Brancheninfo aktuell 11-05/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

Schlei: Noch kein Ende der Ermittlungen / Düdenbüttel: Mitarbeiter handelten beherzt

In der Umweltstrafsache Schlei dauern die polizeilichen Ermittlungen nach wie vor an. Dies teilte die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt von der federführenden Staatsanwaltschaft Flensburg auf EM-Anfrage mit.

Die Ermittlungen seien mit großem Aufwand verbunden, und es gebe noch einige Fragen zu klären, sagte sie. Überdies seien die Ergebnisse von Gutachten abzuwarten. Vor zwei Monaten sei nicht mit dem Abschluss der Ermittlungen zu rechnen.

Der Umweltfall Schlei war Anfang 2018 bekanntgeworden. Seitdem ziehen sich die Ermittlungen hin. Wie mehrfach berichtet, waren über die Schleswiger Kläranlage Plastikpartikel in großer Anzahl in die Schlei gelangt, weil die Filter die Fremdstoffe nicht zurückhalten konnte. Die Partikel stammten aus Gärsubstrat, das die REMONDIS-Tochter ReFood an die Schleswiger Stadtwerke geliefert hatte. Die Stadtwerke führen an, das Substrat habe mehr Plastikpartikel enthalten als auf den Lieferscheinen vermerkt war. ReFood sieht allein die Stadtwerke in der Verantwortung.

Ermittelt wird gegen den Geschäftsführer der Stadtwerke Schleswig und drei Manager der Firma ReFood.

khg

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Das beherzte und schnelle Handeln einiger Mitarbeiter der Heidemann Recycling GmbH in Düdenbüttel (Landkreis Stade, Niedersachsen) hat Schlimmeres verhindert.

 Als am Montag gegen 12.50 Uhr auf dem Betriebsgelände ein Feuer entdeckt wurde, setzten die Mitarbeiter sofort einen Notruf ab und bemühten sich, das Feuer einzudämmen, wie das Wochenblatt berichtet, „Die brennende Masse wurde aus dem riesigen Haufen herausgeholt und dann mit Wasser übergossen, das durch einen Radlader herbeigeschafft worden war. Als die Feuerwehren Düdenbüttel, Hammah und Himmelpforten mit 26 Einsatzkräften auf dem Betriebsgelände eintrafen, war die Gefahr einer Ausbreitung bereits gebannt. Nach dem Auseinanderziehen der letzten brennenden Reste konnten die Freiwilligen Retter den Brand mit Hilfe von Wasser und Löschschaum vollends löschen“, so die Zeitschrift. Ergebnis der guten Vorarbeit: Nach 30 Minuten war der Einsatz erledigt.

Im Brandbereich war Altholz und Bauschutt gelagert. Die Feuerwehr geht von Selbstentzündung aus.

khg

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