14. Februar: Wie am Valentinstag auch der Umwelt ein Liebesdienst erwiesen werden kann

14. Februar: Wie am Valentinstag auch der Umwelt ein Liebesdienst erwiesen werden kann

14. Februar: Wie am Valentinstag auch der Umwelt ein Liebesdienst erwiesen werden kann 150 150 Klaus Henning Glitza

Initiative „Mülltrennung wirkt“: Vieles kann bei richtiger Handhabung  recycelt werden

Der Valentinstag- ein Tag, an dem Liebende ihre Gefühle zeigen, und das meist mit  schön verpackten Geschenken.  Doch der Umwelt wird damit nicht unbedingt ein Liebesdienst erwiesen. Die Initiative „Mülltrennung wirkt“ weist deshalb darauf hin, wie es möglich ist,  seine Lieben von Herzen zu bedenken, ohne mit dem Umweltgedanken zu kollidieren. 

Sind die schönen Geschenke erst einmal ausgepackt, bleiben beispielsweise Pralinenschachteln, Blumenfolien oder Schmuckpapier zurück. Verpackungen, die aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen und oft gut recycelt werden. Voraussetzung: Diese Art von Abfällen muss korrekt getrennt und entsorgt werden. „Sozusagen aus Liebe zur Umwelt“, wie  Axel Subklew von der Initiative „Mülltrennung wirkt“ erklärt.

Für die richtige Mülltrennung gibt der Experte für Abfallentsorgung Tipps speziell für den Valentinstag.

Transparenter Glanz: Wohin mit der Blumenfolie und Blumenpapier?

Blumensträuße werden oft in glänzende Klarsichtfolie verpackt, die in der Regel aus Cellophan besteht. Diese Folie gilt als Verpackung beziehungsweise Verpackungsmaterial. Sie kommt deshalb in den Gelben Sack oder in die Gelbe Tonne. Blumenpapier dagegen ist im Altpapier richtig aufgehoben. Verwelkte Blumensträuße gehören übrigens in die Biotonne. Aber Vorsicht: Drähte oder Schmuckelemente aus Plastik müssen vorher entfernt und in den Restmüll oder die Wertstofftonne entsorgt werden.

Herzenssachen in Alu- und Kunststofffolie

Alufolie einzeln verpackter Schokoherzen oder Pralinen kommt in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Das gilt auch für Klarsichtfolien, die Teil einer Verpackung sind, zum Beispiel von Parfum- oder Pralinenverpackungen. Deren Innenleben, zum Beispiel schützende Einlagen aus Kunststoff, gehören ebenfalls dort hinein.

Verwahren oder entsorgen: Geschenkkartons und Geschenkpapier

Oft sind Geschenkkartons viel zu schön, um sie zu entsorgen. Wer sie allerdings nicht aufbewahren möchte, kann Kartons und Schachteln aus Papier in die Papiertonne entsorgen. Das gilt auch für einfaches bedrucktes Geschenkpapier. Aufgeklebte Verzierungen wie Glitzersteine oder Schleifen müssen allerdings vorher entfernt werden. Werden sie nicht wiederverwendet, kommen sie in den Restmüll. Hat das Geschenkpapier eine Glitzerbeschichtung aus Metall oder eine hauchdünne Kunststoffschicht dann gehört es ebenfalls in den Restmüll.

Ein Hoch auf die Liebe: Glascontainer für leere Flaschen

Die Liebe feiern mit Champagner, Sekt oder Wein: Danach werden die leeren Glasflaschen, sortiert nach Weiß-, Grün- oder Braunglas, in Glascontainer entsorgt. Blaue Flaschen kommen wie auch andere Farben, die sich nicht zuordnen lassen, in den Container für Grünglas.

Mülltrennung und Recycling – ein Liebesdienst für die Umwelt

Wer hilft, gebrauchte Verpackungen zu recyceln, trägt zum Klima- und Umweltschutz bei. Denn jede Tonne Recyclingkunststoff, die statt neu produziertem Kunststoff zum Einsatz kommt, vermeidet zwischen 1,5 und 3,2 Tonnen klimarelevanter Treibhausgase. Auch die Verwertung von Papier, Pappe und Karton kommt der Umwelt zugute: Die Produktion von Recyclingpapier verbraucht nur ein Drittel der Energie und etwa ein Fünftel des Wassers, das für die Produktion von Frischfaserpapier benötigt wird. Der Einsatz von Recyclingglas spart ebenfalls Energie und Ressourcen: Allein zehn Prozent Scherbeneinsatz reduzieren die Schmelzenergie um drei Prozent und die CO2-Emissionen um 3,6 Prozent. Und für die Herstellung von recyceltem Aluminium bedarf es nur fünf Prozent der Energie, die zur Herstellung von Primäraluminium notwendig ist.

 Ganz klar: Mit richtiger Mülltrennung wird der Umwelt ein wertvoller Liebesdienst erwiesen – nicht nur am Valentinstag

 Über „Mülltrennung wirkt“

„Mülltrennung wirkt“ ist eine Initiative der dualen Systeme in Deutschland. Mit der richtigen Trennung von Restmüll und Verpackungen können wir alle einen wirkungsvollen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz leisten. Doch es gibt Handlungsbedarf: Nach wie vor ist der Anteil an Restmüll im Gelben Sack und in der Gelben Tonne zu hoch. Von den in Deutschland jährlich rund 2,6 Millionen Tonnen über die Gelben Säcke und Tonnen gesammelten Materialien sind etwa 70 Prozent Verpackungen und durchschnittlich 30 Prozent nicht richtig entsorgter Restmüll. Das erschwert oder verhindert das Recycling wertvoller Rohstoffe. Aufklären, mit Irrtümern und Müllmythen aufräumen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren ist daher das erklärte Ziel der Initiative.

Über die dualen Systeme

Die dualen Systeme in Deutschland organisieren die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen. Aktuell sind es zehn privatwirtschaftlich organisierte Systeme, die mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche diese Aufgabe erfüllen. Grundlage für die Arbeit der dualen Systeme ist das Verpackungsgesetz. Mit ihrer bundesweiten Initiative „Mülltrennung wirkt“ wollen die dualen Systeme über die richtige Mülltrennung aufklären.

MaM/rd

Hinterlasse eine Antwort