Brancheninfo 02-01/2019

Brancheninfo 02-01/2019

150 150 Klaus Henning Glitza

MHKW- Segen oder nicht?  /Gelbe Säcke in Kreis Lippe / Weniger Silvestermüll in Berlin  / Vier Tonnen in Braunschweig

 

Kontroverse um das geplante Müllheizkraftwerk (MHKW) in Wiesbaden.

Das von Knettenbrech + Gurdulic sowie den Energieunternehmen Eswe Versorgung (Wiesbaden) und Entega (Darmstadt) auf den Weg gebrachte Großprojekt stößt insbesondere bei den Grünen, die von „dreckigem Strom und Wärme“ sprechen, auf Kritik.

Das Verbrennen von Sortierresten aus überwiegend fossilen Rohstoffen sei ein No-Go in klimatischen Heißzeiten, so die Stadtverordnete Konny Küpper (Grüne). Dagegen hat Eswe-Unternehmenssprecher Frank Rolle das künftige MHKW als „klimaschonende Alternative zu Heizöl und Erdgas“ bezeichnet.

Die Grünen blendeten in ihrer Kritik an der Müllverbrennung einige Aspekte aus, zitierte der Wiesbadener Kurier den Sprecher und Leiter Unternehmenskommunikation. Da Siedlungsmüll laut Gesetz nicht mehr auf Deponien gelagert werden dürfe, ein Recycling äußerst schwierig und nicht umfassend möglich sei und auch bei der Verrottung von Abfällen Kohlendioxid freigesetzt würde, sei die Müllverbrennung die beste Entsorgungsmethode. Es zeuge von vorausschauendem und umweltbewusstem Denken, wenn die durch Müllverbrennung freigesetzte Energie, Stichwort Kraft-Wärme-Kopplung, zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werde.

bem

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Im Kreis Lippe (Ostwestfalen, NRW) werden die gelben Säcke seit dem 2. Januar nicht mehr von Tönsmeier eingesammelt, sondern von „Veolia Umweltservice West”.

Damit geht- jedenfalls vorläufig- eine Änderung einher. Wer neue Säcke benötigt, die reißfester sein sollen als bisher, signalisiert das mit einem roten Zettel, den er am abzuholenden gelben Sack befestigt. Erst ab März werden die Säcke dann auch in den Rathäusern erhältlich sein.

bem

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Belastbare Zahlen liegen noch nicht vor. Aber bei den Mitarbeitern der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) herrscht der Eindruck vor, dass in diesem Jahr weniger Silvestermüll auf den Straßen und Wegen der Bundeshauptstadt herumlag als in den Vorjahren.

Außerdem war die Bitte des BRR, leere Glasflaschen und ausgebrannte Feuerwerksbatterien nicht mitten auf der Fahrbahn stehen zu lassen, sondern sie zumindest am Straßenrand zu deponieren, offenbar beherzigt worden. „Immerhin, das wäre ein Fortschritt“, schreibt dazu der Berliner Tagesspiegel.

khg

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Für die Straßenreiniger von Alba Braunschweig herrschte am Neujahrstag der Ausnahmezustand.

Dazu schreibt die Braunschweiger Zeitung: „Die letzten Silvesterfeiern waren noch nicht beendet, da begann für die Straßenreiniger von Alba bereits der Dienst. Ausrücken um 6 Uhr. Binnen acht Stunden sollen wenigstens wieder die Fußgängerzone und angrenzende Bereiche vorzeigbar werden.“ Rund vier Tonnen Silvestermüll waren es, die beseitigt werden mussten.

bem

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