Brancheninfo 05-09/2019

Brancheninfo 05-09/2019

Brancheninfo 05-09/2019 150 150 Klaus Henning Glitza

Nehlsen: 47 Berufseinsteiger / Interseroh: Datenschutz bei Wiederverwendung / Kein Sachschaden in Swisttal / Brand in Mittweida durch Batterie ausgelöst?

 

47 junge Menschen im Alter zwischen 17 und 29 Jahren, 34 davon an den Bremer Standorten, sind am 1. August bei Nehlsen  in ihre Ausbildung gestartet. Vorstand Dirk Peter begrüßte die Berufseinsteiger beim schon traditionellen Azubitag am 1. August.

Traditioneller Azubitag: 47 junge Menschen beginnen bei Nehlsen ihre Ausbildung. Foto: Nehlsen GmbH & Co. KG

Rund 44 Prozent der Auszubildenden haben sich für eine kaufmännische Laufbahn entschieden, 56 Prozent für eine gewerbliche Ausbildung.  „Jungen Menschen eine Perspektive für ihre Ausbildung und ein sicheres und modernes Berufsleben zu ermöglichen, liegt uns sehr am Herzen“, erklärte er. Das sei ein guter Grund „in die Ausbildung zu investieren und unseren Mitarbeitern einen attraktiven Rahmen zu bieten“.

Insgesamt bildet Nehlsen (bundesweit 2.100 Mitarbeiter und über 80 Azubis) in elf verschiedenen gewerblichen und kaufmännischen Berufen aus. Beispiele sind Berufskraftfahrer, Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Chemielaborant oder Kaufmann für Büromanagement sowie duale Ausbildungsgänge mit Studium.  Für eine Ausbildung zur Fachkraft Rohr-, Kanal- und Industrieservice gibt es noch freie Plätze. Interessierte können sich weiter bewerben und finden weitere Informationen zu den einzelnen Berufen sowie Bewerbungstipps auf der Website generation.nehlsen.com.

Der Azubitag wurde wie in den Jahren zuvor von Auszubildenden des zweiten Ausbildungsjahres maßgeblich organisiert. Besonderheit des Tages: Der Einführungstag wurde live auf dem neuen Azubi-Instagram-Account übertragen und die Neuankömmlinge wurden sofort mit in den hauseigenen Azubiblog „Generation N“ eingebunden.

MK/rd

***

Wiederverwendung statt Verschrottung oder Export nach Afrika; Der Umweltdienstleister Interseroh bereitet derzeit nach Eigenangaben rund 200.000 IT- und Telekommunikationsgeräte pro Jahr auf und organisiert sämtliche Schritte auf dem Weg zur Wiederverwendung. Bei solchen Prozessen stellt sich immer die Frage: Was geschieht mit den Daten, die eventuell noch auf diesen Geräten befinden, und wie sicher ist die Datenlöschung?

Interseroh kann in dieser Hinsicht mit einer guten Nachricht aufwarten.  Wie es in einer Pressemitteilung heißt, arbeitet das Unternehmen ab sofort mit Blancco, dem führenden Software-Anbieter für sichere Datenlöschung, zusammen. Als „Logistics Blancco Gold-Partner für ITAD“ (ITAD = IT Asset Disposal, Entsorgung von IT-Anlagen) könne Interseroh mit dieser Kooperation  sein Serviceangebot im Bereich IT-Refurbishment weiter optimieren und eine weltweit anerkannte, zertifizierte Lösung für die Löschung von Daten auf gebrauchten PCs; Notebooks, Servern, Smartphones und Tablets anbieten.

Grüne Pfeile bedeuten: In Sachen Datenlöschung ist alles im grünen Bereich. Foto: Alba Group / Amin Akhtar

„Wir freuen uns auf diese Partnerschaft, da Interseroh für gelebte Nachhaltigkeit und Wiederverwendung steht“ betont Tanja Kühnl, Managing Director der Blancco Central Europe GmbH. Jan Höschel, Leiter Business Center ReUse bei der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, ergänzt: „Unser Ziel ist es, die Verlängerung des Produkt-Lebenszyklus mit hohen Datenschutz-Standards zu verbinden. Indem wir eine sichere Wiederverwendung der Geräte samt Festplatte beziehungsweise Datenträger ermöglichen, können wir wertvolle Ressourcen einsparen.“

Zum Leistungsumfang bei der Aufbereitung und Wiederverwendung der  IT- und  Telekommunikationsgeräte gehören nach Interseroh-Angaben  die europaweite Abholung ebenso wie die Datenlöschung und technische Funktionstests in den End of Life-Servicecentern in Berlin, München und Frankfurt/Main. Die Partnerschaft mit Blancco ermögliche es jetzt, die Geräte effizient und verlässlich mithilfe der serverbasierten Datenlöschung und Komponenten-Erkennung des Software-Partners zu bearbeiten. Nach jedem Löschvorgang werde automatisch ein umfassendes und digital signiertes Löschzertifikat erstellt. „Dadurch kann Interseroh seinen Kunden im Rahmen seines ISO-zertifizierten Prozesses eine weitere Sicherheit bieten: Durch die Umstellung auf die von zahlreichen staatlichen Stellen und Prüforganisationen anerkannte und zertifizierte Software von Blancco wird die Wiederverwendung von ITK-Geräten für die Kunden noch interessanter und praktizierter Ressourcenschutz mit Sicherheit verbunden“, wird in der Pressemitteilung hervorgehoben.

Blancco ist der Branchenstandard im Bereich der Datenlöschung und Mobilgerätediagnose. Dank der Datenlöschlösungen von Blancco stehen tausenden Unternehmen und Organisationen die erforderlichen Tools zur Verfügung, um Daten von IT-Assets sicher zu löschen und ihre Endpoint-Security-Richtlinien zu erweitern. Jeder Löschvorgang wird verifiziert und durch ein manipulationssicheres Löschzertifikat bestätigt. Keine andere Datenlöschsoftware biete eine derart umfassende Compliance mit den strengen Vorschriften und Anforderungen von Behörden und Prüfstellen“, betont Interseroh.

AL/rd

***

Bei dem jüngsten Ereignis auf dem Betriebsgelände der Hündgen Entsorgungs GmbH & Co, KG in Swisttal-Ollheim (EM berichtete) ist kein Sachschaden entstanden. Dies teilte  Betriebsleiter und Prokurist Christian Hündgen auf EM-Anfrage mit. Von einem Brand, wie es in Medien berichtet wurde, könne keine Rede sein. Bevor sich ein Brand entwickeln konnte, hätten Mitarbeiter noch vor  Eintreffen der Feuerwehr erfolgreich Löschmaßnahmen ergriffen. Christian Hündgen zeigte sich verwundert, dass das Ereignis in Medien so  stark hervorgehoben wurde.

khg

***

Möglicherweise hat eine kleine Batterie in Mittweida (Landkreis Mittelsachsen) einen großen Brand ausgelöst.

Das vermutet jedenfalls ein Sprecher des Aluminium-Recyclers Pyral AG.  In einer Halle dieses Unternehmens in Mittweida, in der LVP-Abfälle gelagert waren, ist am vergangenen Sonnabend während der Nachtschicht Feuer ausgebrochen. Zwei Mitarbeiter, die in der Halle beschäftigt waren, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen

Gegen 21.30  Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert.  Rund 150 Einsatzkräften standen schwierige  Lösch- und Nachlöscharbeiten bevor. Die Nachlöscharbeiten dauern zur Stunde noch an. Laut Freie Presse hatte sich die Glut auch im Inneren des verbliebenen Daches ausgebreitet, Da mit Drehleitern nicht mehr heranzukommen war, seien ein Bagger und ein Teleskoplader der Firma Umtech angefordert worden. Mit dem Bagger seien laut Christian Kreisel von der Feuerwehr Löcher in das Dach sowie eine Wand geschlagen worden, um den Zugang zu erleichtern.

Nach vorliegenden Informationen wurden mindestens 2.000 Quadratmeter, der Halle zerstört. Ein großer Teil des Daches ist eingestürzt. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

„Schuld war zu 99 Prozent eine illegal in den gelben Säcken entsorgte Batterie”, zitiert BILD einen Pyral-Sprecher.  Diese sei vermutlich beim Pressvorgang in Brand geraten. “Bitte werfen sie keine Batterien oder Lithium-Akkus in den normalen Müll, den diese können nicht immer durch Sortiermaschinen erkannt werden“, so der Appell des Sprechers laut BILD.

nic

 

 

 

Hinterlasse eine Antwort