Grünlicht der Ampel überqueren. Hierbei wurde sie offenbar von dem zunächst unbekannten Fahrer des Müllwagens übersehen.

Aufgrund von Zeugenaussagen und Ermittlungen bei in Frage kommenden Entsorgungsunternehmen konnte ein 35-jähriger Mann als Tatverdächtiger ermittelt werden. Gegenüber der Polizei sagte er aus, er habe den Unfall nicht bemerkt. Den Hinweis auf den mutmaßlichen Täter hatte das betroffene Entsorgungsunternehmen, es soll sich im Veolia handeln, selbst gegeben. Die Firma wertete die Daten ihrer Fahrzeuge aus und kam so auf den 35-Jährigen, der zum relevanten Zeitpunkt den Unfallbereich befuhr.

Ähnliche Datenchecks wurden auf Veranlassung der Polizei auch bei der Recyclingfirma Hellmich und den Entsorgern aha und REMONDIS vorgenommen. Die drei Unternehmen konnten aber definitiv ausschließen, dass sich eines ihrer Fahrzeuge zum Unfallzeitpunkt auch nur in der Nähe des Ereignisortes befand.

Gegen den Unfallverursacher wird jetzt eins Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts auf unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und fahrlässigen Tötung eingeleitet. Der Mann ist auf freiem Fuß.

khg

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Interseroh gehört in diesem Jahr zu den Finalisten des internationalen Plastics Recycling Awards Europe.

Nach Angaben der Pressestelle geht der Umweltdienstleister gemeinsam mit dem Technologiehersteller EREMA geht der Umweltdienstleister in der Kategorie „Reycling Machinery Innovation of the Year“ mit dem Kaskaden-Extrusionssystem COREMA® ins Rennen um die begehrte Auszeichnung. Mit COREMA® sei es erstmals möglich,“maßgeschneiderte Recycling-Compounds für hochwertige Anwendungen in nur einem Verfahrensschritt herzustellen“, teilt das Unternehmen mit.  Die innovative Technologie sei in ihrer Kombination eigens für die Anforderungen von Interseroh entwickelt worden.

Das Kaskaden-Extrusionssystem im Betrieb. Foto: ALBA Group/Amin Akhtar

Interseroh arbeite bereits seit Jahren intensiv an der Entwicklung hochwertiger Kunststoff-Rezyklate für unterschiedliche Marktanforderungen durch mechanisches Recycling von Polyolefinen, so die Presseabteilung weiter.  Der Einsatz des neuen COREMA®-Systems verkürze den Herstellungsprozess der Recompounds nun deutlich: Ein „One-Extrusion-Process“ermögliche passgenaue Rezepturen je nach Wunsch des Kunden in nur einem Schritt statt wie bisher in zwei Schritten. Direkt im Herstellungsprozess würden Additive, Modifikatoren und anorganische Füllstoffe in Anteilen von 0,25 bis 40 Prozent beigemischt. Die Qualitätskontrolle der Materialrheologie und Farbstabilität erfolge dabei digital und in Echtzeit.

„So kann Interseroh individuelle Recompounds für besonders hochwertige Anwendungen herstellen. Zudem senkt der One-Extrusion-Process den Energie- und Ressourcenverbrauch. Selbst bei der Herstellung komplizierter Rezepturen spart das neue Verfahren bis zu 50 Prozent der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein“, ist einer Interseroh-Pressemitteilung zu entnehmen..

Dr. Manica Ulcnik-Krump, Leiterin der Business Unit Recycled-Resource bei der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, und Manfred Hackl, CEO der EREMA Group, werten den Finalistenplatz als bedeutende Anerkennung unseres Engagements“. „COREMA® ermöglich es. „die Wünsche unserer Kunden noch präziser und deutlich nachhaltiger zu erfüllen“, so Dr. Ulcnik-Krump.

Die Plastics Recycling Show Europe, die erste Fachausstellung für Kunststoffrecycling auf dem europäischen Festland, würdigt Errungenschaften der europäischen Kunststoffrecyclingindustrie und bietet Einblicke in aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Recycling, Produktdesign und innovative Fertigungen.  Die offizielle Preisverleihung findet am 11. April 2019 in Amsterdam im Rahmen dieser Fachausstellung statt.

EREMA ist Weltmarkt- und Technologieführer bei Kunststoffrecyclinganlagen. Interseroh ist neben ALBA eine der Marken unter dem Dach der ALBA Group.

SG/rd

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Zirka 280 Altreifen ist auf einem Mönchengladbacher Feldweg an der Stadtgrenze zu Viersen aufgefunden worden.

Dies meldete die Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe AöR (mags). Der zweite Vorfall innerhalb weniger Tage.  Erst vor kurzem waren Altreifen in ähnlicher Anzahl in Grevenbroich illegal „entsorgt“ worden. Aber das war noch längst nicht alles.  In den vergangenen Wochen wurde die Ablagerung von insgesamt 800 alten Pneus registriert.

Die mags-Mülldetektive wurden auf den spektakulären Fall angesetzt- und wurden fündig. Auf den in Mönchengladbach als auch in Grevenbroich entdeckten sie auf einzelnen Reifen gelbe Markierungen mit Kennzeichen aus dem Kreis Viersen. „Die Spuren deuten bislang darauf hin, dass beide Fälle in einem Zusammenhang stehen und vielleicht zu ein und demselben Täter führen“, informiert Jörg Wilms, Leiter der mags-Mülldetektive, über erste Ermittlungsergebnisse.

Wer etwas zur Herkunft der Reifen sagen kann oder vor Ort etwas beobachtet hat, kann sich bei mags (Servicetelefon 02161 49 10 10 oder muelldetektive@mags.de wenden.

khg

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