Brancheninfo 05-12/2019

Brancheninfo 05-12/2019

Brancheninfo 05-12/2019 150 150 Klaus Henning Glitza

K + G gründet Gemeinschaftsfirma / Müllfahrzeuge gerieten in Brand

 

 

Auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Konzentration und sich verschärfender Rahmenbedingungen in der Entsorgungs- und Recyclingbranche rücken die Unternehmen enger zusammen. Jüngstes Beispiel ist die beabsichtigte Gründung der Taunus Umweltservice GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen von  Knettenbrech + Gurdulic Service GmbH & Co. KG (K + G)  und Kilb Städtereinigung GmbH.

Wie aus einer Pressemitteilung der Marketingagentur IMTS hervorgeht, soll generell  die enge Kooperation zwischen den beiden Unternehmen  langfristig weiter auszubaut werden, „um den Herausforderungen einer sich weiterentwi­ckelnden Branche gemeinsam zu begegnen“.

Teil dieser Herausforderungen sei ein gestiegenes Umweltbewusstsein, stellt Steffen Gurdulic, Geschäftsführer der Knettenbrech + Gurdulic Gruppe, fest. „Themen wie Mülltrennung, Recycling und gezielte Wiederverwertung sind entscheidend für die Zukunft und können nicht mehr voneinander getrennt betrachtet werden“, sagte er. „Und neben Engagement und Ideenreichtum braucht Umweltschutz eben auch Investment. An dieser Stelle kommt  die neue Kooperation ins Spiel. Wir freuen uns über das zusätzliche Standbein in der Region.“

„Von dieser Partnerschaft profitiert ganz Mittelhessen“, hebt Gurdulic hervor.  „Unser wirtschaftlicher Einsatz für die Region zahlt sich aus in Form von optimierten Angeboten, kürzeren Transportwegen und mehr Arbeitsplätzen. Wir sehen es als unsere Pflicht an, in der Abfallverwertung den Blick stets auf die Zukunft gerichtet zu halten – auch angesichts unserer Wurzeln als familiär geführtes Traditionsunternehmen.“

„In Knettenbrech + Gurdulic haben wir einen starken Partner für den Ausbau und die reibungs- wie lückenlose Abdeckung des Gebiets gefunden“, erklären  die Geschäftsführer der Kilb Städtereinigung, Jochen Kilb und Stefan Hofmann. Dies sei „ein entscheidender Schritt, um den steigenden Ansprüchen der Kreislaufwirtschaft gerecht zu werden.“

Die mittelständische Gruppe Knettenbrech + Gurdulic, 2001 gegründet,  hat ihren Sitz in Wiesbaden und zählt nach Eigengaben „nicht nur zu den namhaften Anbietern im Taunus und in Hessen, sondern auch zu den führenden deutschen Entsorgern“. Zur 1979 gegründeten Kilb Entsorgungsgruppe mit Hauptsitz in Kelkheim  gehört auch die aus einer Fusion neuentstandene Kilb Vetter Entsorgung GmbH (KVE).

„Als Geschäftsführer der Taunus Umweltservice GmbH mit Sitz in Kelkheim/Taunus sind Christian Meret und Stefan Hofmann bestellt. Als Hauptsitz des Unternehmens wird Kelkheim genannt. Das neue Unternehmen befindet sich noch in der Gründungsphase und ist noch nicht im Handelsregister eingetragen.

SB/khg/rd

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Aus bislang unbekannten Gründen ist am vergangenen Dienstag ein mit mehr als 20 Tonnen Hausmüll beladener Sattelzug in Brand geraten. Verletzt wurde dabei niemand.

Das in Tschechien zugelassene Gespann befuhr die Autobahn A 9 in Richtung Norden, als der 61-jährige Fahrer gegen 12.10 Uhr zwischen Pfaffenhofen an der Ilm (Regierungsbezirk Oberbayern)  und dem Dreieck Holledau eine Rauchentwicklung bemerkte. Der tschechische Staatsbürger stoppte den Lastzug auf der Standspur und stellte einen entstehenden Brand der Müll-Ladung fest.

Die alarmierten Feuerwehren aus Geroldshausen, Geisenhausen, Schweitenkirchen, Wolnzach und Pfaffenhofen hatten den Brand schnell unter Kontrolle. Jedoch bestand die Gefahr, dass noch Glutnester im Brandgut aktiv waren und der geladene Müll wieder aufflammen könnte. Deshalb fragte die Polizei bei der Müllverwertungsanlage  (MVA) Ingolstadt an, ob der Müll dort zwischengelagert werden könne. Nach Zustimmung von Geschäftsleiterin Dr. Irene Lindner eskortierten Polizeibeamte und Feuerwehrleute den noch fahrbereiten Lastzug zur MVA. Dort wird das Brandgut nach finaler Löschung derzeit auf dem Hof gelagert. Was weiter geschieht, liegt in der Hand der am Transport beteiligten Unternehmen.

Die zirka 20 Tonnen Müll hatte der tschechische Kraftfahrer von einem „Recyclingunternehmen im Großraum München“ übernommen, wie es aus Polizeikreisen heißt. Es wird angenommen, dass die Ladung zur weiteren Behandlung in Tschechien  oder angrenzenden Ländern bestimmt war. Der Sachschaden wird von der Polizei auf 50.000 Euro geschätzt.

khg/rd

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Zu einem Brand in einem Müllfahrzeug ist es am gestrigen Mittwoch in der Kieler Deliusstraße gekommen.

Feuerwehr in der Kieler Deliusstraße im Einsatz. Im Fahrzeug eines privaten Entsorgungsunternehmen war Müll in Brand geraten. Foto: Feuerwehr Kiel

Das Ereignis wurde gegen 8.22 über eine Kieler Festnetznummer gemeldet. Nach Angaben der Feuerwehr trafen kurz danach der Löschzug der Hauptfeuerwache und ein Löschfahrzeug der Feuer- und Rettungswache Ost an der Einsatzstelle ein. „Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der sichtbaren Flammen im Müllraum, wurde das Schüttgut abgeladen und auf der Straße durch die
Einsatzkräfte abgelöscht“, heißt es im Einsatzbericht. Nach zirka 20 Minuten war das Feuer gelöscht. Das Fahrzeug gehört einem privaten Entsorgungsunternehmen.

Die Brandursache wird sich möglichweise nicht mehr feststellen lassen. Jedoch ist davon auszugehen, dass neben der Möglichkeit der Selbstentzündung  ein Fremdkörper im Müll (Akku, Spraydose, Chemikalie) oder latent brennende/glimmende Gegenstände das Feuer ausgelöst haben.

Fw/khg

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