Brancheninfo 04-10/2019

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Brancheninfo 04-10/2019 150 150 Klaus Henning Glitza

Göttingens Bio-Power-Bewegung / Saubermacher ist Weltmeister

 

 

Werbung für sortenreine Bioabfälle: GEB-Werbestand auf dem Göttinger Wochenmarkt. Foto: GEB

Während die Arbeiten am neuen Bioenergiezentrum auf Hochtouren laufen, haben die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) ihre Kampagne unter dem Motto “Die Göttinger Bio-Power-Bewegung: VOLL GUT“ zur besseren Trennung von Bioabfällen im öffentlichen Raum gestartet.  Mit motivierenden und informativen Botschaften  soll in der Öffentlichkeit für die bessere Trennung der Bioabfälle von anderen Abfallarten geworben und  auf die guten Dünge- und Bodenverbesserungspotenziale des Komposts aufmerksam gemacht werden.

Nur wenn das Thema in den Köpfen der Bürger und Bürgerinnen ankommt und am „Ort des Geschehens“, sprich der Küche und der Biotonne jeder sein Bestes gibt, kann die Kampagne gelingen, weiß Maja Heindorf von der GEB.  Denn Fremdstoffe in der grünen Tonne, wie , sind schlecht für Umwelt, ein funktionierender Bioabfall-Kreislauf ist dagegen ein Gewinn.

Sortenreine Inhalte der grünen Tonne und Baum- und Strauchschnitt kann die GEB nämlich in hochwertigen Kompost verwandeln. „Guter Kompost hilft der Natur, bringt fruchtbare Böden und trägt so viel zu einer blühenden Stadt bei. Außerdem reduzieren gut sortierte Abfälle den Restmüll und sparen damit Kosten für den einzelnen Haushalt und tragen zu einer nachhaltigen, lokalen und ökologischen Wirtschaft bei“, so Maja Heindorf.

Einfach und eingängig dargestellt: Ein Plakat, das deutlich macht, was in die grüne Tonne darf- und was nicht. Foto: GEB

Die Kampagne ist nicht die erste Aktion in dieser Sache. Inzwischen konnten die Göttinger Entsorgungsbetriebe nach Eigenangaben das wichtige Thema – nach gezielten Aktionen insbesondere in der Innenstadt – verstärkt in Wohngebieten platzieren. An über 50 Abfallbehälter-Standplätzen wurden großflächige Banner installiert, die anschaulich darüber aufklären, was in die Biotonne darf und was nicht. Zudem wurden an über 1.200 Biotonnen Aufkleber mit dem Kampagnensignet „VOLL GUT!“ angebracht, die in erster Linie wichtige Tipps zur korrekten Bioabfallentsorgung transportieren und zum Mitmachen auffordern: „Zusammen sind wir stark“, „Wir wollen die Trennwende. Jetzt!“ und „Let the Tonn´ shine“ – immer in Verbindung mit der klaren Botschaft: „Kein Glas und Kunststoff in die Biotonne. Auch keine „kompostierbaren“ Müllbeutel aus Biofolie!“

Neueste Aktion: Etliche Haushalte haben sogar schon eine Karte im Briefkasten gefunden, die über die richtige Entsorgung informiert. „Bei einigen sollen diese einen festen Platz neben dem kleinen Biosammeleimer in der Küche bekommen haben“, freut sich Maja Heindorf von den GEB. Außerdem werden die Haushalte laufend durch Anzeigen, zum Beispiel in Stadtteilzeitungen und Gemeindeblättern, sowie über Infozettel und Plakate in Mehrfamilienhäusern zur Unterstützung aufgerufen.

„Darüber hinaus fanden bereits zwei Aktionen auf dem Wochenmarkt statt; hier wurden nicht weniger als 650 Tüten mit je fünf Litern bestem Göttinger Kompost an die Bevölkerung verschenkt“, so M. Heindorf weiter. Last but not least: In Kooperation mit der Wohnungswirtschaft haben die GEB mit ihrem Infomobil mehrere Veranstaltungen durchgeführt, um für die hohe Bedeutung korrekter Trennung direkt vor Ort zu sensibilisieren.

Damit sei die Göttinger Bio-Power-Bewegung längst nicht am Ende. „In diesem und im kommenden Jahr wird es weitere Maßnahmen geben, die für Aufmerksamkeit sorgen werden. Helfen Sie mit und trennen Sie, was das Zeug hält – wir alle haben es in der Hand!“, so der GEB-Appell.

Mehr Infos zum Thema unter der GEB-Servicenummer 400 5 400.

bem

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Noch ein Weltmeistertitel  nach dem gestrigen Riesenerfolg im Zehnkampf der Männer. Die Saubermacher Dienstleistungs AG ist nach Eigenangaben erneut von GRESB (Global Real Estate Sustainability Benchmark) zum weltweit nachhaltigsten Entsorgungsunternehmen gewählt worden. Das österreichische Unternehmen mit  Sitz in Feldkirchen bei Graz Saubermacher erreichte in diesem Jahr  83 von 100 möglichen Punkten. Zum Vergleich: der Durchschnitt aller teilnehmenden Unternehmen betrug 45 Punkte.

Die Auszeichnung nahmen (von links) Robert Maierhofer (Leiter Qualität, Sicherheit und Umwelt Saubermacher),, Hans Roth (Gründer Saubermacher) und Ralf Mittermayr (Vorsitzender des Vorstands Saubermacher) entgegen. Foto: Saubermacher

Die Saubermacher AG nimmt seit  2016 an der Nachhaltigkeitsbewertung teil. Auch 2018 wurde bereits der 1. Platz erreicht.  GRESB, ein international führendes niederländisch-amerikanisches Institut, bewertet die Nachhaltigkeitsperformance von Unternehmen auf der ganzen Welt. Die strengen Kriterien umfassen Unternehmensführung, Unternehmenspolitik und deren Umsetzung, Risiko- und Chancen-Management, Monitoring und Umweltmanagementsystem, Zertifizierungen, Stakeholder-Management und Performance-Indikatoren.

„Für Saubermacher ist dies ein herausragender Erfolg und eine Bestätigung für unsere jahrelangen Anstrengungen, die Nachhaltigkeit unseres Wirtschaftens kontinuierlich zu verbessern“, so der Kommentar von Hans Roth . Der Saubermacher-Gründer  Er richtete seinen herzlichen  Dank alle Kollegen und Kolleginnen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben“. „Klimaschutz und CO2- Reduktion“ seien für die Saubermacher AG ein besonders wichtiges Anliegen.

„Mit unserem Know-How und unseren Lösungen unterstützen wir auch unsere Partner wie Gemeinden, Gewerbe- und Industriebetriebe“, ergänzt  Ralf Mittermayr, Vorsitzender des Vorstandes der Saubermacher AG. Die Nachfrage nach Beratungsleistungen im Nachhaltigkeitsbereich steige „bei uns massiv an“.

Das internationale Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Saubermacher wurde 1979 im oststeirischen Gnas gegründet. Heute ist das Familienunternehmen Partner für zirka  1.600 Kommunen und über 40.000 Unternehmen und beschäftigt rund 3.200 Mitarbeiter in Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowenien, Ungarn, Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit seiner Vision „Zero Waste“ verfolgt das Unternehmen nach Angaben der Leiterin Konzernkommunikation, Bernadette Triebl-Wurzenberger, den Anspruch, keinen Abfall mehr zu hinterlassen, „das heißt. sämtliche Stoffe am Ende ihres Lebenszyklus so aufzubereiten, dass immer höhere Anteile des Ursprungsstoffs recycelt und damit in einem (fast unendlichen) Kreislauf geführt werden können.“

BT/rd

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