Brancheninfo 02-01/2019

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Brancheninfo 02-01/2019 150 150 Klaus Henning Glitza

Becher jetzt mit Bio-Deckel /  Führungswechsel in Mannheim

 

Auf jeden Pott passt ein Deckel. Eine Volksweisheit, die nunmehr auch für den hannoverschen Hannoccino-Becher gilt.

Hatte das umweltfreundliche Trinkgefäß aus weitestgehend kompostierbaren Materialien (Biopolymeren, Naturharzen, Cellulose und natürlichen Verstärkungsfasern) bislang keinen eigenen Deckel, wird dieser Lücke jetzt abgeholfen

 Wie der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) mitteilt, wird es den schwarzen Hannoccino-Deckel aus dem gleichen umweltfreundlichen Material ab 1. März in allen rund 150 Wechselstuben gegen, in denen schon jetzt der gleichnamige Becher erhältlich ist. „Wechselstuben“ bedeutet, dass dort der Hannoccino abgegeben werden oder auch wieder mit Kaffee befüllt werden kann.

Somit wird aus dem Öko-Becher ein Rundum-Soglospaket. Bisher standen keine eigenen Deckel zur Verfügung, weil sich nach aha-Angaben eine Produktion erst ab einer gewissen Stückzahl unter wirtschaftlich vernünftigen Gesichtspunkten lohnt. In den Hannoccino-Wechselstuben wurden die Becher deshalb mit einem Deckel versehen, wie der er auch für die Einwegbecher aus Pappe, Plastik oder beidem üblich war. Und der ist nun einmal aus Plastik, was Umweltschützern ganz und gar nicht behagte.

Nach Erreichen einer wirtschaftlich sinnvollen Stückzahl komplettiert aha jetzt das Hannoccino-Angebot.  Nach EM-Informationen sind derzeit mehr als 50.000 Becher im Umlauf. Wie beim Becher gilt auch für den Deckel das Pfandsystem, Zwei Euro (die werden auch für den Becker genommen) beträgt die Pfandgebühr.

Mit der Einführung des Hannoccino-Bechers wollte aha dem Ex-und-Hopp-Wahnsinn Einhalt gebieten, 2,8 Milliarden Einweg-Coffee-to-go Becher werden pro   Jahr bundesweit nach einmaligem Gebrauch und wenigen Minuten Lebenszeit weggeworfen. Das entspricht 320.000 pro Stunde. Auf Hannover heruntergerechnet, sind das immer noch 18 Millionen Coffee-to-go-Becher pro Jahr oder 2000 Becher pro Stunde. Würden diese jährlich verbrauchten Wegwerfbecher aufgeschichtet werden, wäre der hannoversche Rathausvorplatz (Trammplatz) einen Meter hoch bedeckt.

Ein weiteres Problem mit den Einweggefäßen: Viele landen nicht in Mülleimern oder Abfallkörben, sondern in Umwelt und Natur.

khg

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Führungswechsel bei der Abfallwirtschaft Mannheim. Der bisherige Eigenbetriebsleiter Dr. Stefan Klockow wird das kommunale Unternehmen zum 31. Januar 2019 verlassen und sich in den Ruhestand verabschieden.

„Mit Dr. Klockow geht nicht nur viel Erfahrung und Expertise, sondern auch ein sehr geschätzter Mitarbeiter und beliebter Kollege, auf dessen fachliche Unterstützung man sich immer verlassen konnte“, betonte Bürgermeisterin Felicitas Kubala.

„Der Abschied fällt mir zwar nicht leicht, dennoch verlasse ich die Abfallwirtschaft mit dem guten Gefühl, einen gut aufgestellten Betrieb zu hinterlassen, der in der Vergangenheit bereits viel vorangebracht hat und sich auch in der Zukunft weiterentwickeln wird.“, machte Dr. Klockow deutlich  Der  scheidende Betriebsleiter führte den Zusammenschluss mit den Fachbereichen Grünflächen und Umwelt und Tiefbau zu einem Eigenbetrieb als „sicherlich als eines der größten Projekte“  an.

Dr. Klockow leitete seit 2011 den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und war zudem Geschäftsführer der Abfallbeseitigungsgesellschaft mbH (ABG). Ab Februar wird Hans-Georg Hering Geschäftsführer der ABG.

Ab 1. Februar wird die 48-jährige Diplom-Biologin und Betriebswirtin Alexandra Kriegel die Leitung der Abfallwirtschaft übernehmen: „Ich bin gespannt auf die neue Aufgabe und freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Leistungen der Abfallwirtschaft sind ein elementarer Bestandteil der städtischen Grundversorgung. Damit trägt der Betrieb zu einem positiven urbanen Lebensgefühl und zur Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt bei.“ Alexandra Kriegel ist seit 2013 bei der Stadt Mannheim.

EA/rd

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