Brancheninfo 01-12/2018

Brancheninfo 01-12/2018

Brancheninfo 01-12/2018 150 150 Klaus Henning Glitza

Auftragswechsel innerhalb des Firmengeflechtes? / Tausch-Bar in Bremen / Sauberes Saarbrücken 

 

Der Altglas-Entsorgungsauftrag im Kreis Pinneberg wird mit höchster Wahrscheinlichkeit von einer REMONDIS-Tochter zu einer REMONDIS-Beteiligungsgesellschaft wechseln. Wie das Pinneberger Tageblatt berichtet, ist geplant, dass die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung (GAB, 49 Prozent REMONDIS, 51 Prozent Kreis Pinneberg) die Altglas Entsorgung von der Optisys GmbH (seit Januar 2018 100 Prozent REMONDIS Nord) übernimmt.  „In der Vergangenheit hatte es kreisweit immer wieder Ärger wegen verdreckter Containerstellplätze gegeben. Mit der Übernahme des Entsorgungsgeschäfts soll sich das nun bessern“, schreibt die Zeitung.

Laut Pinneberger Tageblatt sei die Übernahme der Aufträge formal noch nicht in trockenen Tüchern. „Es gibt noch keine unterschriebenen Verträge“, wird Oliver Carstens, Sprecher der Kreisverwaltung, zitiert. Da die Entsorgungsaufträge innerhalb eines Unternehmensgeflechts weitergereicht werden, dürfte der Deal sicher sein.

„Hunderte leere Flaschen stehen oder liegen auf dem Bürgersteig, Dutzende weitere auf den Containern oder verstreut in den Büschen, einige rollen sogar auf die Straße“, berichtete das Wedel-Schulauer Tageblatt im Juli dieses Jahres aus Tornesch (Kreis Pinneberg).  Auch an anderen Standorten im Kreis Pinneberg biete sich ein ähnliches Bild. „… warum schafft es der Entsorgungsriese nicht, seine vertraglich übernommenen Aufgaben im Kreis Pinneberg zu erfüllen?“, fragte die Zeitung in diesem Zusammenhang.

Personalprobleme seien Schuld, erläuterte seinerzeit REMONDIS-Pressesprecherin Anna Ephan. „Ein Fahrer sei krankheitsbedingt langfristig ausgefallen (…), hinzu komme die Urlaubszeit.

khg

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Ein zweites Leben für nicht mehr gebrauchte Gegenstände- das bietet die Tausch-Bar. In die kleinen Sammelstationen kann alles gestellt werden, was für den einen nicht mehr nützlich ist, aber für Andere vielleicht einen kleinen Schatz darstellt. Im Gegenzug kann jeder „Lieferant“ (aber auch Nicht- „Lieferant“) mitnehmen, was er gebrauchen kann. Eine tolle Alternative zum Abfallcontainer.

Eine gute Idee, die aber betrüblicherweise nicht alle zu schätzen wissen. Die Folge der zum Teil mangelnden Wertschätzung:  „Im Bremer Stadtteil Blumenthal musste die Tausch-Bar „leider nach knapp drei Jahren wegen nicht zu stoppender, schwerer Vermüllung im August 2018 geschlossen werden“, teilt die Bremer Stadtreinigung mit. Schade!

khg

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Um die Saarbrücker Innenstadt sauber zu halten, stellt der der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb bereits einiges auf die Beine. Ein jüngst vorgestelltes neues Konzept soll die Stadtreinigung ab 2019 noch besser machen.

Zum jetzigen Zeitpunkt reinigt der ZKE laut Saarbrücker Zeitung an sieben Tagen in der Woche intensiv die City. Besondere Schwerpunkte: Stoffwechselprodukte von Hunden und Tauben sowie die Reinigung der neuen Sitzbänke und Papierkörbe in der Bahnhofstraße- alles mit Wasser und Hochdruck.

2019 will der ZKE diese Aktivitäten ausdehnen. „Ein zweiter Wasserwagen soll beschafft werden, der den Boden intensiv mit heißem Wasser reinigt. Die Mitarbeiter erhalten eine neue Nassreinigungsmaschine, mit der sie von Hand gezielt glatte Bodenbeläge von hartnäckigem Schmutz (zum Beispiel Taubenkot), Flüssigkeiten sowie Reifenspuren befreien können“, berichtet die Saarbrücker Zeitung.

Da die Menschen immer mehr Müll einfach in die Stadt werden, „soll ein weiteres Fahrzeug die beiden vorhandenen Umweltkolonnen verstärken und Verunreinigungen, die regelmäßig anfallen, direkt beseitigen und kurzfristig bei akuten Verunreinigungen eingreifen“, so die Tageszeitung.

Zudem soll eine digitale Stadtkarte „künftig helfen, schnell und effektiv auf Verschmutzungen reagieren zu können“. „Auf ihr werden Straßen und Plätze markiert, die als Problempunkte gelten. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) und die Umweltstreife werden künftig zudem darüber informiert, wo Sperrmüll angemeldet ist“, schreibt die Saarbrücker Zeitung,

Für das neue Konzept hat die Stadtverwaltung in ihrem Haushaltsentwurf 200 000 Euro zusätzliche Mittel vorgesehen.

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