Brancheninfo 07-08/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

Tödlicher Unfall / Hilfe aus Lübeck/ Ausschreibung in Region Osnabrück

 

Ein tödlicher Verkehrsunfall hat sich gestern in Suhl ereignet.

Nach Angaben der Landespolizeiinspektion Suhl befuhr ein Abfallsammelfahrzeug in der thüringischen Stadt die Carl-Fiedler-Straße in Schrittgeschwindigkeit.   Ersten Ermittlungen zufolge habe plötzlich eine 83-jährige Fußgängerin die Fahrbahn gequert und sei vom Lastwagen überrollt worden. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät, sie verstarb noch am Unfallort.

Die Straße war für die Zeit der Unfallaufnahme gesperrt.

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Auch vier Kollegen des Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) hatten sich aufgemacht, um bei der Schadensbeseitigung im Hochwassergebiet in der Region Ahrweiler in Niederzissen zu helfen.

Start im Morgengrauen. Das Viererteam des ABK: (von links) Tom Herse, Wilhelm Kropp, Martin Marquardt und Dennis Kahlert. Foto: ABK

Wilhelm Kropp (Straßenreinigung), Dennis Kahlert und Tom Herse (Werkstatt) sowie Martin Marquardt (Abfallwirtschaft) waren mit einem Containerzug inklusive Bekranung und zwei 35 Kubikmeter Containern sowie einem Werkstattfahrzeug für verschiedene Einsätze vor Ort. – Ihr Engagement war in eine gemeinsame Aktion der norddeutschen Entsorgungsbetriebe (WZV Segeberg, EBL Lübeck, Karl Eggers & Sohn GmbH, Tangstedt, AWSH, Elmenhorst – Lanken sowie Buhck Gruppe Wiershop) eingebettet. Zusammen ging es ab Segeberg in die Krisenregion zur Unterstützung.

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Weil Ende 2022  der bisherige Verwertungsvertrag zwischen Stadt und Landkreis Osnabrück sowie der Helector Recyclingcenter Osnabrück GmbH  nach 17 Jahren ausläuft und keine  Verlängerungsoption mehr besteht,   wurde die Dienstleistung jetzt neu europaweit  ausgeschrieben.

Der Entsorgungsvertrag umfasst die Verarbeitung der rund 90.000 Tonnen Restabfall, die in der Region Osnabrück pro Jahr anfallen.  Ausschreibungsdurchführende Gesellschaft ist die ENOS Entsorgung Osnabrücker Land GmbH, ein gemeinsames Unternehmen der AWIGO GmbH (75,1 Prozent  der ENOS-Anteile, als 100-prozentiges Tochterunternehmen des Landkreises) und der Osnabrücker Kommunalservice GmbH (OKS) (24,9  Prozent der ENOS-Anteile, als 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadt Osnabrück). Diese Gesellschaft wurde im Jahr 2018 gegründet, um die gemeinsame Verwertung von Abfällen besser zu koordinieren.

Nach Angaben  von AWIGO-Geschäftsführer Christian Niehaves werden die eingehenden Angebote anhand drei verschiedener Kriterien ausgewertet und verglichen: Angebotspreis, Transportaufwand zur Verwertungsanlage und ökologische Bewertung. „Mit Letzterem ist gemeint, dass die CO2-Einsparungen, die über die regenerative Erzeugung von Strom und Wärme aus den Abfällen erzielt werden, entsprechende Berücksichtigung finden“, so Niehaves.

„Auf diesem Wege wollen Osnabrücker ServiceBetrieb und AWIGO gemeinsam für die Region Osnabrück Entsorgungssicherheit gewährleisten, logistisch sinnvolle und möglichst umweltschonende Lösungen erzielen sowie die Gebührenzahlenden, also die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis, so gering wie möglich belasten“, ergänzt Detlef Schnier, Leiter  des Osnabrücker ServiceBetriebs.

Zu Jahresanfang 2022 soll eine Vergabeentscheidung gefällt sein, so dass ein neuer Entsorgungsvertrag zum 1. Januar 2023 starten kann.

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Zusammenstellung: nic/khg

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